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Musée des Peintres de Barbizon
Das Museum in der historischen Auberge Ganne, in der die Maler logierten – mit von ihnen bemalten Möbeln und der Atmosphäre der Künstlerkolonie.
◆ STADTVIERTEL · FONTAINEBLEAU
Rund zehn Kilometer westlich des Schlosses, am Rand des Forêt de Fontainebleau, liegt Barbizon – ein Dorf, das die Kunstgeschichte verändert hat. Mitte des 19. Jahrhunderts zogen sich Maler wie Jean-François Millet und Théodore Rousseau hierher zurück, um nicht im Atelier, sondern direkt unter freiem Himmel zu malen. Aus dieser Künstlerkolonie wurde die „Schule von Barbizon“, eine Wegbereiterin des Impressionismus. Bis heute reiht sich entlang der einzigen Hauptstraße Galerie an Galerie, dazwischen die Künstlerhäuser und das Museum in der alten Auberge Ganne.
Vor Barbizon malte man die Natur aus dem Gedächtnis im Atelier. Hier, in den 1820er bis 1860er Jahren, traten die Maler erstmals konsequent vor die Tür: Théodore Rousseau, Jean-François Millet, Camille Corot und ihre Mitstreiter ließen sich vom Wald von Fontainebleau und den umliegenden Feldern unmittelbar inspirieren. Millets „Ährenleserinnen“ und „Der Angelus“ entstanden aus dem bäuerlichen Alltag dieser Gegend. Diese „Schule von Barbizon“ machte die Freiluftmalerei salonfähig und bereitete den Boden für die Impressionisten.
Die meisten Künstler logierten in der einfachen Auberge Ganne, deren Wirt sie auf Wände und Möbel malen ließ, wenn das Geld knapp war. Heute beherbergt dieses Gasthaus das Musée des Peintres de Barbizon und lässt die Atmosphäre der Kolonie wieder aufleben; ganz in der Nähe stehen das Haus-Atelier von Théodore Rousseau und das Atelier von Millet, beide besuchbar.
Das Dorf selbst ist klein und besteht im Kern aus einer einzigen langen Straße, der Grande Rue. Heute reihen sich hier Galerien, Antiquitätenhändler und einige der schönsten Auberges der Region aneinander – darunter die Hôtellerie du Bas-Bréau, in der Robert Louis Stevenson schrieb. Wer vom Trubel des Schlosses genug hat, findet in Barbizon das stille, künstlerische Gegengewicht – und tritt, wie einst die Maler, direkt vom Dorf in den Wald.
01 · Highlights
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Das Museum in der historischen Auberge Ganne, in der die Maler logierten – mit von ihnen bemalten Möbeln und der Atmosphäre der Künstlerkolonie.
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Das Wohn- und Arbeitshaus des Malers an der Grande Rue, in dem einige seiner berühmtesten Werke entstanden.
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Die einzige Hauptstraße des Dorfes, gesäumt von Galerien, Antiquitätenläden und Auberges – ein Bummel durch die Kunstgeschichte.
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Direkt hinter Barbizon beginnen die felsigen Schluchten von Apremont – Aussichtspunkt, Wanderwege und ein berühmtes Boulder-Revier.
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06 · Häufige Fragen
Am einfachsten mit dem Auto – die rund 10 Kilometer sind in etwa 15 Minuten zurückgelegt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Barbizon nur eingeschränkt erreichbar; Radfahrer nehmen den Weg durch den Wald.
Eine Gruppe von Malern, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Barbizon niederließ und die Landschaftsmalerei unter freiem Himmel etablierte – mit Millet, Rousseau und Corot als bekanntesten Vertretern. Sie gilt als Wegbereiterin des Impressionismus.
Wenn man Kunst und Ruhe sucht, ja. Die historischen Auberges des Dorfes sind charmant, der Wald beginnt direkt vor der Tür. Wer eher zentral und preiswert wohnen will, bleibt besser im Stadtkern von Fontainebleau.
07 · In der Nähe
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