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Via Fillungo
Luccas Flaniermeile folgt der antiken Stadtachse – schmale Paläste, historische Geschäfte und Cafés auf knapp einem Kilometer.
◆ STADTVIERTEL · LUCCA
Zwischen Piazza San Michele, Piazza Napoleone und der Flaniermeile Via Fillungo schlägt das Herz Luccas: Renaissance-Paläste über römischem Stadtgrundriss, historische Ladenfronten, Kaffeehäuser – und mittendrin das Geburtshaus von Giacomo Puccini samt Denkmal auf der Piazza Cittadella.

Wo heute die Marmorfassade von San Michele in Foro aufragt, kreuzten sich die Hauptachsen der römischen Stadt – der Beiname in Foro erinnert daran, dass die Kirche buchstäblich auf dem antiken Forum steht. Der Platz davor ist bis heute Luccas Wohnzimmer: morgens Markt- und Cafébetrieb, abends Treffpunkt für die Passeggiata, während die Säulenarkaden der Fassade im letzten Licht leuchten.
Die Via Fillungo zieht als elegante Lebensader durch das Viertel: schmale, hohe Häuser, historische Ladenfronten mit Holz- und Jugendstildekor, dazwischen die Torre delle Ore, deren Uhrwerk seit Jahrhunderten die Stunden schlägt. Wenige Schritte westlich öffnet sich die weite Piazza Napoleone, die Elisa Baciocchi – Napoleons Schwester und Fürstin von Lucca – anlegen ließ; an ihr liegen der Palazzo Ducale und das Teatro del Giglio, Luccas Opernhaus.
Und dann ist da Puccini: In der Corte San Lorenzo, einen Steinwurf von San Michele, kam der Komponist 1858 zur Welt. Sein Geburtshaus ist heute Museum, davor sitzt er als bronzenes Denkmal mit Zigarette auf der Piazza Cittadella. Wer das Viertel am Abend durchstreift – ein Aperitivo an der Piazza San Michele, danach Tordelli in einer der alten Trattorien –, versteht, warum die Lucchesen ihr Zentrum nie an den Tourismus verloren haben.
01 · Highlights
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Luccas Flaniermeile folgt der antiken Stadtachse – schmale Paläste, historische Geschäfte und Cafés auf knapp einem Kilometer.
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Vier Arkadengeschosse aus Marmorsäulchen über dem antiken Forum, gekrönt von der monumentalen Statue des Erzengels Michael.
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Das Geburtshaus des Komponisten an der Corte San Lorenzo, mit Originalpartituren und dem Flügel, an dem er an Turandot arbeitete.
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Der weite Platz der Fürstin Elisa Baciocchi mit dem Palazzo Ducale und Luccas traditionsreichem Opernhaus.
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Luccas Uhrturm an der Via Fillungo – der Aufstieg führt am historischen Uhrwerk vorbei zu einem schönen Altstadtblick.
02 · Sehenswürdigkeiten
04 · Essen & Trinken
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Die Piazza San Michele mit ihrer Arkadenfassade ist der natürliche Startpunkt. Von dort die Via Fillungo entlangbummeln, das Puccini-Geburtshaus an der Corte San Lorenzo besuchen und über die Piazza Napoleone zum Teatro del Giglio schlendern.
Die gesamte Altstadt innerhalb der Mauern ist verkehrsberuhigte Zone (ZTL) – wer mit dem Auto kommt, parkt am besten auf den Parkplätzen vor der Stadtmauer und geht durch eines der Tore hinein. Im Viertel selbst ist alles bequem fußläufig.
Die klassische Adresse ist die Pasticceria Taddeucci an der Piazza San Michele, die das ringförmige Hefegebäck mit Rosinen und Anis seit 1881 backt. Ein ganzer Laib hält sich mehrere Tage und übersteht die Heimreise problemlos.
Ja – die original eingerichteten Wohnräume, Briefe und Partituren erzählen eine sehr greifbare Familien- und Stadtgeschichte. Wer mag, kombiniert den Besuch mit einem Abendkonzert des Festivals Puccini e la sua Lucca in der nahen Kirche San Giovanni.
07 · In der Nähe
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