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Street-Art-Rundgang durch die Gassen
Großflächige Wandbilder und Mosaike schmücken die engen Gassen und machen das Viertel zu einer begehbaren Open-Air-Galerie.
◆ STADTVIERTEL · HERAKLION
Lakkos ist Heraklions ehemals berüchtigtes Viertel, das vom verrufenen Rotlichtbezirk zum lebendigen Open-Air-Kunstraum wurde. In den schmalen Gassen südlich des Zentrums erzählen heute farbenfrohe Wandbilder und restaurierte Häuserfassaden die Geschichte einer beeindruckenden Wiedergeburt.
Lakkos, was so viel wie Grube oder Senke bedeutet, war über Jahrzehnte das Schattenviertel Heraklions. Anfang des 20. Jahrhunderts wies der kretische Staat das Quartier als Rotlichtbezirk mit Bordellen und Tavernen aus. Mit dem Zustrom griechischer Flüchtlinge aus Kleinasien in den 1920er Jahren wuchs hier eine eigene Subkultur heran, mit eigenem Slang und einer Leidenschaft für Rebetiko-Musik. Lakkos galt als Ort des verbotenen Vergnügens und blieb es bis nach dem Zweiten Weltkrieg.
Nach dem Krieg verfiel das Viertel: Die Häuser verwaisten, die Gassen verödeten, Lakkos geriet in Vergessenheit. Die Wende kam 2015 mit dem Lakkos Project, einer ehrenamtlichen Initiative der Stadt Heraklion gemeinsam mit lokalen Freiwilligen und dem australischen Künstler Mathew Halpin. Verfallene Fassaden wurden restauriert, internationale und griechische Künstler eingeladen, Murals zu schaffen. Aus dem vergessenen Bordellviertel wurde Schritt für Schritt eine lebendige Nachbarschaft.
Heute ist ein Bummel durch Lakkos ein Gang durch eine Freiluftgalerie. Zwischen blühenden Bougainvilleen, alten Steinhäusern und kleinen Werkstätten leuchten großflächige Wandbilder, Mosaike und Skulpturen. Anders als wilde Graffiti entstehen die Werke geplant und mit Genehmigung, oft von formal ausgebildeten Künstlern. Lakkos bietet das, was im polierten Stadtzentrum schwerer zu finden ist: das echte, ungeschönte und zugleich kreativ aufblühende Heraklion.
01 · Highlights
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Großflächige Wandbilder und Mosaike schmücken die engen Gassen und machen das Viertel zu einer begehbaren Open-Air-Galerie.
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Liebevoll instand gesetzte alte Steinhäuser zeigen, wie das Lakkos Project Verfall in Schönheit verwandelt hat.
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Das Viertel war einst Hochburg der Rebetiko-Musik und der kretischen Subkultur, die bis heute Teil seines Mythos ist.
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Abseits der Touristenströme laden unprätentiöse Cafés und Tavernen zu einem Halt mitten zwischen den Kunstwerken ein.
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06 · Häufige Fragen
Lakkos verwandelte sich von Heraklions ehemaligem Rotlichtviertel in eine lebendige Street-Art-Nachbarschaft. Seit dem Lakkos Project von 2015 schmücken Wandbilder die restaurierten Gassen, was dem Viertel einen authentischen, künstlerischen Charakter verleiht.
Ja. Das Viertel hat seine Vergangenheit längst hinter sich gelassen und ist heute eine wiederbelebte Wohn- und Künstlernachbarschaft, die man bei Tag entspannt zu Fuß erkunden kann.
Die Murals verteilen sich über die engen Gassen südlich des Zentrums. Am besten erkundet man das Viertel ohne festen Plan zu Fuß, denn viele Werke verstecken sich in kleinen Seitenstraßen.
Lakkos liegt innerhalb der venezianischen Stadtmauern, nur wenige Gehminuten südlich des Löwenplatzes, und ist damit bequem in einen Altstadtbummel integrierbar.
07 · In der Nähe
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