Wer das Salzachtal von Werfen aus in Richtung der umliegenden Berghänge erkundet, stößt auf Pfarrwerfen – einen Ortsteil, der das ländliche Salzburger Land in seiner unverfälschten Form zeigt. Keine Touristenmassen, keine überfüllten Parkplätze, stattdessen: Bauernhöfe mit frisch gestrichenen Holzzäunen, das leise Rauschen der Salzach und ein Panorama, das von markanten Felsgipfeln gerahmt wird. Der Charakter von Pfarrwerfen ist durch seine Lage geprägt. Als eigenständiger Gemeindeteil von Werfen liegt er eingebettet in eine Landschaft, die im Sommer saftig grün leuchtet und im Winter unter einer gleichmäßigen Schneedecke zur Ruhe kommt. Die Nähe zur Burg Hohenwerfen – einem der eindrucksvollsten mittelalterlichen Bauwerke des Salzburger Landes – macht den Ort zum idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in die Geschichte der Region. Von Pfarrwerfen aus ist das Burgplateau gut zu erreichen, und wer früh aufbricht, erlebt die Festung im ersten Morgenlicht, bevor die Besuchergruppen eintreffen. Auch die Eisriesenwelt, eine der größten zugänglichen Eishöhlen der Welt, liegt in unmittelbarer Reichweite. Der Aufstieg vom Tal aus führt durch Waldabschnitte und eröffnet immer wieder Ausblicke auf das Salzachtal, das sich tief unten zwischen den Bergflanken erstreckt. Pfarrwerfen ist damit kein Ziel für sich allein, sondern ein ruhiger Anker in einer Region voller Entdeckungsmöglichkeiten. Die Atmosphäre des Ortsteils ist von echter Alltagskultur geprägt: Landwirtschaft spielt noch eine sichtbare Rolle, und die Begegnungen mit Einheimischen sind unkompliziert und herzlich. Wer in einem der lokalen Gasthäuser oder auf einem der umliegenden Bauernhöfe übernachtet, bekommt ein Bild vom Salzburger Landleben, das weit entfernt ist von den Postkartenmotiven der Festspielstadt. Genau das macht Pfarrwerfen für Reisende interessant, die Tiefe suchen statt Hochglanz.
