Wer den steilen Pfad von Dürnstein hinaufsteigt, merkt schnell: Diese Ruine ist kein bloßes Fotomotiv. Nach etwa 20 bis 30 Minuten Aufstieg durch Weingärten und Felsgestein öffnet sich das Tor zu einer der geschichtsträchtigsten Stätten der Wachau – und der Blick über das Donautal belohnt jeden Schweißtropfen. Die Burgruine Dürnstein ist untrennbar mit einer der bekanntesten Legenden des Mittelalters verbunden. Im Winter 1192 auf 1193 wurde hier der englische König Richard I., bekannt als Richard Löwenherz, auf Befehl von Herzog Leopold V. von Österreich gefangen gehalten. Der Grund: Richard hatte Leopold auf dem Dritten Kreuzzug öffentlich brüskiert. Die Burg, damals im Besitz der Kuenringer, war der geheime Ort seiner Haft – bis ein Lösegeld in astronomischer Höhe seine Freilassung erkaufte. Die Legende vom Minnesänger Blondel, der singend durch die Lande zog, um seinen König zu finden, rankt sich um diese Mauern und hat die Fantasie von Generationen beflügelt. Heute stehen nur noch die Ruinen der einst mächtigen Anlage, doch gerade das macht den Besuch so eindringlich. Die verwitterten Mauern, der erhaltene Bergfried und die tief eingeschnittenen Felsgräben erzählen von einer Zeit, als diese Burg eine der bedeutendsten Wehranlangen Niederösterreichs war. Wer durch die Überreste der Toranlage tritt und den Innenhof betritt, spürt die Stille, die sich über die Jahrhunderte hier festgesetzt hat. Der eigentliche Höhepunkt ist der Ausblick vom höchsten Punkt der Ruine: Die Donau zieht sich in weiten Schleifen durch die Wachau, Weingärten fallen in Terrassen zum Fluss hinab, und das blaue Türmchen der Augustinerkirche von Dürnstein leuchtet direkt zu Füßen der Burg. Bei klarem Wetter reicht der Blick weit in Richtung Krems und Melk. Früh morgens, wenn der Morgennebel noch über dem Fluss liegt, verwandelt sich diese Aussicht in ein stilles Schauspiel. Der Aufstieg selbst ist Teil des Erlebnisses: Der markierte Wanderweg führt vom Ortskern Dürnsteins direkt zur Ruine und ist gut ausgeschildert. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Weg stellenweise felsig und uneben ist. Für Kinder ist der Aufstieg ein kleines Abenteuer – die Ruine selbst lädt zum Erkunden ein, ohne dass man sich dabei in engen Gängen verliert.
Ein 20- bis 30-minütiger Aufstieg durch Weingärten führt zu den verwitterten Mauern, dem Bergfried und den Felsgräben der Ruine. Oben erwartet Besucher ein weiter Panoramablick über die Donau und die Wachau. Das Gelände ist frei begehbar, der Boden stellenweise uneben.
Die Burg Dürnstein wurde im 12. Jahrhundert vom Ministerialengeschlecht der Kuenringer erbaut und war eine der bedeutendsten Wehranlagen der Wachau. Weltberühmt wurde sie durch die Gefangenschaft von König Richard I. von England: Herzog Leopold V. von Österreich ließ ihn nach dem Dritten Kreuzzug 1192 hier festsetzen, nachdem es zwischen den beiden zu einem schweren Zerwürfnis gekommen war. Erst 1193 wurde Richard gegen ein enormes Lösegeld freigelassen. Im 15. und 16. Jahrhundert verlor die Burg schrittweise an Bedeutung und verfiel nach der Aufgabe im 17. Jahrhundert zur Ruine. Heute ist sie eines der bekanntesten mittelalterlichen Denkmäler Niederösterreichs.
