Wer die Salzburger Altstadt zum ersten Mal betritt, begreift schnell, warum die UNESCO sie bereits 1996 zum Weltkulturerbe erklärt hat. Zwischen der Festung Hohensalzburg, die majestätisch über dem Stadtbild thront, und dem Ufer der Salzach verdichten sich Jahrhunderte Stadtgeschichte zu einem Ensemble, das seinesgleichen sucht. Die engen Gassen der Getreidegasse, in der Mozarts Geburtshaus unter dem Hausnummer 9 steht, füllen sich morgens zuerst mit Einheimischen auf dem Weg zur Arbeit – und erst eine Stunde später mit dem Strom der Besucher. Der Salzburger Dom, ein barockes Meisterwerk des 17. Jahrhunderts, dominiert den Domplatz mit seiner wuchtigen Fassade aus Untersberger Marmor. Wer früh genug kommt, erlebt die Morgensonne, die schräg durch die Portale fällt und den Innenraum in warmes Licht taucht – ein Anblick, der auch ohne religiösen Hintergrund beeindruckt. Nur wenige Schritte entfernt öffnet sich der Residenzplatz mit dem Residenzbrunnen, dem größten Barockbrunnen nördlich der Alpen, und der Residenz selbst, in der die Fürsterzbischöfe einst residierten. Die Altstadt gliedert sich grob in zwei Bereiche: die linksufrige Altstadt rund um den Domplatz, die Getreidegasse und den Universitätsplatz sowie die rechtsufrige Seite mit dem Schloss Mirabell und seinen berühmten Gärten. Beide Seiten verbindet die Staatsbrücke, die täglich von tausenden Menschen überquert wird. Wer das Viertel abseits der Hauptachsen erkunden möchte, findet im Nonntal und rund um den Stiftskeller St. Peter – dem ältesten urkundlich erwähnten Restaurant Europas – eine ruhigere, fast beschauliche Seite der Altstadt. Für Kulturinteressierte, Musikliebhaber und Architekturbegeisterte ist dieses Viertel eine dichte Fundgrube: Die Festspielhaus-Gebäude, das Mozarteum und das Haus der Natur liegen alle fußläufig beieinander. Wer in der Altstadt übernachtet, hat morgens und abends – wenn die Tagestouristen abgereist sind – die Gassen nahezu für sich.

Salzburger Dom
Der Salzburger Dom zählt zu den bedeutendsten Barockkirchen im deutschsprachigen Raum und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild Salzburgs.
Frühbarocke Kuppelmalereien und Stuckdecken aus dem 17. Jahrhundert