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Zell am See

Vom Ostufer bei Thumersbach aus staffelt sich alles in einem einzigen Blick: das stille Wasser des Zeller Sees, dahinter der Ort und der 1.965 Meter hohe Hausberg, weiter links das Eis des Kitzsteinhorns über dem Talschluss.

6 Stadtviertel9 Sehenswürdigkeiten7 Hotels
Überblick

Deine Zell am See-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Zell am See funktioniert das ganze Jahr. Wintersaison von Dezember bis März für Ski auf der Schmittenhöhe und Gletscherski am Kitzsteinhorn. Hochsommer (Juli/August) ideal für Schwimmen, Wandern und Wassersport. Frühling und Herbst bieten ruhigere Verhältnisse, günstigere Unterkünfte und beeindruckendes Bergpanorama ohne Massen. Wer Schnee und Wandern kombinieren möchte, kommt im Oktober – dann liegt Schnee auf den Gipfeln, die Täler leuchten herbstlich.
Mobilität vor Ort
Zell am See ist gut per Bahn und Auto erreichbar. Im Ort selbst ist die Altstadt zu Fuß erkundbar, Bergbahnen erschließen Schmittenhöhe und Kitzsteinhorn. Im Sommer verbindet die Seefähre Zell am See mit Thumersbach.
Nahverkehr
Regelmäßige Züge über die Tauernbahn nach Salzburg (ca. 1,5 Std.). Lokale Buslinien nach Kaprun und Kitzsteinhorn. In der Skisaison fahren Skibus-Linien zu den Talstationen.
Vom Flughafen
Vom Flughafen Salzburg (SZG) ist Zell am See per Zug in ca. 1,5 bis 2 Stunden erreichbar. Mit dem Auto über die A10 Tauernautobahn dauert die Fahrt rund eine Stunde.
Über Zell am See

Reisen nach Zell am See

Zell am See liegt auf einem flachen Schwemmkegel, der von Westen her in den gleichnamigen See hineinragt – 750 Meter hoch, die Schmittenhöhe im Rücken, die Dreitausender der Hohen Tauern im Süden. Der Ortskern ist klein genug, dass man ihn in zwanzig Minuten durchquert: eine Fußgängerzone rund um den Stadtplatz, die romanische Pfarrkirche St. Hippolyt, der mittelalterliche Vogtturm mit dem Stadtmuseum und die Esplanade, die als Uferpromenade direkt am Wasser entlangführt. Der Name geht auf eine Mönchszelle des 8. Jahrhunderts zurück, die Sommerfrische auf das späte 19. Jahrhundert, als die Eisenbahn den Ort erreichte und 1896 das Grandhotel als Kurhaus entstand; das Bergbahngeschäft begann 1927 mit einer der ersten Seilbahnen Österreichs auf die Schmittenhöhe. Heute ist Zell am See gemeinsam mit dem Nachbarort Kaprun eine der wenigen Alpendestinationen, die im Sommer wie im Winter vollständig funktionieren: baden und segeln auf dem See, wandern auf 1.965 Metern, Gletscherluft auf der Gipfelwelt 3000 am Kitzsteinhorn und im Winter Skifahren auf drei getrennten Bergen. Dazu liegen die Großglockner Hochalpenstraße, die Krimmler Wasserfälle und die Hochgebirgsstauseen Kaprun alle in Tagesausflugsdistanz.

Zell am See – Karte
Reiseführer

Zell am See von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Gegen sieben Uhr abends liegt der Zeller See so still, dass sich das Ostufer darin ein zweites Mal aufbaut, an der Esplanade wandern Eisbecher über die Tische, und über dem Talschluss im Süden hängt noch Sonne auf dem Eis des Kitzsteinhorns. Zell am See ist keiner dieser Alpenorte, die im Mai die Lifte abstellen und auf Dezember warten – hier liegen Badesteg, Panoramaweg auf 1.965 Metern und Gletscher in einem Umkreis von zwanzig Kilometern, und der Ort selbst hat mit Fußgängerzone, romanischer Kirche und einem Grandhotel von 1896 mehr Substanz als die meisten Nachbarn im Pinzgau.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Zell am See

Der Ortskern lässt sich in zwanzig Gehminuten durchqueren – alles Weitere hängt an einer Seilbahn oder liegt am Ufer.

Die Esplanade ist der Bezugspunkt für alles andere. Die Uferpromenade zieht sich von der Höhe des Ortszentrums nach Norden am Wasser entlang, mit Bänken, Baumreihen, den Anlegestellen der Ausflugsschiffe und dem Blick, für den die meisten überhaupt herkommen: über den See hinweg nach Thumersbach, dahinter die Bergketten, im Süden das Kitzsteinhorn. Auf einer eigenen kleinen Landzunge steht das Grand Hotel, 1896 als Kurhaus der beginnenden Sommerfrische errichtet und bis heute das Gebäude, an dem sich die Silhouette des Ortes festmacht. Am schönsten ist der Abschnitt am frühen Morgen, wenn der See spiegelt und die Promenade noch fast leer ist.

Zwei Gassen landeinwärts beginnt die Altstadt, ein kompakter Kern aus Fußgängerzone, Stadtplatz und Kirchgasse. Ihr ältestes Stück ist die Pfarrkirche St. Hippolyt mit romanischem Kern aus dem 12. Jahrhundert, einem wuchtigen Turm und einer spätgotischen Westempore im Inneren – ein sehr stiller Raum, keine hundert Schritte von den Schanigärten entfernt. Gleich daneben steht der Vogtturm, einer der ältesten Bauten des Ortes und heute Sitz des Stadtmuseums, das Bergbau, Bauernleben, Trachten und die Anfänge des Wintersports im Pinzgau zusammenträgt. Für beides zusammen reicht ein Vormittag, und bei Regen ist es der naheliegendste Plan.

Der See selbst ist die dritte Sehenswürdigkeit, und er lässt sich auf drei Arten erleben. Zu Fuß oder mit dem Rad auf dem Uferweg, der als flache Runde einmal um das Wasser führt und dabei ständig die Perspektive auf Ort und Berge wechselt. Vom Wasser aus mit den Ausflugsschiffen, die ab der Anlegestelle an der Esplanade ablegen und unterwegs auch am Ostufer halten – eine Rundfahrt dauert deutlich weniger als einen Vormittag und ist die entspannteste Art, sich zu orientieren. Und schließlich von einem der Strandbäder aus, etwa dem Strandbad Erlberg, wo Liegewiese, Steg und Bergpanorama direkt zusammenkommen.

Die eigentlichen Höhepunkte liegen aber oben. Die Schmittenhöhe im Westen ist mit 1.965 Metern der Hausberg, per Seilbahn erreichbar und mit einem Rundblick ausgestattet, der bei klarer Luft weit in die Hohen Tauern reicht. Im Süden, über Kaprun, endet die Gletscherbahn am Kitzsteinhorn auf über 3.000 Metern, wo Aussichtsplattformen, ein Stollen und ewiges Eis auch Nichtskifahrer beschäftigen. Beides sind Ganztagesziele, beides ist wetterabhängig, und beides gehört zu den Sehenswürdigkeiten von Zell am See dazu – wer nur den Ort abhakt, hat die Hälfte gesehen.

Sehenswürdigkeiten in Zell am See

Alle 9 Sehenswürdigkeiten
Hausberg & Wandern

Die Schmittenhöhe – Zell am Sees Hausberg auf 1.965 Metern

Oben ist es fast immer deutlich kühler und windiger als unten am Wasser – eine Jacke gehört auch im August in den Rucksack.

Die Schmittenhöhe ist der Grund, warum Zell am See überhaupt ein Ganzjahresziel geworden ist. Bereits 1927 wurde hier eine der ersten Seilbahnen Österreichs gebaut, und damit war der Berg für Gäste erreichbar, lange bevor Skifahren ein Massensport war. Heute führen von Zell am See und den umliegenden Ortsteilen mehrere Bahnen hinauf, die klassische Auffahrt ist die Schmittenhöhebahn von der Westseite des Ortes. Oben angekommen stehst du auf einem breiten, begrünten Gipfelrücken – kein Felsgipfel, sondern eine Kuppe mit weichen Kanten, über die Wanderwege in alle Richtungen laufen.

Der Rundblick ist der Punkt. Nach Süden staffeln sich die Ketten der Hohen Tauern mit Großglockner und Großvenediger, nach Norden fällt der Blick über den Zeller See auf die Kalkgipfel des Steinernen Meeres, und ganz unten liegt der Ort so flach am Wasser, dass man die Straßenzüge einzeln erkennt. Auf dem Gipfel steht die Elisabethkapelle, ein kleines Bergkirchlein, das Anfang des 20. Jahrhunderts zum Gedenken an Kaiserin Elisabeth errichtet wurde und heute eher wegen der Aussichtsplattform davor fotografiert wird. Dazu ein Panoramarestaurant mit Terrasse, auf der man an klaren Tagen sehr lange sitzen bleibt.

Zum Wandern ist der Berg deshalb so dankbar, weil die Bahn den Anstieg abnimmt und oben trotzdem echtes Hochgebirgsgefühl herrscht. Kurze Rundwege am Gipfelplateau dauern eine halbe bis ganze Stunde und funktionieren auch mit kleineren Kindern. Wer mehr will, nimmt die Höhenwege entlang des Rückens, die zwischen den Bergstationen verlaufen und jederzeit eine Abkürzung ins Tal offenlassen. Und wer eine echte Tour sucht, startet hier auf den Pinzgauer Spaziergang, den langen Höhenweg Richtung Saalbach – trotz des harmlosen Namens eine ausgewachsene Tagesetappe, die einen frühen Start und Trittsicherheit voraussetzt.

Im Sommer teilt sich der Berg die Wege mit Mountainbikern, im Herbst wird er zum besten Aussichtspunkt der Region, weil die Luft klarer ist und der Talnebel morgens unter dir liegt. Zwei praktische Hinweise: Die Bahnen fahren nicht ganzjährig, sondern in klar getrennten Sommer- und Winterbetriebszeiten mit Revisionspausen im Frühjahr und Spätherbst – prüfe die aktuellen Zeiten vor der Anreise. Und plane den Berg auf den Vormittag, weil die Gewitter im Sommer meist am Nachmittag aufziehen und der Rundblick dann ohnehin dahin ist.

Aktivitäten & Touren in Zell am See

Der See im Sommer

Baden, Boot und Uferweg am Zeller See

Der See ist der Grund, warum Zell am See auch im Sommer eine volle Hochsaison hat – und er wird wärmer, als man einem Bergsee zutraut.

Zeller See
Zeller See

Der Zeller See ist rund vier Kilometer lang, bis zu anderthalb Kilometer breit und in der Mitte deutlich über sechzig Meter tief. Weil er verhältnismäßig klein ist und in einem geschützten Talkessel auf 750 Metern liegt, erwärmt sich das Wasser im Hochsommer auf über zwanzig Grad – Badetemperatur also, was viele Gäste bei einem See mit Gletscherblick nicht erwarten. Unterhalb der obersten Meter bleibt es allerdings jederzeit kalt, und im Juni oder September ist das Schwimmen eher eine Mutprobe als ein Vergnügen. Wer sicher gehen will, plant die Badetage in die zweite Julihälfte und den August.

Zugang zum Wasser gibt es an beiden Ufern. Auf der Westseite liegen die Strandbäder in Ortsnähe, am Südende bei Schüttdorf öffnet sich der flache Seespitz, und am Ostufer bei Thumersbach findest du die ruhigeren Liegewiesen mit dem Blick zurück auf Ort und Schmittenhöhe. Das Strandbad Erlberg ist die ruhigste dieser Adressen: flacher Einstieg, viel Wiese, und für den Weg dorthin nimmst du vom Zentrum aus Rad, Bus oder Schiff. In der Hochsaison füllen sich die Bäder um die Mittagszeit spürbar; wer früh kommt oder erst am späten Nachmittag, hat mehr Wiese und dasselbe Wasser.

Auf dem See selbst geht es leise zu. Unterwegs sind Segler, Ruderboote, Tretboote, Stand-up-Paddler und die Ausflugsschiffe, die ab der Esplanade ihre Runden drehen und dabei auch Thumersbach anlaufen – lauter Motorbootbetrieb gehört hier nicht zum Bild. Bootsverleihe gibt es an mehreren Stellen am Ufer, ein Tretboot füllt mit Kindern mühelos einen Nachmittag, und eine Schifffahrt lässt sich elegant mit dem Uferweg kombinieren: eine Hälfte laufen oder radeln, die andere über das Wasser zurück.

Der Uferweg ist die zweite große Sommerattraktion. Er führt als flache Runde um den ganzen See, ist überwiegend asphaltiert oder fest geschottert und damit auch mit Kinderwagen und Leihrad problemlos zu machen; für die Runde solltest du zu Fuß einen halben Tag, mit dem Rad gut eine Stunde plus Pausen rechnen. Unterwegs wechselt die Perspektive ständig, es gibt mehrere Einstiegsmöglichkeiten und genug Gastgärten für eine Unterbrechung. Von Schüttdorf zweigt außerdem ein flacher Radweg durch das Zellermoos nach Kaprun ab – die entspannteste Art, an den Fuß des Kitzsteinhorns zu kommen.

Gletscher & Kaprun

Kitzsteinhorn und Kaprun mit Gletscher, Klamm und Stauseen

Zwischen Seeufer und Gletscherplattform liegen rund zweitausenddreihundert Höhenmeter und im Sommer gut zwanzig Grad Temperaturunterschied.

Kitzsteinhorn
Kitzsteinhorn

Kaprun liegt nur wenige Kilometer südlich von Zell am See und ist der Zugang zum Kitzsteinhorn, dem 3.203 Meter hohen Gletscherberg über dem Talschluss. Von Kaprun führen Bahnen hinauf zur Gipfelwelt 3000, deren Bergstation auf 3.029 Metern liegt und damit das höchstgelegene Ausflugsziel im Salzburger Land ist. Oben erwarten dich Aussichtsplattformen mit Blick auf den Großglockner, ein Panoramastollen, der quer durch den Berg zur Südseite führt und Einblicke in die Geologie und den Nationalpark Hohe Tauern gibt, sowie ein kleines Kino. Wer weiß, dass es dort oben auch im Hochsommer um den Gefrierpunkt sein kann, packt Jacke, Mütze und Sonnenbrille ein.

Der zweite große Kapruner Ausflug führt nicht nach oben, sondern nach hinten ins Tal: zu den Hochgebirgsstauseen. Der Wasserfallboden auf rund 1.670 und der Mooserboden auf gut 2.000 Metern liegen hinter Staumauern, die zwischen den 1930er- und 1950er-Jahren in eine Hochgebirgslandschaft gebaut wurden – ein Bauwerk, das man gesehen haben sollte, weil die Dimensionen auf Fotos nicht funktionieren. Erreichbar sind sie nicht mit dem eigenen Auto, sondern über eine Kombination aus Bus und einem Schrägaufzug, der auf Schienen die Felswand hinaufkriecht. Die Anlage ist nur in der schneefreien Zeit geöffnet, üblicherweise vom Frühsommer bis in den Oktober.

Deutlich näher und in einer Stunde erledigt ist die Sigmund-Thun-Klamm am Ortsrand von Kaprun. Die Kapruner Ache hat sich hier nach der letzten Eiszeit eine enge Schlucht in den Fels gesägt, durch die heute Holzstege und Treppen führen, dicht über dem tosenden Wasser. Die Klamm ist kühl, laut und im Sommer eine echte Erfrischung, aber die Stege sind nass und rutschig – feste Schuhe sind Pflicht, Sandalen sind es nicht. Anschließend lässt sich der Weg zum ruhigen Klammsee oberhalb anhängen, und mit Kindern ist genau diese Kombination der unkomplizierteste Halbtagesplan der Region.

Bleibt Kaprun selbst. Der Ort ist kleiner und stiller als Zell am See, hat mit der Burg Kaprun eine mittelalterliche Anlage über den Dächern und mit einer großen Thermenanlage am Ortsrand das beste Schlechtwetterprogramm im Umkreis. Zwischen beiden Orten verkehren regelmäßig Regionalbusse, und der flache Radweg durch das Zellermoos verbindet sie in einer knappen Stunde. Wer im Winter kommt, findet in Kaprun außerdem den Maiskogel als Familienberg direkt am Ort – seit dem Ausbau der Verbindungsbahnen kommt man vom Ortszentrum ohne Autofahrt bis auf den Gletscher.

Reiseplanung

Zell am See in drei Tagen sinnvoll aufteilen

Die wichtigste Regel lautet nicht, in welcher Reihenfolge du planst, sondern dass du die Bergtage nach dem Wetterbericht sortierst.

Tag eins gehört dem Ort und dem See, weil er auch bei durchwachsenem Wetter funktioniert. Morgens die Esplanade entlang, wenn das Wasser noch spiegelt, dann in die Altstadt zu St. Hippolyt und in den Vogtturm mit dem Stadtmuseum. Nach dem Mittagessen entweder eine Runde mit dem Ausflugsschiff oder der Uferweg mit dem Leihrad, alternativ ein Nachmittag im Strandbad. Für den Abend bietet sich das Ostufer an: mit dem Schiff oder dem Rad nach Thumersbach, dort essen und den Blick zurück auf den Ort mitnehmen, wenn die Sonne hinter der Schmittenhöhe verschwindet.

Tag zwei ist der Schmittenhöhe-Tag und sollte auf den klarsten Vormittag fallen. Früh mit der Bahn hinauf, oben erst der Rundweg über das Gipfelplateau mit der Elisabethkapelle, dann je nach Kondition ein Höhenweg entlang des Rückens oder ein längerer Abstieg zu einer der Mittelstationen. Mittags auf einer der Berghütten essen, nachmittags mit der Bahn zurück ins Tal. Wer noch Luft hat, hängt eine Stunde im See an – der Wechsel von 1.965 Metern Bergluft auf zwanzig Grad Wassertemperatur ist eine der Eigenheiten, die diesen Ort ausmachen.

Tag drei führt nach Süden zum Kitzsteinhorn. Mit dem Bus oder dem Auto nach Kaprun, von dort mit den Bahnen zur Gipfelwelt 3000, oben Zeit für Plattformen, Stollen und Ausblick einplanen – zwei bis drei Stunden gehen dort mühelos hin. Am Nachmittag im Tal die Klamm bei Kaprun anhängen, die direkt auf dem Rückweg liegt und den Tag mit einer ganz anderen Landschaft abschließt. Wer statt des Gletschers lieber Technikgeschichte will, tauscht die Gipfelwelt gegen die Hochgebirgsstauseen, kann dann aber nicht beides an einem Tag unterbringen.

Ab dem vierten Tag wird der Radius größer. Ein voller Tag geht für die Großglockner Hochalpenstraße drauf, ein weiterer für die Krimmler Wasserfälle im Westen des Pinzgaus, ein dritter für Salzburg, das per Zug in überschaubarer Zeit erreichbar ist. Wer eine ganze Woche bleibt, sollte trotzdem zwei Tage bewusst leer lassen: Im Gebirge kippt das Wetter schnell, und die Bergtage sind deutlich mehr wert, wenn du sie verschieben kannst, statt sie im Nebel abzuarbeiten.

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Winter & Skifahren

Skifahren in Zell am See-Kaprun auf drei getrennten Bergen

Die drei Skiberge der Region hängen nicht an einem Stück zusammen, und genau das ist bei der Planung der entscheidende Punkt.

Schmittenhöhe
Schmittenhöhe

Der Hausberg ist die Schmitten, das Skigebiet auf der Schmittenhöhe direkt über Zell am See. Mehrere Talstationen im Ort und in den Ortsteilen bringen dich hinauf, oben verteilen sich die Pisten über einen breiten, weitgehend baumfreien Rücken, während die Abfahrten ins Tal durch Wald führen und ordentlich Höhenmeter am Stück liefern. Für Familien und solide Fortgeschrittene ist das ein sehr komfortabler Berg mit kurzen Wegen; wer extreme Steilhänge sucht, ist hier weniger richtig. Der große Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten ist die Lage direkt am Ort – du kannst abends zu Fuß essen gehen.

Der zweite Berg ist das Kitzsteinhorn über Kaprun, das einzige Gletscherskigebiet im Salzburger Land. Weil die Pisten weit über 2.000 Metern liegen, startet die Saison dort deutlich früher und endet später als in den Talskigebieten – im Herbst ist das Kitzsteinhorn oft der erste Ort im Umkreis mit Schnee, im Frühjahr der letzte. Sommerskilauf im Hochsommer gibt es dagegen nicht mehr; wer im Juli oder August hinauffährt, kommt wegen der Aussicht, nicht wegen der Abfahrt. Dritter im Bunde ist der Maiskogel direkt bei Kaprun, ein familienfreundlicher Berg, der über Verbindungsbahnen mit dem Gletscher zusammenhängt.

Für die Planung heißt das: Zwischen Schmitten und Kitzsteinhorn liegt eine Busfahrt, kein Lift. Der Skibus verbindet die Talstationen in dichter Folge und ist mit dem Skipass in der Regel nutzbar, du solltest die Wechsel aber trotzdem bewusst einplanen und nicht spontan mitten am Vormittag den Berg wechseln. Ein gemeinsamer Skipass deckt die drei Berge ab, und es gibt darüber hinaus eine erweiterte Karte, die zusätzlich das große Skigebiet um Saalbach-Hinterglemm einschließt – interessant für längere Aufenthalte, für ein verlängertes Wochenende meist überdimensioniert.

Auch ohne Ski funktioniert der Winter hier. Die Uferwege am See sind geräumt und werden zu Winterwanderwegen, es gibt präparierte Höhenwege am Berg, Langlaufloipen im Talboden und mehrere Rodelbahnen in der Umgebung. In kalten Wintern trägt die Eisdecke des Zeller Sees, und dann wird auf dem See Eis gelaufen – verlass dich aber nie auf eigene Einschätzung, sondern ausschließlich auf die offiziellen Freigaben. Im Advent stellt der Stadtplatz auf Weihnachtsmarkt um, und weil der Ort ohnehin kompakt ist, kommt man in diesen Wochen ohne Auto durch den ganzen Tag.

Übernachten

Hotels in Zell am See und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die Frage ist hier selten die Kategorie, sondern das Ufer – und ob du morgens zur Piste oder zum Badesteg willst.

Die bekannteste Adresse ist das Grand Hotel Zell am See, das 1896 auf einer eigenen Landzunge im See gebaut wurde und damit als einziges Haus des Ortes buchstäblich im Wasser steht. Eine Stufe darüber im Serviceniveau liegt der Salzburgerhof, das große Wellnesshaus des Ortes, das seit Jahrzehnten in der Spitzengruppe der Region mitspielt. Wer es historisch und kleiner mag, findet mit dem Boutique Hotel Steinerwirt1493 einen Gasthof, dessen Geschichte bis ins späte 15. Jahrhundert zurückreicht und der mitten in der Fußgängerzone liegt. Solide Vier-Sterne-Stadthotels im Zentrum sind außerdem der Tirolerhof und das Hotel zum Hirschen.

Abseits des Zentrums verschiebt sich der Charakter deutlich. Am Ostufer in Thumersbach und an den ruhigen Hängen darüber wohnst du im Grünen mit Blick zurück auf Ort und Schmittenhöhe – Häuser wie Der Erlhof stehen für diese Kategorie: Landhotel statt Stadthotel, mehr Ruhe, dafür brauchst du für den Abend im Ort Rad, Bus oder Schiff. Im Süden liegt Schüttdorf mit Apartmenthäusern und Adressen wie dem Hotel Der Schütthof, praktisch für alle, die nah an der Talstation der Areitbahn und am flachen Radweg nach Kaprun sein wollen. Oben in Schmitten wohnst du am höchsten und am nächsten am Skigebiet.

Die Preise folgen nicht dem Wetter, sondern dem Kalender. Teuer sind Weihnachten und Silvester, die Faschingswochen im Februar sowie der Hochsommer im Juli und August; günstig sind der späte Herbst und der Zeitraum zwischen Ostern und Pfingsten. Dieser Zwischenzeit hängt allerdings ein Haken an: Im April und im November schließen viele Hotels, Bergbahnen und Restaurants für die Revision, und auch Anfang Mai läuft noch nicht alles wieder – du wohnst dann zwar billig, findest aber weniger vor. Prüfe deshalb vor der Buchung nicht nur die Zimmerrate, sondern auch die Betriebszeiten der Bahnen.

Zwei praktische Punkte zum Schluss. Erstens geben viele Unterkünfte in Zell am See-Kaprun im Sommer eine Gästekarte aus, mit der Bergbahnen, Schifffahrt, Strandbäder und Regionalbusse abgedeckt sind; das verändert die Rechnung für einen Wochenaufenthalt erheblich, ist aber nicht bei jedem Betrieb dabei – frag konkret nach. Zweitens ist die Innenstadt teilweise Fußgängerzone, und nicht jedes Altstadthotel hat eigene Stellplätze. Kläre die Parksituation vor der Anreise, sonst landest du mit vollem Kofferraum in einer Ladezone, in der du nicht stehen darfst.

Hotels in Zell am See

Alle 7 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Zell am See und was der Pinzgau auf den Teller bringt

Gegessen wird hier in drei Höhenlagen – am Wasser, in der Altstadt und auf der Hütte, und jede hat ihre eigenen Regeln.

Am oberen Ende der Skala steht DAS VOGL, das als Haubenadresse des Ortes gilt und österreichische Küche mit deutlich mehr Aufwand betreibt, als man in einem Alpenort dieser Größe erwarten würde. Deutlich traditioneller, aber nicht weniger charaktervoll ist der Steinerwirt 1493, ein Wirtshaus in der Altstadt, dessen Hausgeschichte bis ins späte Mittelalter zurückgeht und das Klassiker der österreichischen Küche unaufgeregt auf den Tisch bringt. Wer es unkomplizierter will, ist im Kupferkessel richtig, wo italienische Küche, Pizza und Grillgerichte die Karte tragen – die verlässliche Adresse, wenn die Gruppe sich nicht einig wird.

Am Wasser wird es entspannter. Auf der Ostseite des Sees liegen mit dem Seensucht und dem Seecamp Restaurant by Rudi Eder zwei Häuser direkt am Ufer, die Pinzgauer und alpine Küche mit Seeblick verbinden und an lauen Abenden die beste Terrassenlage der Region haben. Der Weg dorthin ist Teil des Abends: mit dem Rad über den Uferweg, mit dem Ausflugsschiff über den See oder mit dem Bus um das Nordufer. Reservieren solltest du in der Hochsaison auf jeden Fall, denn genau diese Terrassen sind die ersten, die abends voll sind.

Die dritte Ebene ist die Hütte. Auf der Schmittenhöhe serviert Das Panorama Restaurant der Schmitten alpine Küche mit dem Blick, für den du hinaufgefahren bist, und auf den Almen ringsum bekommst du die einfachere Version davon. Auf dem Berg gilt in der Regel: mittags essen, nicht abends, weil die Bahnen früh schließen. Zwei Gewohnheiten helfen weiter – etwas Bargeld einstecken, weil kleinere Almen nicht überall Karten nehmen, und die Mittagszeit meiden, wenn du keine Lust auf Wartezeiten in der Selbstbedienung hast. Zwischen 11 und 12 Uhr sitzt du fast überall noch allein.

Regional heißt im Pinzgau vor allem eines: Käse, Knödel und Germteig in verschiedenen Aggregatzuständen. Kasnocken sind der Klassiker, kleine Nockerl mit kräftigem Bergkäse und gerösteten Zwiebeln, dazu Kaspressknödel in der Suppe und die Brettljause mit Speck, Käse und Kren als Nachmittagsessen auf der Alm. Süß geht es mit Bauernkrapfen und dem Salzburger Nockerl weiter, das üblicherweise für zwei Personen serviert wird und frisch aufgeschlagen entsprechend Zeit braucht. Getrunken wird Bier aus Salzburger Brauereien, und auf der Hütte gehört ein Almdudler oder ein verdünnter Most dazu.

Restaurants in Zell am See

Ausflüge & Hohe Tauern

Ausflüge ab Zell am See in den Nationalpark Hohe Tauern

Zwei der bekanntesten Naturziele Österreichs liegen von hier aus im Tagesausflug – beide allerdings nur in der schneefreien Jahreshälfte.

Altstadt und Vogtturm
Altstadt und Vogtturm

Die Großglockner Hochalpenstraße beginnt keine zehn Kilometer südlich von Zell am See in Bruck und führt über rund achtundvierzig Kilometer durch den Nationalpark Hohe Tauern nach Kärnten. Höchster Punkt der Durchfahrt ist das Hochtor auf über 2.500 Metern, das eigentliche Ziel für die meisten ist die Stichstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, von der aus du dem Großglockner und der Pasterze gegenüberstehst. Die Straße wurde in den 1930er-Jahren gebaut, ist mautpflichtig und nur in der schneefreien Zeit befahrbar, meist von Frühling bis Spätherbst, dazu mit nächtlicher Sperre. Plane einen ganzen Tag und prüfe die Öffnung am Morgen der Fahrt.

Nach Westen führt der zweite große Ausflug zu den Krimmler Wasserfällen, die mit rund 380 Metern Gesamtfallhöhe in drei Stufen zu den höchsten Wasserfällen Europas zählen. Ein Steig führt in Serpentinen an den Fällen entlang nach oben, mit Kanzeln, von denen aus dich die Gischt erreicht – für den Aufstieg zur obersten Stufe und zurück solltest du mehrere Stunden einplanen, für die unteren Aussichtspunkte reicht deutlich weniger. Am eindrucksvollsten sind die Fälle im Frühsommer, wenn die Schneeschmelze den Wasserstand nach oben treibt. Ohne Auto kommst du mit der Pinzgauer Lokalbahn hin, der Schmalspurbahn, die ab Zell am See durch das Salzachtal nach Krimml fährt.

Deutlich näher liegen die Nachbarorte im Pinzgau und Pongau. Saalbach-Hinterglemm ist im Winter ein Skiriese und im Sommer ein Bikerevier, Bad Gastein zieht mit seiner Kaiserzeit-Architektur am Wasserfall und seinen Thermen an, und bei Werfen im Salzachtal liegt die Eisriesenwelt, eine der größten Eishöhlen der Welt, die im Sommerhalbjahr mit Führungen zugänglich ist. Alle drei sind ab Zell am See als Tagesziel machbar, Bad Gastein und Werfen auch bequem mit der Bahn. Salzburg selbst erreichst du in gut anderthalb Stunden und kannst dem Bergurlaub damit einen kompletten Stadttag zwischenschalten.

Für Radfahrer gibt es eine eigene Variante. Durch das Salzachtal verläuft der Tauernradweg, der bei den Krimmler Wasserfällen beginnt und flussabwärts über Zell am See hinaus bis Salzburg führt – überwiegend flach, gut ausgeschildert und in Etappen zu fahren, weil die Pinzgauer Lokalbahn und die Züge im Salzachtal Räder mitnehmen. Damit lässt sich der Tag beliebig zuschneiden: eine Etappe fahren, mit dem Zug zurück, am nächsten Tag eine andere. Das ist die entspannteste Art, den Pinzgau kennenzulernen, ohne jeden Abend die Unterkunft zu wechseln.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Zell am See und unterwegs ohne eigenes Auto

Von München bis an den Zeller See ist es kürzer, als viele glauben, und der Bahnhof liegt keine fünf Gehminuten vom Wasser entfernt.

Mit dem Auto führt der Weg aus Deutschland über Salzburg auf die Tauernautobahn A10 und ab Bischofshofen auf die Bundesstraße durch das Salzachtal über St. Johann, Taxenbach und Bruck. Aus Salzburg sind es rund fünfundachtzig Kilometer, aus München etwa das Doppelte. Für die österreichischen Autobahnen brauchst du eine Vignette; die zusätzliche Streckenmaut im Tauern- und Katschbergtunnel fällt für Zell am See nicht an, weil du vorher abfährst. Aus Tirol kommst du entweder über Wörgl und Mittersill oder über den mautpflichtigen Gerlospass, der zugleich die schönere Variante ist und direkt an den Krimmler Wasserfällen vorbeiführt.

Ohne Auto funktioniert die Anreise mindestens genauso gut. Zell am See liegt an der Bahnstrecke zwischen Salzburg und Innsbruck, es gibt durchgehende Verbindungen aus beiden Richtungen, und aus Salzburg dauert die Fahrt etwa anderthalb Stunden. Aus Deutschland steigst du in der Regel in Salzburg oder in Wörgl um, aus dem Westen kommend teilweise auch in Innsbruck. Der Bahnhof liegt mitten im Ort, wenige Minuten von der Fußgängerzone und vom Seeufer entfernt – das ist einer der wenigen Alpenorte, in denen die Bahn tatsächlich bequemer ist als das eigene Auto.

Der nächstgelegene Flughafen ist Salzburg, von dort geht es per Zug oder Mietwagen weiter. München und Innsbruck sind die Alternativen, beide mit längerer Weiterfahrt, dafür oft mit mehr Auswahl an Verbindungen. Wer im Winter mit dem Mietwagen kommt, sollte an Winterreifenpflicht und Schneeketten denken, gerade wenn die Unterkunft oben in Schmitten oder auf einem der Hänge über dem See liegt – die Zufahrten sind kurz, aber steil, und bei Neuschnee ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterbereifung sehr schnell sehr deutlich.

Vor Ort brauchst du das Auto meist gar nicht. Der Ortskern ist zu Fuß erledigt, Regionalbusse verbinden Zell am See mit Kaprun, Bruck und den Talstationen, im Winter fährt zusätzlich der Skibus zwischen den Skibergen, und die Pinzgauer Lokalbahn erschließt das Salzachtal nach Westen. Dazu kommen die Ausflugsschiffe über den See und ein durchgehender Uferradweg. Damit steht das Auto im Sommer problemlos eine ganze Woche in der Garage; nur für die Großglockner-Straße mietest du im Zweifel einen Tag lang eines dazu.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Zell am See – und welches zu dir passt

Altstadt / ZentrumAltstadt / ZentrumDer historische Kern zwischen Stadtplatz, Kirchgasse und Esplanade ist klein, komplett zu Fuß erledigt und trägt mit der romanischen Pfarrkirche St. Hippolyt und dem Vogtturm die ältesten Bauten des Ortes. Hier liegen auch die meisten Hotels, Restaurants und die Anlegestelle der Ausflugsschiffe.Ideal für: Erste Basis am See1–2 TageThumersbachThumersbachAm Ostufer gegenüber dem Ortszentrum liegt der ruhigste Teil von Zell am See, mit dem klassischen Blick zurück auf Ort, Schmittenhöhe und Kitzsteinhorn. Ein paar Hotels und Seerestaurants stehen direkt am Wasser, dazu Liegewiesen, der Uferweg und ein Anleger der Schifffahrt.Ideal für: Ruhe mit Seeblick½–1 TagSchüttdorfSchüttdorfDer südliche Ortsteil schiebt sich zwischen das flache Seeende und den Talboden Richtung Kaprun. Hier steht die Talstation der Areitbahn ins Skigebiet der Schmitten, hier beginnt der ebene Radweg durchs Zellermoos, und die Apartmenthäuser machen den Ortsteil zur praktischen Adresse für Familien.Ideal für: Ski & Familien1 TagSchmittenSchmittenDie Hanglage westlich über dem Ort führt hinauf zum Hausberg und ist der höchstgelegene Ortsteil von Zell am See. Wer hier wohnt, ist morgens als Erster am Lift und abends über dem Talnebel, muss für den Weg ins Zentrum aber Bus, Auto oder eine ordentliche Steigung einkalkulieren.Ideal für: Skifahrer & Wanderer1 TagErlbergErlbergAm Ostufer bei Thumersbach liegt Erlberg, ein ruhiger Wohnbereich mit eigenem Strandbad und dem Blick zurück auf Ort und Schmittenhöhe. Landhotels wie Der Erlhof stehen hier, dazu Ferienwohnungen im Grünen – ins Zentrum kommst du per Rad, Bus oder Schiff.Ideal für: Ruhige Seelage½ TagBruckberg / ZellermoosBruckberg / ZellermoosSüdwestlich des Sees öffnet sich der flache Talboden Richtung Bruck und Kaprun. Im Zellermoos liegen die Golfplätze der Region, dazwischen Wiesen, Moorflächen und ein ebener Radweg – die stillste Ecke der Gemeinde und der schnellste Weg an den Fuß des Kitzsteinhorns.Ideal für: Golf & Radfahren½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Zell am See im Jahreslauf

Zell am See hat zwei Hochsaisons und dazwischen zwei sehr stille Phasen, in denen die Bergbahnen zur Revision abschalten.

Der Ort liegt auf 750 Metern in einem Talkessel, in dem sich die Luft im Sommer verlässlich staut und im Winter der Kaltluftsee bleibt. Praktisch bedeutet das milde, badetaugliche Hochsommer mit ausgeprägter Gewitterneigung am Nachmittag, kalte und schneesichere Winter im Tal und zwei Zwischenzeiten, in denen das Wetter zwar oft angenehm ist, aber Bahnen, Hotels und Restaurants reihenweise geschlossen haben. Entscheidender als die Temperatur ist deshalb die Frage, ob die Anlagen laufen, die du für deinen Urlaub brauchst.

Jan2°-7°Skihochsaison, kurze Tage
Feb4°-6°schneesicherster Monat, mehr Licht
Mär9°-3°Firnschnee und Sonnenterrassen
Apr13°1°Zwischensaison, vieles geschlossen
Mai18°5°Wasserfälle in Hochform, nicht alle Bahnen offen
Jun21°9°Bergbahnen offen, See noch frisch
Jul23°11°Badesaison, Gewitter am Nachmittag
Aug22°11°wärmstes Seewasser, volle Strandbäder
Sep18°7°klare Fernsicht, ruhige Wege
Okt13°3°Herbstfarben, Glocknerstraße bald zu
Nov6°-2°stillster Monat der Region
Dez2°-6°Advent am Stadtplatz, Saisonstart

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Zell am See sind Juni, September und – für den Winter – der Februar. Im Juni laufen alle Bergbahnen wieder, die Wanderwege sind frei, die Wiesen stehen in Blüte und die Preise sind noch moderat; zum Baden ist der See allerdings frühestens Ende des Monats warm genug. Der September liefert die klarste Fernsicht des Jahres, leere Wege und den Bauernherbst in den Dörfern, verlangt aber Verzicht aufs lange Baden. Juli und August sind die wärmsten und vollsten Wochen, mit dem besten Seewasser und den meisten Nachmittagsgewittern. Im Winter bietet der Februar die sicherste Schneelage bei bereits spürbar längeren Tagen. April und November sind die Monate, in denen der Ort seine Anlagen wartet – und auch Anfang Mai fahren noch nicht alle Bahnen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Zell am See

Wie weit ist es von Zell am See zum Kitzsteinhorn?
Die Talstationen der Gletscherbahnen liegen bei Kaprun, wenige Kilometer südlich von Zell am See, und sind mit Regionalbus, Auto oder im Sommer sogar per Rad über den flachen Weg durchs Zellermoos erreichbar. Rechne trotzdem mit einem ganzen Tag, weil zur Fahrzeit die Auffahrt in mehreren Sektionen und die Zeit oben dazukommen.
Kann man im Zeller See wirklich baden?
Ja. Der See liegt in einem geschützten Talkessel, ist verhältnismäßig klein und erwärmt sich im Hochsommer auf über zwanzig Grad. Strandbäder gibt es an beiden Ufern, dazu freie Uferabschnitte. Im Juni und ab September ist es dagegen deutlich frischer, und unterhalb der obersten Meter bleibt das Wasser ganzjährig kalt – der See ist in der Mitte über sechzig Meter tief.
Lohnt sich die Schmittenhöhe auch ohne lange Wanderung?
Durchaus. Die Seilbahn bringt dich ohne eigenen Höhenmeter auf 1.965 Meter, oben gibt es Aussichtsterrassen, ein Panoramarestaurant, die kleine Elisabethkapelle und kurze Rundwege über das Gipfelplateau, die in einer halben bis ganzen Stunde zu schaffen sind. Für den Rundblick über den See und die Hohen Tauern reicht das vollkommen aus.
Braucht man in Zell am See ein Auto?
Für Ort, See, Schmittenhöhe und Kaprun nicht. Der Bahnhof liegt zentral, Regionalbusse und im Winter der Skibus verbinden die Ortsteile und Talstationen, dazu kommen Ausflugsschiffe und der Uferradweg. Ein Auto oder eine geführte Tour brauchst du praktisch nur für die Großglockner Hochalpenstraße und für flexible Ausflüge abseits der Bahnstrecke.
Wann ist die Großglockner Hochalpenstraße geöffnet?
Nur in der schneefreien Jahreshälfte, üblicherweise vom Frühling bis in den Spätherbst, und auch dann mit nächtlicher Sperre und Maut. Der genaue Öffnungstermin hängt jedes Jahr von der Schneelage ab, und einzelne Abschnitte können bei Wettereinbrüchen kurzfristig gesperrt sein. Prüfe die aktuelle Lage am Morgen der Fahrt, bevor du die knapp fünfzig Kilometer anfährst.
Was bringt die Gästekarte in Zell am See-Kaprun?
Viele Unterkünfte geben im Sommer eine Gästekarte aus, mit der Bergbahnen, Schifffahrt, Strandbäder und Regionalbusse abgedeckt sind. Bei einem Wochenaufenthalt verändert das die Urlaubskasse deutlich. Sie ist allerdings nicht bei jedem Betrieb und nicht ganzjährig dabei, deshalb solltest du vor der Buchung konkret nachfragen, statt sie einzuplanen.
Ist Zell am See mit Kindern eine gute Idee?
Sehr. Der Uferweg um den See ist flach und kinderwagentauglich, die Strandbäder haben Liegewiesen und flache Einstiege, Tretboot und Ausflugsschiff füllen jeweils einen Nachmittag. Am Berg gibt es kurze Rundwege am Gipfelplateau, und die Sigmund-Thun-Klamm bei Kaprun mit ihren Holzstegen über dem Wasser funktioniert auch dann, wenn oben am Berg die Wolken hängen.
Wo hat man den schönsten Blick auf Zell am See?
Vom Ostufer bei Thumersbach, wo Ort, Schmittenhöhe und bei klarer Luft das Kitzsteinhorn in einer Linie stehen – das ist die klassische Ansicht. Der zweite Punkt ist das Gipfelplateau der Schmittenhöhe mit dem Blick senkrecht hinunter auf den See. Der dritte ist das Ausflugsschiff, weil sich die Kulisse dort während der Fahrt permanent verschiebt.
Was isst man im Pinzgau typischerweise?
Kasnocken sind der Klassiker, kleine Nockerl mit kräftigem Bergkäse und gerösteten Zwiebeln. Dazu Kaspressknödel in der Rindsuppe, die Brettljause mit Speck, Käse und Kren als Almjause und Bauernkrapfen als Süßspeise. Als Dessert im Tal kommt das Salzburger Nockerl auf den Tisch, das üblicherweise für zwei Personen serviert wird und entsprechend Zeit braucht.
Wie lange dauert die Zugfahrt von Salzburg nach Zell am See?
Etwa anderthalb Stunden auf der Strecke zwischen Salzburg und Innsbruck, ohne Umstieg. Aus Deutschland steigst du in der Regel in Salzburg oder in Wörgl um. Der Bahnhof von Zell am See liegt mitten im Ort, wenige Gehminuten von Fußgängerzone und Seeufer, sodass du bei zentraler Unterkunft zu Fuß weiterkommst; nach Thumersbach, Erlberg, Schüttdorf oder Schmitten nimmst du Bus, Taxi oder im Sommer das Schiff.
Kann man am Kitzsteinhorn im Sommer Ski fahren?
Im Hochsommer nicht mehr. Die Gletscherskisaison beginnt dort üblicherweise im Herbst und reicht bis ins Frühjahr, danach bleiben die Pisten geschlossen. Wer im Juli oder August hinauffährt, kommt wegen der Gipfelwelt 3000 mit ihren Plattformen, dem Stollen und dem Blick auf den Großglockner – Skifahren gehört in diesen Wochen nicht zum Programm.
Wie voll ist Zell am See im Hochsommer?
Juli und August sind die vollsten Wochen des Jahres, mit sehr internationalem Publikum an der Esplanade und gut besetzten Strandbädern ab der Mittagszeit. Entzerren lässt sich das leicht: früh am Morgen oder am späten Nachmittag ans Wasser, für den Bergtag die erste Bahn nehmen und zum Essen ans ruhigere Ostufer nach Thumersbach ausweichen.
Was macht man in Zell am See bei Regen?
Das Stadtmuseum im Vogtturm füllt einen Vormittag, die große Thermenanlage bei Kaprun einen ganzen Tag. Der Panoramastollen am Kitzsteinhorn liegt im Berg und funktioniert auch bei schlechter Sicht, sofern die Bahnen fahren. Die Sigmund-Thun-Klamm ist bei Regen besonders eindrucksvoll, dann aber ausgesprochen rutschig – feste Schuhe sind dort keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.

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Zell am SeeVom Ostufer bei Thumersbach aus staffelt sich alles in einem einzigen Blick: das stille Wasser des Zeller Sees, dahinter der Ort und der 1.965 Meter hohe Hausberg, weiter links das Eis des Kitzsteinhorns über dem Talschluss.

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