Highlight
Clos Normand
Monets Blumengarten vor dem Haus – ein dichtes Farbkonzept aus Tulpen, Iris und Kapuzinerkressen, das sich über die Saison ständig verändert.
◆ DORFTEIL · GIVERNY
Giverny hat im Grunde nur eine Straße, und sie trägt den Namen des Mannes, der das Dorf berühmt machte. Die Rue Claude Monet zieht sich am sanften Hang entlang, gesäumt von alten Steinhäusern, kleinen Galerien und Kunsthandwerksläden. Auf halber Höhe öffnet sich das langgestreckte rosa Haus mit den grünen Fensterläden, dahinter der Garten in zwei Welten: der streng komponierte, doch überbordende Clos Normand und der träumerische Wassergarten mit Seerosen und japanischer Brücke. Am oberen Ende der Straße liegt das Ancien Hôtel Baudy, wo einst die Malerkolonie tafelte.
Wer das Tor zu Monets Anwesen durchschreitet, betritt zuerst den Clos Normand: ein in Beete gegliederter, doch bewusst dicht und üppig bepflanzter Garten, in dem sich Blumen über Wege und Rankgerüste ergießen. Monet plante hier nicht nach botanischer Logik, sondern nach Farbe und Licht – er behandelte den Garten wie eine Palette. Über die Saison wechselt das Bild ständig: Tulpen im April, Iris und Glyzinien im Mai, später die Kapuzinerkresse, die im Spätsommer den zentralen Weg überwuchert.
Eine kleine Unterführung leitet hinüber zum Wassergarten, den Monet aus einem umgeleiteten Seine-Arm anlegen ließ. Hier hängt die grün gestrichene japanische Brücke über dem Teich, von Glyzinien überwachsen; ringsum stehen Trauerweiden, Bambus und Azaleen. Auf dem Wasser treiben die Seerosen, das Motiv der „Nymphéas“. Im Haus selbst sind die leuchtend gelbe Küche, das japanisch inspirierte blaue Kabinett und Monets Sammlung von Farbholzschnitten erhalten.
Folgt man der Straße bergauf, erreicht man das Ancien Hôtel Baudy. Was als einfache Dorfwirtschaft begann, wurde zum Quartier der Maler, die Monet nach Giverny folgten – mit Atelier im Hang, Rosengarten und einer Terrasse, auf der heute noch traditionelle Küche serviert wird. Dazwischen reihen sich Galerien und Werkstätten, in denen das künstlerische Erbe des Dorfes lebendig bleibt.
01 · Highlights
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Monets Blumengarten vor dem Haus – ein dichtes Farbkonzept aus Tulpen, Iris und Kapuzinerkressen, das sich über die Saison ständig verändert.
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Der Seerosenteich mit der grünen Brücke und den Trauerweiden, Monets letztes großes Motiv und das berühmteste Bild des Dorfes.
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Das rosa Wohnhaus mit gelber Küche, blauem Kabinett und der Sammlung japanischer Farbholzschnitte, in den Originalräumen erhalten.
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Treffpunkt der Künstlerkolonie mit Rosengarten und verstecktem Atelier im Hang, heute Restaurant mit traditioneller Küche.
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06 · Häufige Fragen
Ja, im Garten ist Fotografieren ohne Stativ erlaubt und ausdrücklich erwünscht – die japanische Brücke und der Seerosenteich gehören zu den meistfotografierten Motiven Frankreichs. Im Inneren des Wohnhauses ist das Fotografieren dagegen meist untersagt.
Für einen gründlichen Rundgang durch Clos Normand, Wassergarten und das Wohnhaus sollte man rund zwei bis drei Stunden einplanen. Wer in Ruhe fotografieren oder zeichnen möchte, kommt am besten gleich zur Öffnung.
Ja, das Ancien Hôtel Baudy am oberen Ende der Straße ist heute ein Restaurant mit traditioneller französischer Küche; sein historischer Rosengarten und das alte Atelier im Hang lassen sich besichtigen.
07 · In der Nähe
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