Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Zell am See
Der Ortskern lässt sich in zwanzig Gehminuten durchqueren – alles Weitere hängt an einer Seilbahn oder liegt am Ufer.
Die Esplanade ist der Bezugspunkt für alles andere. Die Uferpromenade zieht sich von der Höhe des Ortszentrums nach Norden am Wasser entlang, mit Bänken, Baumreihen, den Anlegestellen der Ausflugsschiffe und dem Blick, für den die meisten überhaupt herkommen: über den See hinweg nach Thumersbach, dahinter die Bergketten, im Süden das Kitzsteinhorn. Auf einer eigenen kleinen Landzunge steht das Grand Hotel, 1896 als Kurhaus der beginnenden Sommerfrische errichtet und bis heute das Gebäude, an dem sich die Silhouette des Ortes festmacht. Am schönsten ist der Abschnitt am frühen Morgen, wenn der See spiegelt und die Promenade noch fast leer ist.
Zwei Gassen landeinwärts beginnt die Altstadt, ein kompakter Kern aus Fußgängerzone, Stadtplatz und Kirchgasse. Ihr ältestes Stück ist die Pfarrkirche St. Hippolyt mit romanischem Kern aus dem 12. Jahrhundert, einem wuchtigen Turm und einer spätgotischen Westempore im Inneren – ein sehr stiller Raum, keine hundert Schritte von den Schanigärten entfernt. Gleich daneben steht der Vogtturm, einer der ältesten Bauten des Ortes und heute Sitz des Stadtmuseums, das Bergbau, Bauernleben, Trachten und die Anfänge des Wintersports im Pinzgau zusammenträgt. Für beides zusammen reicht ein Vormittag, und bei Regen ist es der naheliegendste Plan.
Der See selbst ist die dritte Sehenswürdigkeit, und er lässt sich auf drei Arten erleben. Zu Fuß oder mit dem Rad auf dem Uferweg, der als flache Runde einmal um das Wasser führt und dabei ständig die Perspektive auf Ort und Berge wechselt. Vom Wasser aus mit den Ausflugsschiffen, die ab der Anlegestelle an der Esplanade ablegen und unterwegs auch am Ostufer halten – eine Rundfahrt dauert deutlich weniger als einen Vormittag und ist die entspannteste Art, sich zu orientieren. Und schließlich von einem der Strandbäder aus, etwa dem Strandbad Erlberg, wo Liegewiese, Steg und Bergpanorama direkt zusammenkommen.
Die eigentlichen Höhepunkte liegen aber oben. Die Schmittenhöhe im Westen ist mit 1.965 Metern der Hausberg, per Seilbahn erreichbar und mit einem Rundblick ausgestattet, der bei klarer Luft weit in die Hohen Tauern reicht. Im Süden, über Kaprun, endet die Gletscherbahn am Kitzsteinhorn auf über 3.000 Metern, wo Aussichtsplattformen, ein Stollen und ewiges Eis auch Nichtskifahrer beschäftigen. Beides sind Ganztagesziele, beides ist wetterabhängig, und beides gehört zu den Sehenswürdigkeiten von Zell am See dazu – wer nur den Ort abhakt, hat die Hälfte gesehen.
















