Wer einmal mit dem Rad durch das Salzachtal zwischen Werfen und dem Pongau gerollt ist, versteht sofort, warum diese Etappe zu den eindrucksvollsten Flussradwegen der Ostalpen zählt. Die Tour beginnt in Werfen, einem kleinen Marktort, über dem die mittelalterliche Burg Hohenwerfen thront — ein Anblick, der sich schon in den ersten Minuten der Fahrt unvergesslich ins Gedächtnis brennt. Der Fels, die Burg, der Fluss: Alles liegt hier in einer räumlichen Enge zusammen, die man so selten findet. Der Salzach-Radweg folgt dem Flusslauf auf gut ausgebauten Wegen, meist abseits des Autoverkehrs. Das Tal öffnet und verengt sich im Wechsel, die Salzach glitzert mal ruhig und breit, mal tost sie durch enge Felspassagen. Wer früh morgens startet, erlebt das Licht, wie es die Kalkwände des Tennengebirges von Osten her trifft — ein Schauspiel, das kein Filter braucht. Auf der Strecke passiert man Bischofshofen, bekannt aus dem Skispringen, und fährt durch Obstgärten und Aulandschaften, die im Frühling blühen und im Herbst in warmen Gelbtönen leuchten. Die Etappe ist technisch wenig anspruchsvoll: Der Weg verläuft überwiegend flach bis leicht ansteigend dem Fluss entlang, was ihn auch für Familien mit älteren Kindern oder für Radfahrer geeignet macht, die lieber die Landschaft genießen als Höhenmeter sammeln. Wer ein E-Bike dabei hat, kann die Strecke noch entspannter angehen und auch spontane Umwege in Seitentäler einplanen. Auf dem Rückweg empfiehlt sich ein Stopp in Werfen selbst: Die Eisriesenwelt, das größte Eishöhlensystem der Welt, liegt nur wenige Kilometer entfernt und lässt sich gut mit der Radtour kombinieren. Praktisch ist, dass der Salzach-Radweg gut beschildert und lückenlos ausgebaut ist. Rastmöglichkeiten, Gasthöfe und kleine Bäckereien finden sich entlang der Strecke. Die Streckenführung ermöglicht flexible Einstiegspunkte, sodass die Etappe je nach Kondition und Zeit individuell angepasst werden kann.
Eine Radtour entlang der Salzach bei Werfen ist ein ruhiges, sinnliches Erlebnis: der Blick auf Burg Hohenwerfen, das Rauschen des Flusses, die Kalkfelsen des Tennengebirges im Morgenlicht. Die Strecke verbindet Naturgenuss mit kulturellen Highlights und lässt sich flexibel an das eigene Tempo anpassen.
