Wer Villach verstehen will, beginnt am Hauptplatz. Dieser weitläufige Platz mit seinen farbigen Barockfassaden ist das Herz der Innenstadt – hier trifft man sich, hier beginnen die Spaziergänge, und hier merkt man schnell, dass Villach keine verschlafene Provinzstadt ist, sondern eine selbstbewusste Alpenstadt mit urbanem Anspruch. Die Pestsäule in der Mitte des Platzes erinnert daran, dass dieser Ort seit Jahrhunderten Mittelpunkt des öffentlichen Lebens ist. Von hier aus führen die Gassen der Innenstadt in alle Richtungen. Die Widmanngasse und die Italiener Straße sind die zentralen Einkaufsachsen, gesäumt von lokalen Geschäften, Cafés und Boutiquen. Wer lieber bummelt als zielgerichtet shoppt, folgt einfach den Kopfsteinpflasterwegen und lässt sich treiben – vorbei an Straßencafés, kleinen Buchhandlungen und dem ein oder anderen Innenhof, der sich hinter alten Torbögen verbirgt. Die Stadtpfarrkirche St. Jakob dominiert die Silhouette der Innenstadt mit ihrem markanten Turm, der einen der besten Aussichtspunkte der Stadt bietet. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einem Panoramablick über die Drau und die umliegenden Karawanken belohnt. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt das Museum der Stadt Villach, das die Geschichte der Region von der Römerzeit bis in die Gegenwart aufbereitet – kompakter und kurzweiliger als man erwarten würde. Abends verändert die Innenstadt ihr Gesicht. Die Restaurants und Bars rund um den Hauptplatz und in den angrenzenden Gassen füllen sich, die Terrassen bleiben bis in den Abend besetzt. Besonders im Sommer, wenn der Villacher Fasching-Jahrmarkt oder andere Stadtfeste stattfinden, wird der öffentliche Raum zur Bühne. Die Innenstadt ist dabei überschaubar genug, um sie in wenigen Stunden zu Fuß zu erkunden – und doch dicht genug, dass sich jeder Besuch lohnt.

Stadtpfarrkirche St. Jakob
Gotisches Wahrzeichen Villachs mit dem höchsten Kirchturm Kärntens und bedeutenden mittelalterlichen Kunstschätzen.
Höchster Kirchturm Kärntens mit Aussichtsplattform (~95 Meter)