Highlight
Spiegelsaal
Die berühmte Galerie des Glaces mit siebzehn spiegelbesetzten Arkaden, in der einst der Hof flanierte und 1919 der Versailler Vertrag unterzeichnet wurde.
◆ STADTVIERTEL · VERSAILLES
Hinter dem goldenen Gitter des Ehrenhofs beginnt die Welt, für die Versailles steht: das Château mit Königskapelle, Grands Appartements und dem Spiegelsaal, dessen siebzehn Arkaden den Garten in spiegelndem Licht verdoppeln. Von der Terrasse fällt der Blick über die strenge Geometrie Le Nôtres – Bassins, Boskette und die kilometerlange Wasserachse, die im kreuzförmigen Grand Canal endet. Im Sommer tanzen hier die historischen Brunnen zu Barockmusik. Es ist das am dichtesten besuchte Areal der Stadt – und zugleich das, das den absolutistischen Traum am vollständigsten bewahrt.
Das Domaine du Château ist die Bühne, auf der Ludwig XIV. Macht inszenierte. Vom Place d'Armes führen die Tore in den Ehrenhof, vorbei am Reiterstandbild des Königs, hinauf zur Königskapelle und in die Grands Appartements, deren Decken Charles Le Brun mit Götter- und Herrschergleichnissen füllte. Höhepunkt ist der Spiegelsaal: 73 Meter lang, mit siebzehn spiegelbesetzten Arkaden, die den Garten und das Licht des Nachmittags vervielfachen. Hier wurde 1919 der Versailler Vertrag unterzeichnet.
Vor dem Schloss übersetzt André Le Nôtre die Idee absoluter Ordnung in Landschaft. Die große Wasserachse zieht vom Bassin de Latone über den Apollobrunnen bis zum kreuzförmigen Grand Canal, an dem man im Sommer rudern kann. Zwischen den Bosketten verbergen sich geheime Heckensäle, Fontänen und Marmorgruppen. An Veranstaltungstagen erwachen die historischen Brunnen zu den Grandes Eaux – ein hydraulisches Schauspiel, das schon den Hof staunen ließ.
Weil das Areal weitläufig ist, lohnt sich ein Plan: Schloss früh oder spät, dann der lange Weg durch den Garten Richtung Großem Kanal, von dem aus die Trianons in Reichweite liegen. Bummelzug, Leihrad und Boot verkürzen die Distanzen. Wer kann, übernachtet im Le Grand Contrôle direkt im Areal und hat den Park nach Schließung fast für sich.
01 · Highlights
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Die berühmte Galerie des Glaces mit siebzehn spiegelbesetzten Arkaden, in der einst der Hof flanierte und 1919 der Versailler Vertrag unterzeichnet wurde.
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Die Prunkräume des Königs und der Königin mit Le Bruns Deckengemälden, vom Salon d'Hercule bis zum Schlafgemach.
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Die kilometerlange, kreuzförmige Wasserachse im Zentrum von Le Nôtres Garten – im Sommer mit Ruderbooten befahrbar.
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Die historischen Springbrunnen tanzen an Wochenenden der Saison zu Barockmusik durch die Boskette.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Für die Grands Appartements und den Spiegelsaal sollte man je nach Andrang ein bis zwei Stunden einplanen. Mit Gärten, Wegen zum Großen Kanal und einer Pause füllt das Areal leicht einen ganzen Tag.
An normalen Tagen ist der Garten frei zugänglich. An Tagen mit Grandes Eaux oder musikalischen Gartenspielen wird Eintritt für den Park erhoben – diese Termine veröffentlicht das Schloss jährlich.
Zu Fuß über die Gartenwege rund 25 bis 35 Minuten, bequemer mit dem kleinen Bummelzug oder einem Leihfahrrad. Die Trianons und das Hameau de la Reine liegen im nördlichen Teil des Parks.
Am eindrucksvollsten ist das Finale am Apollobrunnen und im Boskett, meist am späten Nachmittag. An Sommerabenden gibt es zudem Nocturnes mit beleuchteten Brunnen und Feuerwerk.
07 · In der Nähe
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