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Dom Santa Maria Assunta
Hinter der rohen Backsteinfassade leuchtet Taddeo di Bartolos goldenes Altartriptychon von 1401 – einer der großen Kunstschätze Süd-Toskanas. Eintritt frei.
◆ STADTVIERTEL · MONTEPULCIANO
Auf dem höchsten Punkt der Stadt öffnet sich die Piazza Grande wie eine Bühne: der Dom mit seiner rohen Backsteinfassade, der zinnenbewehrte Palazzo Comunale, die Adelspaläste der Contucci und Nobili-Tarugi, dazwischen der Brunnen mit Greifen und Löwen. Rund um den Platz liegen historische Weinkeller, der Rathausturm öffnet das Panorama bis zum Monte Amiata – hier verdichtet sich Montepulciano auf hundert Schritte.

Die Piazza Grande ist das Ergebnis eines politischen Bekenntnisses: Nachdem sich Montepulciano endgültig Florenz angeschlossen hatte, schickten die Medici ihre besten Baumeister in die Stadt. Michelozzo gab dem Palazzo Comunale im 15. Jahrhundert seine Travertinfassade mit Zinnen und Turm – eine unübersehbare Verbeugung vor dem Palazzo Vecchio –, Antonio da Sangallo der Ältere und seine Nachfolger errichteten die Adelspaläste ringsum. So wurde aus dem höchsten Punkt des Hügels eine Bühne, auf der eine Kleinstadt großstädtische Architektur vorführt: die 'Perle des Cinquecento', wie Montepulciano seither genannt wird.
Der Dom Santa Maria Assunta, Ende des 16. Jahrhunderts an der Stelle der alten Pieve errichtet, blieb außen unvollendet – die geplante Verkleidung wurde nie ausgeführt, und gerade die rohe Backsteinfassade macht heute seinen Reiz aus. Innen wartet das goldene Altartriptychon der Mariä Himmelfahrt, das Taddeo di Bartolo 1401 für den Vorgängerbau malte. Schräg gegenüber steht der Pozzo dei Grifi e dei Leoni, der Renaissance-Brunnen, dessen Greifen und Medici-Löwen zum meistfotografierten Detail des Platzes geworden sind.
Gelebt wird die Piazza bis heute: Im Palazzo Comunale wird regiert, in den Gewölben des Palazzo Contucci reift Vino Nobile, und Ende August endet hier das Bravìo delle Botti, wenn die Fässer der Contraden nach anderthalb Kilometern Anstieg über die Ziellinie rollen. Seit auf dem Platz Szenen der Twilight-Saga gedreht wurden, kommen auch Filmfans. Am schönsten ist es früh am Morgen, wenn der Travertin noch im Schatten liegt – oder abends, wenn die Tagesgäste fort sind und der Turm im letzten Licht steht.
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Hinter der rohen Backsteinfassade leuchtet Taddeo di Bartolos goldenes Altartriptychon von 1401 – einer der großen Kunstschätze Süd-Toskanas. Eintritt frei.
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Über schmale Treppen hinauf zur Plattform: An klaren Tagen reicht der Blick vom Val di Chiana über das Val d'Orcia bis zum Monte Amiata.
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Direkt am Platz steigst du in die historischen Gewölbe des Palazzo Contucci hinab, wo der Vino Nobile in großen Holzfässern reift – Verkostung inklusive.
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Der Renaissance-Brunnen mit Greifen und Medici-Löwen – das Fotomotiv des Platzes, am schönsten im Morgenlicht ohne Menschen davor.
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Der Dom Santa Maria Assunta, der Palazzo Comunale mit seinem Turm, die Renaissance-Paläste Contucci und Nobili-Tarugi sowie der Brunnen Pozzo dei Grifi e dei Leoni – dazu Cafés und der Eingang zu den Contucci-Weinkellern.
Ja – die Aussichtsplattform ist gegen ein kleines Ticket zugänglich, der Aufstieg führt über schmale Treppen durch das Rathaus. Die Mühe lohnt: Das Panorama reicht an klaren Tagen über Val di Chiana und Val d'Orcia bis zum Monte Amiata.
Die geplante Verkleidung der Ende des 16. Jahrhunderts errichteten Kathedrale wurde nie ausgeführt – der rohe Backstein blieb. Innen entschädigt das goldene Altartriptychon von Taddeo di Bartolo aus dem Jahr 1401.
Ja – die Italien-Szenen von 'New Moon' (2009), die im Buch in Volterra spielen, wurden tatsächlich auf der Piazza Grande gedreht. Seither pilgern auch Filmfans auf den Platz, vor allem im Sommer.
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