Wer mit der Schmittenhöhenbahn aus Zell am See aufsteigt, tauscht das Seeufer gegen Gipfelluft – und landet früher oder später im Panorama Restaurant der Schmitten. Der Blick, der sich hier oben auftut, gehört zu den eindrucksvollsten des Salzburger Landes: Der Zeller See glitzert tief unten im Tal, die Gletscher des Kitzsteinhorns leuchten im Hintergrund, und rund um den Tisch liegt das stille Panorama der Zentralalpen. Doch das Restaurant wäre nur eine schöne Aussichtsplattform, käme die Küche nicht mit echter Substanz daher.
Auf der Speisekarte begegnen sich österreichische Klassiker und alpine Hausmannskost mit dem unkomplizierten Charme einer Berghütte auf gehobenem Niveau. Ein dampfendes Wiener Schnitzel, knusprig und buttergelb, landet auf dem Tisch – begleitet von Preiselbeeren und einem Kartoffelsalat, wie man ihn in dieser Form kaum in der Talstation findet. Wer lieber etwas Leichteres möchte, greift zur knusprigen Bergpizza, die aus dem Steinofen kommt und den Hunger nach einem langen Wandertag stillt, ohne zu beschweren. Die Alpenküche zeigt sich hier in ihrer ehrlichsten Form: bodenständig, saisonal gedacht und mit Zutaten, die man in dieser Höhe zu schätzen weiß.
Das Ambiente verbindet das Rustikale mit dem Luftigen. Holzvertäfelung, warme Farben und große Fensterfronten schaffen eine Atmosphäre, in der man nach einem Skitag oder einer Sommerwanderung auf der Schmittenhöhe gleichzeitig ankommen und aufatmen kann. Die Terrasse ist bei gutem Wetter der eigentliche Höhepunkt – Mittagssonne über dem Zeller See, ein Glas Weißwein in der Hand, und das leise Rauschen des Bergwinds. Für Familien, Paare und Wandergruppen gleichermaßen geeignet, ohne dass eine Gruppe die andere verdrängt.
Das Panorama Restaurant der Schmitten ist kein Ort für ein schnelles Mittagessen zwischen zwei Liftfahrten – auch wenn das durchaus möglich ist. Es ist ein Ort, an dem man innehalten sollte. Die Kombination aus Zell am See, dem Gipfelerlebnis der Schmittenhöhe und einer Küche, die weder überkandidelt noch beliebig ist, macht diesen Stopp zu einem echten Argument für den Aufstieg.