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Sant'Agostino
Gotische Klosterkirche mit Benozzo Gozzolis Freskenzyklus über das Leben des heiligen Augustinus – großer Kunstgenuss ohne Gedränge.
◆ STADTVIERTEL · SAN GIMIGNANO
Die nördliche Hauptgasse ist das stille Gegenstück zur Via San Giovanni: Zwischen Piazza del Duomo und Porta San Matteo reihen sich romanische Palazzi, Handwerksläden und Osterien, in denen noch Italienisch gesprochen wird. Am Rand des Viertels wartet mit Benozzo Gozzolis Freskenzyklus in Sant'Agostino einer der großen Kunstschätze der Stadt – meist fast ohne Publikum.

Schon wenige Schritte hinter der Piazza del Duomo ändert sich der Ton: Die Via San Matteo ist enger gefasst, kühler, ernster – romanische Steinfassaden, Bogenportale, dazwischen Turmstümpfe, die einst zu den höchsten der Stadt zählten. Hier wohnen noch Sangimignanesi, hier kaufen Einheimische Brot und Gemüse, und die Läden verkaufen eher Alabaster und Keramik aus echten Werkstätten als Magnete in Turmform.
Am nördlichen Ende wacht die Porta San Matteo, das zweite große Stadttor, über die Gasse. Kurz davor zweigt der Weg zur Piazza Sant'Agostino ab, einem weiten, fast dörflichen Platz vor der gleichnamigen Backsteinkirche. Innen entfaltet sich im Chor Benozzo Gozzolis Freskenzyklus über das Leben des heiligen Augustinus aus dem 15. Jahrhundert – ein Hauptwerk der toskanischen Frührenaissance, das im Schatten der berühmteren Collegiata oft erstaunlich leer bleibt.
Wer im Viertel übernachtet, wohnt klüger als am Hauptplatz: ruhiger, oft günstiger und doch nur drei Gehminuten von den Plätzen entfernt. Abends füllen sich die Osterien der Gasse mit einer Mischung aus Gästen und Nachbarn, es gibt Pici mit Wildschweinragù, gegrilltes Chianina-Rind und Vernaccia aus der Lage hinter dem Haus – San Gimignano, wie es vor dem Massentourismus geschmeckt haben muss.
01 · Highlights
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Gotische Klosterkirche mit Benozzo Gozzolis Freskenzyklus über das Leben des heiligen Augustinus – großer Kunstgenuss ohne Gedränge.
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Das nördliche Stadttor – der ruhige Zugang zur Stadt, umgeben von Bars, in denen Einheimische ihren Caffè trinken.
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Steinfassaden, Bogenportale und Turmstümpfe entlang der Gasse erzählen vom Reichtum der mittelalterlichen Handelsfamilien.
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Pici, Wildschweinragù und Vernaccia in Gewölberäumen – hier isst San Gimignano selbst zu Abend.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja – Benozzo Gozzolis Augustinus-Zyklus im Chor gehört zu den Hauptwerken der toskanischen Frührenaissance, und anders als in der Collegiata stehst du hier oft fast allein vor den Fresken. Der Eintritt ist frei, eine Spende willkommen.
Eine der besten der Stadt: ruhig, authentisch und trotzdem nur wenige Gehminuten von Piazza del Duomo und Piazza della Cisterna entfernt. Kleine Hotels in historischen Palazzi prägen das Angebot.
In den Osterien entlang der Gasse und rund um die Porta San Matteo – traditionelle toskanische Küche mit Pici, Wildschwein und Vernaccia, meist zu faireren Preisen als an den Plätzen.
Die Via San Giovanni ist die belebte Einkaufs- und Einfallsachse, die Via San Matteo die ruhigere Wohn- und Handwerksgasse. Wer beide geht, hat die ganze Altstadt einmal der Länge nach durchquert.
07 · In der Nähe
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