Carvoeiro legt sich wie ein Amphitheater aus ockerfarbenen Häusern um eine winzige Sandbucht. Das ehemalige Fischerdorf an der zentralen Algarve hat sich seinen überschaubaren Maßstab bewahrt: Vom kleinen Hauptstrand mitten im Ort steigen die Gassen steil nach oben, dazwischen Cafés, Fischrestaurants und Aussichtspunkte. Eingerahmt wird die Bucht von goldenen Sandsteinklippen, die der Atlantik über Jahrtausende zu Höhlen, Bögen und kaminartigen Felsformationen ausgehöhlt hat. Östlich der Bucht beginnt mit Algar Seco eines der fotogensten Küstenstücke Portugals. Über Treppen geht es hinab in eine Landschaft aus zerklüfteten Felsen, Naturfenstern und versteckten Wasserlöchern – bei jedem Lichteinfall sieht es anders aus. Von hier führt ein hölzerner Klippenweg, der Percurso dos Sete Vales Suspensos beginnt in der Nähe, an der Steilküste entlang zu weiteren Buchten. Westlich liegt mit der Praia da Marinha eine der schönsten Buchten der Algarve: heller Sand, türkises Wasser und die markanten Doppelbögen im Fels, die auf unzähligen Postkarten zu sehen sind. Von Carvoeiro und den umliegenden Stränden starten außerdem die Boote zur berühmten Benagil-Höhle, deren rundes Deckenloch das Sonnenlicht auf den Sandboden im Inneren wirft. Kulinarisch dreht sich vieles um den Atlantik: gegrillter Fisch, Cataplana mit Meeresfrüchten, frische Sardinen. Carvoeiro ist damit klein genug, um es schnell ins Herz zu schließen, und zugleich gut genug angebunden, um eine ganze Urlaubswoche zu tragen – mit Strandtagen, Wanderungen auf dem Klippenweg und Bootstouren zu den Höhlen.



