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Maison des Tanneurs
Das Gerber-Zunfthaus von 1572 an der Place Benjamin-Zix ist mit seinen Dachgalerien das Wahrzeichen des Viertels und heute ein traditionsreiches Restaurant.
◆ STADTVIERTEL · STRASSBURG
Die Petite France ist das ehemalige Gerberviertel im Südwesten der Grande Île, wo sich Fachwerkhäuser, Wassergräben und Holzstege zu Straßburgs malerischstem Ensemble fügen. Über dem Wasser thronen die Ponts Couverts und der Barrage Vauban, die einst Teil der Stadtbefestigung waren.
Im Mittelalter lebten hier die Gerber, Müller und Fischer der Stadt – die steilen Dächer mit ihren offenen Trockenböden, in denen einst Tierhäute zum Trocknen hingen, verraten das bis heute. Der Name Petite France entstand im 16. Jahrhundert und geht auf ein Hospiz zurück, in dem Soldaten mit der „französischen Krankheit“ (Syphilis) behandelt wurden; das wenig schmeichelhafte Etikett blieb am ganzen Viertel haften.
Herzstück ist die Place Benjamin-Zix, benannt nach einem napoleonischen Schlachtenmaler, mit der prächtigen Maison des Tanneurs von 1572 – dem ehemaligen Zunfthaus der Gerber, dessen Galerien unter dem Dach an die Trocknung der Häute erinnern. Die Hauptachse, die Rue du Bain-aux-Plantes, ist von windschiefen Fachwerkfassaden gesäumt; an ihrem Ende öffnet sich der drehbare Pont du Faisan, der „Pont Tournant“.
Flussabwärts spannen sich die Ponts Couverts über die vier Kanalarme – eine Befestigungsanlage aus drei Brücken und vier Türmen, deren Bau 1230 begann; ihre Holzdächer wurden 1784 entfernt, der Name aber blieb. Dahinter staut der Barrage Vauban, unter Ludwig XIV. vom Festungsbaumeister Vauban errichtet, die Ill auf; seine Panoramaterrasse bietet einen der schönsten Blicke der Stadt – über die Türme der Ponts Couverts hinweg bis zum Münster.
01 · Highlights
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Das Gerber-Zunfthaus von 1572 an der Place Benjamin-Zix ist mit seinen Dachgalerien das Wahrzeichen des Viertels und heute ein traditionsreiches Restaurant.
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Die drei Brücken und vier mittelalterlichen Wehrtürme über den Ill-Kanälen sind eines der meistfotografierten Motive Straßburgs.
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Das von Vauban erbaute Stauwehr bietet von seiner Panoramaterrasse den klassischen Postkartenblick auf Ponts Couverts, Fachwerk und Münster.
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Der lauschige Platz mit Brunnen und Terrassen ist der ideale Ausgangspunkt für den Bummel durch die Gassen der Petite France.
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Die alte Hauptstraße des Gerberviertels reiht die schönsten Fachwerkhäuser aneinander und führt zum drehbaren Pont du Faisan.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Der Name stammt aus dem 16. Jahrhundert und geht auf ein Hospiz zurück, in dem Kranke mit der „französischen Krankheit“ (Syphilis) behandelt wurden. Das Viertel selbst war ursprünglich das Gerber-, Müller- und Fischerviertel der Stadt.
Heute nicht mehr – die hölzernen Dächer wurden 1784 entfernt. Der Name Ponts Couverts („überdachte Brücken“) hat sich aber bis heute gehalten. Geblieben sind die drei Brücken und vier Wehrtürme.
Von der frei zugänglichen Panoramaterrasse des Barrage Vauban: Von dort sieht man die Ponts Couverts, die Fachwerkdächer und im Hintergrund das Münster in einem Bild.
Ja, sie ist Teil der Grande Île, die seit 1988 als Ganzes zum UNESCO-Welterbe zählt.
07 · In der Nähe
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