Highlight
Caffè Poliziano
Kaffeehaus von 1868 mit Belle-Époque-Sälen und einer kleinen Terrasse, die wie ein Balkon über dem Val di Chiana hängt – der klassische Aperitivo-Stopp.
◆ STADTVIERTEL · MONTEPULCIANO
Vom Stadttor Porta al Prato zieht sich der Corso anderthalb Kilometer in Serpentinen den Hügel hinauf – Montepulcianos Lebensader mit Renaissance-Palästen, Weinläden, offenen Kellern und dem Caffè Poliziano von 1868. Hier wird flaniert, verkostet und eingekauft; Ende August wuchten die Contraden ihre Fässer genau diese Steigung hinauf.

Der Corso ist genau genommen eine Kette von Straßen – Via di Gracciano nel Corso, Via di Voltaia nel Corso, Via dell'Opio nel Corso –, die sich vom Stadttor Porta al Prato in weiten Serpentinen den Hügel hinaufzieht. Gleich hinter dem Tor grüßt die Colonna del Marzocco: Der florentinische Wappenlöwe auf der Säule erinnert daran, auf welche Seite sich Montepulciano im Ringen zwischen Florenz und Siena schlug. Von hier an gilt: bergauf, vorbei an Palastfassaden, Weinläden und offenen Kellertüren.
Die Architektur lohnt den langsamen Blick. Am Palazzo Bucelli ließ der Antiquar Pietro Bucelli im 18. Jahrhundert etruskische Urnen und Inschriften in den Sockel einmauern – ein Stück Archäologie als Straßenmöbel, an dem die meisten vorbeilaufen. Wenig später öffnet sich der kleine Platz vor Sant'Agostino mit Michelozzos filigraner Fassade; gegenüber schlägt auf der Torre di Pulcinella eine blecherne Commedia-dell'arte-Figur die Stunden.
Sein Herz zeigt der Corso am späten Nachmittag, wenn die Passeggiata beginnt: Einheimische und Gäste schieben sich bergauf und bergab, in den Cantine wird verkostet, und im Caffè Poliziano, seit 1868 das Wohnzimmer der Stadt, füllt sich die kleine Terrasse über dem Val di Chiana. Ende August wird die Steigung dann zur Sportstätte – beim Bravìo delle Botti wuchten die Contraden ihre 80-Kilo-Fässer genau diese Strecke hinauf zur Piazza Grande.
01 · Highlights
Highlight
Kaffeehaus von 1868 mit Belle-Époque-Sälen und einer kleinen Terrasse, die wie ein Balkon über dem Val di Chiana hängt – der klassische Aperitivo-Stopp.
Highlight
Im Sockel des Palazzo sind etruskische Urnen und Inschriften eingemauert – die älteste Sehenswürdigkeit der Stadt liegt buchstäblich am Straßenrand.
Highlight
Auf dem Uhrturm bei Sant'Agostino schlägt eine weiße Commedia-dell'arte-Figur die Stunden – eines der kuriosesten Wahrzeichen der Toskana.
Highlight
Mehrere historische Weinkeller öffnen direkt zur Straße – hineingehen, hinabsteigen, verkosten. Die spektakulärste, die Cantina de' Ricci, liegt wenige Schritte oberhalb.
02 · Essen & Trinken
03 · Aktivitäten
04 · Hotels
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Es sind rund anderthalb Kilometer stetig bergauf – mit Pausen an Palästen, Läden und Cantine eine gemütliche halbe bis dreiviertel Stunde. Bequeme Schuhe genügen; wer mag, lässt sich mit dem Taxi nach oben bringen und schlendert bergab.
Die Colonna del Marzocco trägt den florentinischen Wappenlöwen – das Zeichen, dass sich Montepulciano im Ringen zwischen Florenz und Siena für Florenz entschied. Der heutige Löwe ist eine Kopie, das Original steht im Stadtmuseum.
Auf dem Uhrturm gegenüber von Sant'Agostino schlägt eine weiß gekleidete Pulcinella-Figur aus Blech die Stunden – die neapolitanische Maske der Commedia dell'arte ist ein kurioses Mitbringsel der Stadtgeschichte und heute beliebtes Fotomotiv.
Mehrere Cantine öffnen direkt zur Straße und lassen sich ohne Anmeldung besichtigen; Verkostungen gibt es gegen Gebühr. Die spektakulärste, die kathedralenartige Cantina de' Ricci, erreichst du über den Palazzo Ricci wenige Schritte oberhalb des Corso.
07 · In der Nähe
Lassen Sie sich für den Corso von Montepulciano ein massgeschneidertes Angebot von unseren Partnern erstellen — unverbindlich.