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Moët & Chandon
Das größte Champagnerhaus der Welt mit dem Standbild des Dom Pérignon davor und rund 28 Kilometern Kreidekellern, die sich bei einer Führung erkunden lassen.
◆ STADTVIERTEL · ÉPERNAY
Was wie eine ruhige, baumbestandene Wohnstraße wirkt, ist in Wahrheit die berühmteste Adresse des Champagners. Entlang der Avenue de Champagne reihen sich die herrschaftlichen Stadtpaläste der großen Häuser – Moët & Chandon mit dem Standbild des Dom Pérignon davor, das elegante Perrier-Jouët, das familiengeführte Pol Roger und, am westlichen Ende, das neugotische De Castellane mit seinem Turm. Der eigentliche Reichtum aber liegt darunter: kilometerlange Kreidekeller, in denen Millionen Flaschen reifen. 2015 erklärte die UNESCO die Allee samt Häusern und Kellern zum Welterbe.
Die Avenue de Champagne entstand im 19. Jahrhundert, als der Champagner zum Weltgeschäft wurde und die Häuser ihren Wohlstand in repräsentativen Stadtpalästen zur Schau stellten. Hinter den klassizistischen und historistischen Fassaden verbergen sich nicht nur Empfangssäle und Büros, sondern vor allem die Zugänge zu den Kellern: Allein unter Moët & Chandon ziehen sich rund 28 Kilometer Galerien dahin, in denen die Flaschen bei konstanter Kühle in der Kreide reifen. Vor dem Haus steht das Standbild des Mönchs Dom Pérignon, der im nahen Hautvillers wirkte und zur Symbolfigur des Schaumweins wurde.
Jedes Haus hat seine eigene Handschrift. Perrier-Jouët ist für seine Art-Nouveau-Anemonen auf der Belle-Époque-Cuvée bekannt, Pol Roger – Winston Churchills Lieblingschampagner – wird bis heute familiengeführt, und De Castellane am westlichen Ende lockt mit seinem weithin sichtbaren neugotischen Turm, der bestiegen werden kann. Die meisten Maisons bieten Kellerführungen mit Verkostung an; bei Mercier, etwas abseits, fährt sogar eine kleine elektrische Bahn durch das unterirdische Netz, vorbei am berühmten Riesenfass.
Oben aber bleibt die Avenue erstaunlich ruhig. Breite Bürgersteige, alte Bäume, die zurückhaltende Pracht der Fassaden – nichts drängt sich auf. Erst im Dezember verwandelt sich die Allee zu den „Habits de Lumière“ in ein leuchtendes Fest mit Lichtprojektionen, Feuerwerk und Verkostungsständen. Den Rest des Jahres gehört sie den Spaziergängern, die zwischen zwei Führungen die berühmteste Straße des Champagners langsam abschreiten.
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Das größte Champagnerhaus der Welt mit dem Standbild des Dom Pérignon davor und rund 28 Kilometern Kreidekellern, die sich bei einer Führung erkunden lassen.
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Am westlichen Ende der Avenue: das Haus mit dem markanten neugotischen Turm, der bestiegen werden kann und einen weiten Blick über Stadt und Weinberge bietet.
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Zwei der traditionsreichsten Maisons: das familiengeführte Pol Roger – Churchills Favorit – und das für seine Art-Nouveau-Cuvée bekannte Perrier-Jouët.
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Im Dezember leuchtet die Avenue zum großen Lichterfest mit Projektionen, Feuerwerk und Verkostungsständen auf – der spektakulärste Termin im Jahr.
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Weil unter ihr Millionen Flaschen Champagner in kilometerlangen Kreidekellern reifen – ein gewaltiger Wert auf engstem Raum. Die Allee mit ihren Häusern und Kellern gehört seit 2015 zum UNESCO-Welterbe.
Moët & Chandon ist das größte und bekannteste, Mercier bietet die Fahrt mit der kleinen Kellerbahn, De Castellane lockt mit seinem Turm und Aussichtsblick. Wer Zeit hat, kombiniert ein großes Markenhaus mit einer kleineren, persönlicheren Maison.
Ja. Der Spaziergang über die Allee mit ihren Fassaden, dem Dom-Pérignon-Standbild und dem De-Castellane-Turm ist frei. Verkostungen und Kellerbesuche aber finden in den Häusern statt und werden meist gebucht.
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