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La Vieille Charité
Das barocke ehemalige Hospiz von Architekt Pierre Puget mit seiner eiförmigen Kapelle beherbergt heute Museen und einen der schönsten Innenhöfe der Stadt.
◆ STADTVIERTEL · MARSEILLE
Auf dem Hügel über dem Alten Hafen liegt das älteste Viertel Marseilles, der Geburtsort der Stadt, in dem vor 2.600 Jahren das griechische Massalia entstand. Heute schlängeln sich ockerfarbene Gassen, steile Treppen und mit Street-Art bemalte Fassaden zu einem mediterranen Dorf mitten in der Großstadt zusammen.
Le Panier ist der Ursprung Marseilles. Hier landeten um 600 v. Chr. griechische Seefahrer aus Phokäa und gründeten die Kolonie Massalia. Seinen Namen, „der Korb", verdankt das Viertel einer Herberge des 17. Jahrhunderts, dem Logis du Panier, in der sich Seeleute und Händler trafen. Über die Jahrhunderte zogen vor allem italienische und korsische Einwanderer hierher und prägten die enge, vertikale Bebauung, die das Viertel bis heute auszeichnet.
Die Geschichte des Panier hat auch dunkle Kapitel: 1943 ließen die deutschen Besatzer große Teile des Viertels rund um den Alten Hafen sprengen, weil sich dort Widerstandskämpfer versteckten. Viele Gebäude wurden zerstört und Tausende Bewohner vertrieben. Umso bemerkenswerter sind die Bauten, die überlebten, etwa das Hôtel de Cabre von 1535, eines der ältesten Häuser der Stadt, das man nach dem Krieg auf Rollen versetzte und um 90 Grad drehte, um es an den neuen Straßenverlauf anzupassen.
Wer durch die Rue du Panier, die Montée des Accoules oder hinauf zur ruhigen Place des Moulins schlendert, spürt die Atmosphäre eines Dorfes: Wäscheleinen zwischen den Fassaden, Töpfereien, Seifensiedereien und kleine Ateliers. Im Zentrum thront die Vieille Charité, ein barockes ehemaliges Armenhaus von Pierre Puget, das heute Museen für Mittelmeerarchäologie und außereuropäische Kunst beherbergt.
01 · Highlights
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Das barocke ehemalige Hospiz von Architekt Pierre Puget mit seiner eiförmigen Kapelle beherbergt heute Museen und einen der schönsten Innenhöfe der Stadt.
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Der höchste Punkt des Viertels, wo einst 15 Windmühlen standen, ist heute ein stiller, baumbestandener Platz mit Dorfcharakter.
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Zwei der ältesten Bürgerhäuser Marseilles aus dem 16. Jahrhundert, das eine berühmt für seine Versetzung nach dem Krieg, das andere für seine diamantförmige Renaissance-Fassade.
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Eine der charakteristischen Treppengassen, die zur Kirche Notre-Dame-des-Accoules hinaufführt und tolle Blicke über die Dächer bietet.
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Zahlreiche Ateliers und Boutiquen, in denen Töpferwaren, Textilien und die berühmte Savon de Marseille nach alter Tradition gefertigt werden.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja, das Viertel liegt direkt nördlich des Vieux-Port. Vom Quai an der Métro-Station Vieux-Port sind es nur wenige Minuten bergauf bis in die ersten Gassen.
Die Vieille Charité mit ihren Museen, die Place des Moulins als höchsten Punkt, die alten Bürgerhäuser Hôtel de Cabre und Maison Diamantée sowie die Treppengassen mit ihrer Street-Art.
Das Viertel ist tagsüber sehr belebt und touristisch erschlossen. Wie überall in Marseille sollte man in Menschenmengen auf seine Wertsachen achten, ansonsten ist ein Spaziergang unkompliziert.
Der Name geht auf eine Herberge des 17. Jahrhunderts namens Logis du Panier zurück, einen Treffpunkt für Seeleute und Händler.
07 · In der Nähe
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