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Krypten der Abtei Saint-Germain
Karolingische Gänge aus dem 9. Jahrhundert mit den ältesten erhaltenen Wandmalereien Frankreichs – nur im Rahmen einer Führung zugänglich und ein einzigartiges Zeugnis des Frühmittelalters.
◆ STADTVIERTEL · AUXERRE
Im Norden der Oberstadt, etwas abseits der belebten Kathedralengassen, liegt das ruhige Viertel um die alte Abtei Saint-Germain. Über dem Grab des heiligen Germanus erhebt sich eine Klosterkirche mit hohem Turm, und unter ihr verbergen sich die berühmten karolingischen Krypten aus dem 9. Jahrhundert – schummrige Gänge mit den ältesten erhaltenen Wandmalereien Frankreichs. Heute beherbergt das Klostergelände das Stadtmuseum, und die Gassen ringsum gehören zu den stillsten der Altstadt.
Die Geschichte dieses Viertels beginnt im 5. Jahrhundert mit Germanus von Auxerre, einem Bischof, dessen Ruf bis nach Britannien reichte. Über seinem Grab entstand eine Abtei, die im frühen Mittelalter zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum wurde. Aus karolingischer Zeit haben sich die unterirdischen Krypten erhalten – ein Labyrinth schmaler Gänge, dessen Wände mit Fresken aus dem 9. Jahrhundert bemalt sind, den ältesten erhaltenen Wandmalereien Frankreichs.
Über den Krypten wuchs im Lauf der Jahrhunderte ein ganzer Klosterkomplex: Kirche, Kreuzgang und Konventsgebäude, gekrönt von einem freistehenden romanischen Glockenturm, der die Stadtsilhouette mitprägt. Nach der Französischen Revolution diente das Gelände lange anderen Zwecken; heute beherbergt es das Musée Saint-Germain mit den archäologischen und historischen Sammlungen der Stadt.
Das Viertel ringsum ist ruhiger als das Kathedralenquartier. Hier finden sich stille Gassen, kleine Gärten und ein Tempo, das eher dem alten Klosterleben als dem Tourismus folgt. Wer den Kontrast sucht – nach dem Trubel der Oberstadt –, findet ihn hier zwischen alten Mauern und unter dem Schatten des Abteiturms.
01 · Highlights
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Karolingische Gänge aus dem 9. Jahrhundert mit den ältesten erhaltenen Wandmalereien Frankreichs – nur im Rahmen einer Führung zugänglich und ein einzigartiges Zeugnis des Frühmittelalters.
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Über den Krypten erhebt sich die ehemalige Klosterkirche mit ihrem freistehenden romanischen Turm, der die Silhouette der Stadt mitbestimmt.
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Im ehemaligen Klostergelände versammelt das Stadtmuseum archäologische Funde von der Antike bis ins Mittelalter rund um Kreuzgang und Konventsräume.
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Sie stammen aus karolingischer Zeit im 9. Jahrhundert und bewahren die ältesten erhaltenen Wandmalereien Frankreichs. Damit zählen sie zu den wichtigsten Zeugnissen frühmittelalterlicher Kunst nördlich der Alpen.
Nein, die karolingischen Krypten sind in der Regel nur im Rahmen einer Führung zugänglich, da die Fresken empfindlich sind. Die Zeiten sollte man vorab prüfen; der Zugang erfolgt über das Klostergelände mit dem Museum.
Ja. Saint-Germain ist ruhiger und klösterlicher als das belebte Kathedralenquartier und ergänzt es ideal: Die Krypten gehören zum Eindrücklichsten, was Auxerre zu bieten hat, und das Museum vertieft die Stadtgeschichte.
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