
◆ STADT · OBERÖSTERREICH
Steyr ist die heimliche Schönheit Oberösterreichs: eine Stadt, die genau dort liegt, wo Enns und Steyr ihre Wasser vereinen, und die ihren mittelalterlichen Reichtum bis heute in einem der schönsten Stadtplätze Österreichs trägt. Sechs Jahrhunderte lebte sie vom Eisen, das aus dem steirischen Erzberg über die Enns kam und in den Werkstätten der Eisenstadt zu Klingen, Nägeln und Werkzeug wurde – ihr Wohlstand steht heute noch in den gotischen Bürgerhäusern, allen voran dem rosaroten Bummerlhaus von 1497. Wer durch die Gassen von Steyrdorf und den Wehrgraben mit seinen alten Kanälen geht, erlebt eine Altstadt fast ohne Bruch, dazu die Pilgerkirche Christkindl, von der jedes Jahr das offizielle Weihnachtspostamt Österreichs die Post stempelt.

Steyr verdankt alles dem Wasser und dem Eisen. Die Enns brachte über Jahrhunderte das Roheisen vom steirischen Erzberg flussabwärts in die Stadt, wo es zu Sensen, Messern, Nägeln und Werkzeug verarbeitet wurde. Im Mittelalter war Steyr eine der reichsten Städte des Reiches, und die Kaufleute und Eisenhändler bauten sich Häuser, die diesen Reichtum zeigen sollten. Das berühmteste von ihnen, das Bummerlhaus am Stadtplatz, stammt aus dem Jahr 1497 und gilt als eines der schönsten erhaltenen gotischen Bürgerhäuser Österreichs – ein rosarot getünchter Bau mit reich gegliederter Fassade und einem Innenhof voller Arkaden.
Der Stadtplatz selbst ist das Herz der Stadt: ein langgezogener Platz, an dem sich Bürgerhäuser aus Gotik, Renaissance und Barock zu einem fast lückenlosen Ensemble reihen, überragt vom barocken Rathaus mit seinem schlanken Turm. Über allem thront Schloss Lamberg auf dem Felssporn, an dem Enns und Steyr zusammenfließen – an genau dieser Stelle stand schon die Styraburg, die der Stadt ihren Namen gab. Hinter der Repräsentation liegt das andere Steyr: das Handwerkerviertel Steyrdorf am anderen Ufer und der Wehrgraben, ein Netz künstlicher Wasserläufe, das einst die Hämmer und Schleifen antrieb und heute zum schönsten Spazierrevier der Stadt geworden ist.
Vom 19. Jahrhundert an wurde aus der Eisenstadt eine Industriestadt: Josef Werndl baute hier die Österreichische Waffenfabrik auf, aus der später die Steyr-Werke mit ihren Autos und Traktoren wurden. Diese Geschichte erzählt das Museum Arbeitswelt im Wehrgraben. Und am Stadtrand, im Wallfahrtsort Christkindl, schließt sich der Kreis zur Gegenwart: Hier öffnet jeden Advent das berühmte Weihnachtspostamt, das Briefe aus aller Welt mit dem begehrten Christkindl-Sonderstempel versieht. travelperfect empfiehlt, Steyr mindestens über Nacht zu bleiben – die Altstadt entfaltet ihren Zauber erst, wenn die Tagesgäste fort sind und das Licht über die Flüsse fällt.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
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· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Gotik & Bürgerstolz
Die klassische Runde durch das mittelalterliche Steyr: vom langgezogenen Stadtplatz mit dem rosaroten Bummerlhaus von 1497 und dem barocken Rathaus hinauf zur Stadtpfarrkirche, einer der bedeutendsten spätgotischen Kirchen Oberösterreichs. Über den Schlossberg führt der Weg zu Schloss Lamberg mit Rosengarten und Blick auf den Zusammenfluss von Enns und Steyr.
Wasser & Arbeitswelt
Hinter der repräsentativen Altstadt liegt das industrielle Steyr: der Wehrgraben, ein Netz künstlicher Wasserläufe, das einst Hämmer und Schleifen antrieb, ist heute ein Spazierrevier mit Stegen und alten Werkstätten. Im Museum Arbeitswelt wird erzählt, wie aus der Eisenstadt die Heimat der Steyr-Werke wurde – ein Spaziergang durch die Sozial- und Technikgeschichte der Stadt.
Advent & Wallfahrt
Rund drei Kilometer westlich der Altstadt liegt der Wallfahrtsort Christkindl mit seiner barocken Kirche rund um eine wundertätige Wachsfigur. Berühmt ist der Ort vor allem in der Adventzeit: Dann öffnet das Christkindl-Postamt, das Briefe aus aller Welt mit einem begehrten Sonderstempel versieht – und Steyr verwandelt sich mit Christkindlmarkt und Romantik-Programm in eine der stimmungsvollsten Adventstädte Österreichs.
03 · Wann
Steyr liegt im oberösterreichischen Voralpenland, das Klima ist gemäßigt mit deutlichen Jahreszeiten. Frühling und Frühsommer gehören der Altstadt und den Flussufern, der Herbst dem goldenen Licht über Enns und Steyr – und der Dezember einer ganz eigenen Saison rund um Christkindl und das Weihnachtspostamt. Der Hochsommer kann schwül sein, bleibt aber milder als im Süden des Landes.
04 · Häufige Fragen
Für die Altstadt mit Stadtplatz, Bummerlhaus, Stadtpfarrkirche und Schloss Lamberg reicht ein voller Tag. Wer zusätzlich den Wehrgraben, das Museum Arbeitswelt und Christkindl sehen möchte, plant besser zwei Tage ein – und übernachtet, weil die Altstadt am Abend und früh am Morgen am schönsten ist.
Am einfachsten mit der Bahn: Regionalzüge fahren von Linz Hauptbahnhof in rund 40 Minuten nach Steyr. Mit dem Auto ist man über die B309 in etwa 45 Minuten da. Vom Bahnhof Steyr sind es noch wenige Minuten zu Fuß oder mit dem Bus in die Altstadt.
Im Ortsteil Christkindl, rund drei Kilometer westlich der Altstadt, öffnet jeden Advent das berühmte Christkindl-Postamt. Es versieht Briefe und Karten aus aller Welt mit einem eigenen Sonderstempel und gilt als das bekannteste Weihnachtspostamt Österreichs. Wer in der Adventzeit nach Steyr reist, sollte einen Abstecher dorthin einplanen.
Das Bummerlhaus ist das bekannteste Bürgerhaus am Steyrer Stadtplatz, ein rosarot getünchter gotischer Bau von 1497, der zu den schönsten erhaltenen Bürgerhäusern Österreichs zählt. Sehenswert sind die reich gegliederte Fassade und der arkadengesäumte Innenhof. Seinen Namen verdankt es einem kleinen steinernen Löwen (mundartlich „Bummerl“) am Gebäude.
Unbedingt. Steyr hat eine der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte Österreichs, das Handwerkerviertel Steyrdorf, den romantischen Wehrgraben und das Museum Arbeitswelt zur Industriegeschichte. Frühling, Sommer und Herbst sind ideal für Altstadtbummel und Flussufer – die Adventzeit ist nur eine besonders stimmungsvolle Zugabe.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Steyr und im Salzkammergut.
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