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Zitadelle & Nid d'Aigle
Der Bergfried von 1419 krönt die Zitadelle – der einzige seiner Art im Inselinneren und Cortes Wahrzeichen.
◆ STADTVIERTEL · CORTE
Über der Unterstadt steigen die Treppengassen steil zur Zitadelle hinauf, dem ältesten und höchstgelegenen Teil Cortes. Graue, ungeputzte Granithäuser kleben am Fels, an der Spitze thront das „Nid d'Aigle“ aus dem 15. Jahrhundert, der einzige Bergfried im Inselinneren. Innerhalb der Zitadellenmauern liegt heute das Museu di a Corsica; vom Belvédère fällt der Blick steil hinab auf den Zusammenfluss von Restonica und Tavignano. Hier verdichtet sich die ganze Geschichte der Stadt auf engstem, schwindelerregendem Raum.
Die Ville Haute ist Corte, wie es begann. Vom Place Gaffori, benannt nach dem korsischen Generalsführer Gian Pietro Gaffori, dessen kugelübersätes Wohnhaus noch an die Aufstände gegen Genua erinnert, steigen enge Treppen zur Zitadelle hinauf. Deren Kern, das „Nid d'Aigle“, ließ 1419 Vincentello d'Istria errichten; die mächtigen Bastionen darum stammen aus der späteren genuesischen und französischen Zeit. Lange war die Zitadelle Kaserne und sogar Gefängnis, bevor sie zum Kulturort wurde.
Heute beherbergt die Anlage das Museu di a Corsica, dessen moderner Bau sich an die alten Mauern schmiegt und die Alltags-, Hirten- und Handwerkskultur der Insel zeigt. Ein paar Schritte weiter öffnet sich der Belvédère, eine Aussichtskanzel, von der der Blick senkrecht auf die Schluchten fällt, in denen Restonica und Tavignano zusammenfinden. Wer am späten Nachmittag heraufsteigt, wenn das Licht den Granit anwärmt, versteht, warum diese Lage über Jahrhunderte unbezwingbar schien – und warum Paoli ausgerechnet hier seine Hauptstadt sah.
01 · Highlights
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Der Bergfried von 1419 krönt die Zitadelle – der einzige seiner Art im Inselinneren und Cortes Wahrzeichen.
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Das anthropologische Regionalmuseum in der Zitadelle zeigt Hirtenkultur, Handwerk und Geschichte der Insel.
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Aussichtskanzel an der Zitadellenspitze mit steilem Blick auf den Zusammenfluss von Restonica und Tavignano.
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Kleiner Platz der Oberstadt mit dem kugelübersäten Geburtshaus des Aufständischen Gian Pietro Gaffori.
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Das „Nid d'Aigle“ – das Adlernest – ist der Bergfried der Zitadelle von Corte, errichtet 1419 unter Vincentello d'Istria. Er ist der einzige seiner Art im gebirgigen Inselinneren Korsikas und das Wahrzeichen der Stadt.
Das Museu di a Corsica innerhalb der Zitadelle ist das anthropologische Regionalmuseum der Insel. Es widmet sich der Alltags-, Hirten- und Handwerkskultur Korsikas und ist die zentrale Sammlung zur Inselidentität.
Es geht über Treppengassen recht steil bergauf, ist aber für die meisten gut machbar. Festes Schuhwerk und etwas Zeit helfen; oben belohnen das Museum und der Belvédère mit dem Blick auf den Flusszusammenfluss.
07 · In der Nähe
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