📍 48.58°N · 7.74°E
Zoom 5 / 5Viertel · in Straßburg

◆ STADTVIERTEL · STRASSBURG

Petite France.
der Gerber und Müller

Die Petite France ist das ehemalige Gerberviertel im Südwesten der Grande Île, wo sich Fachwerkhäuser, Wassergräben und Holzstege zu Straßburgs malerischstem Ensemble fügen. Über dem Wasser thronen die Ponts Couverts und der Barrage Vauban, die einst Teil der Stadtbefestigung waren.

Südwestlicher Teil der Grande Île, von Ill-Kanälen durchzogen
Lage
Romantisches Fachwerk-Idyll, ehemaliges Gerber- und Müllerviertel
Charakter
Fotos, Spaziergänge am Wasser, elsässische Küche
Gut für
Früher Morgen, goldene Abendstunde, Advent
Beste Zeit

Das Wasserviertel der Gerber und Müller der Gerber und Müller

Im Mittelalter lebten hier die Gerber, Müller und Fischer der Stadt – die steilen Dächer mit ihren offenen Trockenböden, in denen einst Tierhäute zum Trocknen hingen, verraten das bis heute. Der Name Petite France entstand im 16. Jahrhundert und geht auf ein Hospiz zurück, in dem Soldaten mit der „französischen Krankheit“ (Syphilis) behandelt wurden; das wenig schmeichelhafte Etikett blieb am ganzen Viertel haften.

Herzstück ist die Place Benjamin-Zix, benannt nach einem napoleonischen Schlachtenmaler, mit der prächtigen Maison des Tanneurs von 1572 – dem ehemaligen Zunfthaus der Gerber, dessen Galerien unter dem Dach an die Trocknung der Häute erinnern. Die Hauptachse, die Rue du Bain-aux-Plantes, ist von windschiefen Fachwerkfassaden gesäumt; an ihrem Ende öffnet sich der drehbare Pont du Faisan, der „Pont Tournant“.

Flussabwärts spannen sich die Ponts Couverts über die vier Kanalarme – eine Befestigungsanlage aus drei Brücken und vier Türmen, deren Bau 1230 begann; ihre Holzdächer wurden 1784 entfernt, der Name aber blieb. Dahinter staut der Barrage Vauban, unter Ludwig XIV. vom Festungsbaumeister Vauban errichtet, die Ill auf; seine Panoramaterrasse bietet einen der schönsten Blicke der Stadt – über die Türme der Ponts Couverts hinweg bis zum Münster.

Petite France

02 · Sehenswürdigkeiten

Im Viertel entdecken.

03 · Essen & Trinken

Wo es schmeckt.

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Tram A/D bis Alt Winmärik oder zu Fuß vom Münster in rund 10 Minuten; gut per Bootstour ab Palais Rohan erreichbar
Beste Zeit
Früher Morgen oder die goldene Stunde am Abend, wenn das Licht auf den Kanälen liegt
Gut für
Fotografie, romantische Spaziergänge, elsässische Spezialitäten
Preisniveau
Gehoben in den Touristenrestaurants direkt am Wasser
Insider-Tipp
Geh früh oder spät – tagsüber ist es voll; die Terrasse des Barrage Vauban ist frei zugänglich und bietet den besten Blick

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Warum heißt das Viertel Petite France?

Der Name stammt aus dem 16. Jahrhundert und geht auf ein Hospiz zurück, in dem Kranke mit der „französischen Krankheit“ (Syphilis) behandelt wurden. Das Viertel selbst war ursprünglich das Gerber-, Müller- und Fischerviertel der Stadt.

Sind die Ponts Couverts wirklich überdacht?

Heute nicht mehr – die hölzernen Dächer wurden 1784 entfernt. Der Name Ponts Couverts („überdachte Brücken“) hat sich aber bis heute gehalten. Geblieben sind die drei Brücken und vier Wehrtürme.

Wo hat man den besten Blick auf die Petite France?

Von der frei zugänglichen Panoramaterrasse des Barrage Vauban: Von dort sieht man die Ponts Couverts, die Fachwerkdächer und im Hintergrund das Münster in einem Bild.

Gehört die Petite France zum UNESCO-Welterbe?

Ja, sie ist Teil der Grande Île, die seit 1988 als Ganzes zum UNESCO-Welterbe zählt.

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travelperfect · Aktualisiert 6. Juni 2026