Wer in Sölden aus der Gondel der Giggijochbahn steigt, braucht einen Moment, um sich zu orientieren – nicht weil man sich verirrt hätte, sondern weil das Panorama einen kurz sprachlos macht. Das Ötztal öffnet sich in seiner ganzen Breite, die Gipfelkette des Ötztaler Hauptkamms zieht sich am Horizont entlang, und unten im Tal liegt Sölden wie ein Modell. Die Bahn selbst ist dabei mehr als ein Transportmittel: Sie ist der Schlüssel zu einem Bergerlebnis, das Sommer wie Winter funktioniert. Die Fahrt beginnt direkt im Ort Sölden. Die modernen Kabinen gleiten ruhig nach oben, vorbei an Almwiesen, Felspartien und im Winter an weißen Hängen, die für Skifahrer und Snowboarder zu den bekanntesten Pisten des Ötztals gehören. Die Bergstation auf dem Giggijoch liegt auf 2.283 Metern und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Wer lieber sitzt als geht, findet auf der Sonnenterrasse des Bergrestaurants einen der besten Aussichtsplätze im gesamten Skigebiet Sölden. Im Sommer verwandelt sich das Giggijoch in ein Wanderparadies. Die Wege führen durch alpine Landschaft, an Bachläufen entlang und zu ruhigen Aussichtspunkten, die man zu Fuß aus dem Tal kaum erreichen würde. Familien schätzen die gut ausgeschilderten Routen, Sportliche nutzen die Höhenlage als Startpunkt für anspruchsvollere Touren Richtung Seekogl oder Gaislachkogl. Im Winter ist die Giggijochbahn eine der zentralen Aufstiegsanlagen des Skigebiets Sölden, das für seine frühe Schneesicherheit und langen Saisonzeiten bekannt ist. Das Besuchserlebnis ist bewusst unkompliziert gehalten: keine langen Wartezeiten beim Einstieg in der Nebensaison, klare Beschilderung, und oben angekommen hat man sofort das Gefühl, weit weg vom Alltag zu sein – obwohl man nur wenige Minuten Gondelfahrt vom Ortszentrum entfernt ist. Wer früh startet, hat die Bergstation oft für sich allein und erlebt das Licht der Morgenstunden auf den umliegenden Gipfeln in einer Qualität, die sich kaum beschreiben lässt.
Eine ruhige Gondelfahrt von Sölden auf 2.283 Meter, gefolgt von einem weiten Bergpanorama, Wanderwegen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und der Möglichkeit zur Einkehr auf der Sonnenterrasse des Bergrestaurants. Der Aufstieg dauert nur wenige Minuten – oben fühlt es sich an wie eine andere Welt.
Die Giggijochbahn ist Teil der schrittweise gewachsenen Seilbahninfrastruktur Söldens, das sich seit den Nachkriegsjahrzehnten zu einem der bekanntesten Skigebiete der Alpen entwickelt hat. Das Ötztal wurde früh für seine Schneesicherheit und die Höhenlage seiner Skigebiete geschätzt. Die Erschließung des Giggijochs ermöglichte es, das Skigebiet Sölden weiter auszubauen und auch im Sommer Wanderer und Naturfreunde auf die Hochlagen zu bringen. Heute ist die Bahn ein fester Bestandteil des modernen Liftverbunds, der Sölden zu einem Ganzjahresziel gemacht hat.
