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Zoom 4 / 5Stadt · in Salzburgerland

◆ STADT · SALZBURGERLAND

Werfen.
wo eine Trutzburg den Talgrund bewacht und über ihr das größte Eishöhlensystem der Welt schläft

Werfen ist ein Ort, der seine Größe nach oben staffelt. Im Tal liegt ein stiller Marktflecken an der Salzach, mit einer barocken Pfarrkirche und Gasthäusern, deren Wirtschaften noch unter Kreuzgewölben stehen. Darüber, auf einem nackten Felskegel, thront die Burg Hohenwerfen – seit über 900 Jahren das Bollwerk, das das enge Salzachtal kontrolliert. Und ganz oben, in den Wänden des Tennengebirges, öffnet sich die Eisriesenwelt: mit rund 42 Kilometern erforschter Gänge die größte Eishöhle der Erde, in der sich Wasser über Jahrtausende zu Domen und Eiswänden gefroren hat. Wer von Salzburg eine Stunde nach Süden fährt, findet hier zwei Naturwunder und eine Falknerei – und ein Dorf, das gelassen damit umgeht, im Schatten von Giganten zu liegen.

Werfen.

Eine Burg, eine Höhle und ein Dorf, das gelernt hat, zwischen seinen beiden Wundern zu leben

Die Geschichte Werfens ist die seiner Lage. Wo sich das Salzachtal zwischen Tennengebirge und Hagengebirge zur Engstelle verjüngt, war von jeher ein Riegel zu kontrollieren – und genau hier ließen die Salzburger Erzbischöfe ab 1075 die Burg Hohenwerfen errichten. Sie diente als Sperrfeste, als Staatsgefängnis, als Jagdschloss und schließlich, nach einem Brand und sorgfältigem Wiederaufbau, als das, was sie heute ist: eine der am besten erhaltenen Wehranlagen Österreichs. Im historischen Landesfalkenhof steigen Adler, Geier und Falken zur Flugschau auf und ziehen ihre Kreise vor der Kulisse der Berchtesgadener Alpen.

Doch das eigentliche Weltwunder liegt höher. 1879 erkundete der Salzburger Naturforscher Anton Posselt als Erster ein Stück der Eisriesenwelt; systematisch erforscht wurde sie ab 1912 durch Alexander von Mörk, dessen Urne bis heute in einer Nische der Höhle ruht. Seit 1920 ist ein Teil für Besucher zugänglich. Die Anreise allein ist ein Erlebnis: eine kurvige Bergstraße, ein Fußweg, dann eine der steilsten Seilbahnen des Landes, ein weiterer Anstieg – und schließlich, hinter einer schweren Tür, der Schlag eiskalter Luft und das Karbidlicht auf gefrorenen Wasserfällen.

Unten im Markt geht es leiser zu. Der Platz mit seinem Marienbrunnen, die Pfarrkirche, ein paar Wirtshäuser – mehr braucht Werfen nicht, um seine rund dreitausend Einwohner zu beherbergen und die Tagesgäste zu verpflegen, die zwischen Höhle und Burg pendeln. travelperfect rät, beide Ziele nicht in dieselben drei Stunden zu zwängen: Die Eisriesenwelt füllt einen halben Tag, die Burg mit Flugschau einen weiteren – und der Abend gehört dem Gasthaus unter der Felswand, wenn die Burg über dem Ort angestrahlt wird.

Werfen

01 · Auf einen Blick

Gut zu wissen.

Lage
Pongau, Salzburger Land, im engen Salzachtal rund 40 km südlich von Salzburg
Anreise mit dem Auto
Über die Tauernautobahn A10, Abfahrt Werfen/Pongau; Parkplätze am Markt und an der Talstation der Eisriesenwelt
Mit dem Zug
Bahnhof Werfen an der Salzburg-Tiroler-Bahn; ab Salzburg Hbf ca. 40–50 Min. mit der Regionalbahn
Nächster Flughafen
Salzburg Airport (SZG) rund 50 km nördlich
Beste Reisezeit
Eisriesenwelt-Saison meist Mai bis Oktober; die Höhle bleibt ganzjährig eiskalt
Vor Ort unterwegs
Zur Eisriesenwelt verkehrt im Sommer ein Shuttlebus ab Bahnhof/Markt; sonst Auto bis zur Talstation
Sprache & Zahlung
Deutsch (Pongauer Dialekt); Euro, Kartenzahlung üblich, an der Höhle Bargeld empfohlen
Wichtigster Tipp
Für die Eisriesenwelt feste Schuhe und warme Kleidung – in der Höhle herrschen auch im Hochsommer Temperaturen um den Gefrierpunkt

· Entdecken & Buchen

Was es zu buchen gibt.

4
Sehenswürdigkeiten
Burg, Höhle & Falknerei →
🛏
4
Hotels
Gasthof bis Wellnesshaus →
🍽
4
Restaurants
Wirtshaus bis Pongauer Küche →
3
Aktivitäten
Höhlentour & Wanderungen →

03 · Wann

Wann nach Werfen reisen und warum die Eisriesenwelt den Reisekalender bestimmt

Werfen liegt auf rund 540 Metern im Salzachtal, die Eisriesenwelt selbst auf über 1.600 Metern Höhe. Das macht die Saison kurz und klar: Die Höhle öffnet meist von Mai bis Oktober, in den Wintermonaten ist die Anlage geschlossen. Im Tal bestimmt das alpine Klima den Rhythmus – warme, gewittrige Sommer, goldene Herbsttage und schneereiche Winter, in denen vor allem die angestrahlte Burg über dem stillen Ort wacht.

FrühlingApril – MaiDie Eisriesenwelt nimmt meist im Mai den Betrieb auf, die Burg öffnet im April. Tal grün und blühend, die Berge oft noch mit Schneeresten. Angenehm kühl, wenige Gäste – ideal für einen ruhigen Saisonstart.Saisonbeginn, ruhige Burgbesuche
SommerJuni – AugustHauptsaison: warme Tage um 22–28 °C im Tal, dazu Nachmittagsgewitter. Beide Attraktionen in vollem Betrieb, dafür mehr Andrang an Höhle und Seilbahn – früh anreisen lohnt sich. In der Höhle bleibt es eisig.Höhle & Burg, Wandern, Falknerei
HerbstSeptember – OktoberDie schönste Zeit: klare Luft, golden gefärbte Lärchen, oft noch milde 15–20 °C und deutlich weniger Besucher. Die Eisriesenwelt läuft meist bis Ende Oktober, dann endet die Saison.Beste Reisezeit – Farben, Ruhe, klare Sicht
WinterNovember – MärzDie Eisriesenwelt ist geschlossen, der Ort verschneit und still. Burg und Höhle pausieren weitgehend; gefragt ist die Umgebung mit Skigebieten im Pongau. Für Werfen selbst die ruhigste Zeit.Stille Wintertage, Skifahren im Pongau

04 · Häufige Fragen

Was Reisende am häufigsten fragen.

Kann man Eisriesenwelt und Burg Hohenwerfen an einem Tag besuchen?

Ja, aber es wird ein voller Tag. Die Eisriesenwelt füllt mit Anfahrt, Seilbahn, Aufstieg und geführter Tour leicht vier bis fünf Stunden – am besten vormittags. Die Burg Hohenwerfen mit der Greifvogel-Flugschau braucht weitere zwei bis drei Stunden. Wer beide entspannt erleben will, plant lieber zwei Tage oder eine Übernachtung in Werfen ein.

Wie kalt ist es in der Eisriesenwelt?

Auch im Hochsommer herrschen in der Höhle Temperaturen um den Gefrierpunkt. Unbedingt warme Kleidung, eine Jacke und feste, rutschsichere Schuhe mitnehmen. Die Tour führt über viele Stufen durch das Eis und ist körperlich durchaus fordernd – Höhenmeter und Treppen sollte man nicht unterschätzen.

Wie komme ich ohne Auto nach Werfen?

Werfen liegt an der Salzburg-Tiroler-Bahn; ab Salzburg Hauptbahnhof erreicht man den Bahnhof Werfen mit der Regionalbahn in etwa 40 bis 50 Minuten. Im Sommer verkehrt ein Shuttlebus vom Ort zur Talstation der Eisriesenwelt, sodass auch der Aufstieg ohne eigenes Auto möglich ist.

Wann hat die Eisriesenwelt geöffnet?

Die Eisriesenwelt ist ein Saisonbetrieb und in der Regel von Mai bis Oktober geöffnet; im Winter ist die Höhle geschlossen. Die genauen Termine und Führungszeiten variieren je nach Jahr und Witterung – vor der Anreise auf der offiziellen Website prüfen, besonders am Saisonrand.

Lohnt sich Werfen als Tagesausflug von Salzburg?

Sehr. Werfen liegt nur rund 40 Kilometer südlich von Salzburg und ist per Auto in etwa 45 Minuten, per Bahn in unter einer Stunde erreichbar. Mit zwei der spektakulärsten Naturwunder Österreichs – Eishöhle und Trutzburg – ist es einer der lohnendsten Tagesausflüge ab der Mozartstadt.

Was kann man in der Umgebung von Werfen noch unternehmen?

Talaufwärts bei Sankt Johann im Pongau liegt die eindrucksvolle Liechtensteinklamm, eine der tiefsten Schluchten der Alpen. Richtung Salzburg lockt das Salzbergwerk in Hallein samt Keltenmuseum, und das gesamte Salzkammergut mit Hallstatt und Bad Ischl ist in Reichweite eines Tagesausflugs.

★ Werfen entdecken

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    travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026