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Piazza dei Priori
Der strenge Hauptplatz mit dem ältesten Kommunalpalast der Toskana – sein Turm ist begehbar.
◆ STADTVIERTEL · VOLTERRA
Volterras Altstadt ist ein in Stein gebautes Geschichtsbuch: Um die strenge Piazza dei Priori drängen sich Türme, der romanische Dom und Gassen, in denen Alabasterwerkstätten ihre Türen offen halten. Vom etruskischen Stadttor bis zum Mauerblick auf das römische Theater ist alles in wenigen Gehminuten erreichbar – und abends, wenn die Tagesgäste fort sind, hallen nur noch die eigenen Schritte.

Das Zentrum der Altstadt ist die Piazza dei Priori, einer der geschlossensten mittelalterlichen Plätze Italiens. Der Palazzo dei Priori, 1208 begonnen, ist der älteste erhaltene Kommunalpalast der Toskana und stand Modell für den Palazzo Vecchio in Florenz; an seiner Fassade reihen sich die Wappen florentinischer Statthalter, vom Turm überblickt man die Dächer bis zum Hügelland. Gleich dahinter liegt die Piazza San Giovanni mit dem romanischen Dom Santa Maria Assunta und dem achteckigen Baptisterium – zwei Plätze, zwei Welten: hier die weltliche Macht, dort die geistliche.
Den ältesten Schichten begegnet man an den Rändern: Im Osten bewahrt das Museo Etrusco Guarnacci die Aschenurnen von Velathri, im Süden führt die Via Porta all'Arco hinab zum etruskischen Stadttor – gesäumt von Werkstätten, in denen Alabaster zu Schalen, Lampen und Figuren geschliffen wird. Die Pinacoteca im Palazzo Minucci-Solaini zeigt mit Rosso Fiorentinos Kreuzabnahme ein Hauptwerk des Manierismus, und oben auf dem Hügel liegen im Parco Archeologico Enrico Fiumi die Fundamente der etruskischen Akropolis neben der wuchtigen Fortezza Medicea.
Das Schöne am Centro Storico ist sein Maßstab: Alles liegt wenige Gehminuten auseinander, und zwischen den Monumenten geht das Alltagsleben weiter – die Bar an der Ecke, der Gemüseladen, das Klappern aus den Werkstätten. Mittags schieben sich Reisegruppen durch die Via Matteotti, doch wer früh aufsteht oder den Abend abwartet, hat die Gassen für sich. Dann lohnt die Runde über die Via Lungo le Mura del Mandorlo, wenn das römische Theater unten im letzten Licht liegt.
01 · Highlights
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Der strenge Hauptplatz mit dem ältesten Kommunalpalast der Toskana – sein Turm ist begehbar.
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Romanisches Ensemble an der Piazza San Giovanni mit achteckigem Taufhaus gegenüber der Fassade.
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Die Werkstattgasse hinab zum etruskischen Stadttor – Alabaster in allen Formen.
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Rosso Fiorentinos Kreuzabnahme von 1521, ein Schlüsselwerk des Manierismus.
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Grüner Hügel mit den Resten der etruskischen Akropolis, gleich neben der Fortezza Medicea.
02 · Sehenswürdigkeiten
04 · Hotels
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Nein, das Centro Storico ist verkehrsberuhigte Zone (ZTL) mit Kameraüberwachung. Parkplätze liegen ringsum vor den Stadttoren; von dort sind es überall nur wenige Gehminuten – allerdings teils bergauf über Kopfsteinpflaster.
Am verlässlichsten in Werkstätten mit dem Hinweis 'lavorazione propria' (eigene Fertigung) – Staub, Werkbank und halbfertige Stücke im Laden sind das beste Echtheitssiegel. Der Alabaster-Bereich der städtischen Museen erklärt Material und Handwerk im Detail.
Für Piazza dei Priori, Dom, Via Porta all'Arco und das etruskische Stadttor reichen zwei bis drei Stunden. Mit Guarnacci-Museum, Pinacoteca und einer Werkstatt wird daraus problemlos ein voller, lohnender Tag.
Ja – von oben versteht man die Lage der Stadt auf dem Bergrücken am besten: Dächer, Mauerring, Hügelland und an klaren Tagen ein Streifen Tyrrhenisches Meer am Horizont.
07 · In der Nähe
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