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Santa Maria della Spina
Marmorgewordene Gotik direkt am Flussufer – gebaut für einen Dorn der Dornenkrone.
◆ STADTVIERTEL · PISA
Südlich des Arno wird Pisa alltäglich und überraschend zugleich: Der Corso Italia ist die Einkaufsmeile der Stadt, am Ufer glänzt die filigrane Gotik von Santa Maria della Spina, im Palazzo Blu hängen Ausstellungen von Weltformat – und an einer Klosterwand nahe der Piazza Vittorio Emanuele II leuchtet mit Tuttomondo das letzte große Wandbild von Keith Haring.

Das Südufer – im Mittelalter als Stadtteil Chinzica besiedelt – war immer die Seite der Händler und Handwerker: Hier legten die Flussschiffe an, hier verlief die Straße nach Süden. Diese Bodenständigkeit prägt das Quartiere Sant'Antonio bis heute; zwischen Bahnhof und Fluss zieht der Corso Italia als Einkaufsmeile der Pisaner seine Linie zum Ponte di Mezzo, vorbei an den Logge di Banchi, der offenen Markthalle aus der Medici-Zeit.
Am Wasser wartet die Überraschung: Santa Maria della Spina, ein Schrein aus Marmorfialen und Statuennischen, gebaut für einen Dorn der Dornenkrone Christi und 1871 Stein für Stein vor dem Hochwasser auf das heutige Niveau versetzt. Gleich daneben lädt der kobaltblaue Palazzo Blu zu Ausstellungen, die regelmäßig Namen von Weltrang nach Pisa holen.
Und dann ist da noch das Wandbild, das hier niemand erwartet: 1989 malte Keith Haring auf die Rückwand des Klosters Sant'Antonio Abate sein letztes großes öffentliches Werk – Tuttomondo, eine Hymne auf den Frieden aus dreißig ineinander verschlungenen Figuren. Dass es nur wenige Gehminuten vom Bahnhof leuchtet, macht es zum perfekten ersten oder letzten Bild einer Pisa-Reise.
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Marmorgewordene Gotik direkt am Flussufer – gebaut für einen Dorn der Dornenkrone.
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Das kobaltblaue Ausstellungshaus am Lungarno Gambacorti mit Schauen von Weltformat.
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Keith Harings letztes großes Wandbild von 1989 – dreißig verschlungene Figuren an der Wand von Sant'Antonio Abate.
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Die Einkaufsmeile der Pisaner – vom Bahnhof bis zu den Logge di Banchi am Ponte di Mezzo.
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Offene Loggia aus der Medici-Zeit am südlichen Brückenkopf – einst Tuch- und Getreidemarkt.
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Keith Harings letztes großes öffentliches Wandbild, 1989 auf die Rückwand des Klosters Sant'Antonio Abate gemalt: dreißig ineinander verschlungene Figuren als Hymne auf Frieden und Zusammenhalt. Es ist frei zugänglich und liegt wenige Gehminuten vom Bahnhof.
Nur unregelmäßig – die Öffnungszeiten sind begrenzt und wechseln je nach Saison. Das Hauptwerk ist ohnehin das Äußere: die Fialen, Giebel und Statuennischen der pisanischen Gotik, am schönsten im Abendlicht vom gegenüberliegenden Ufer.
Wenn eine der großen Wechselausstellungen läuft, unbedingt – das Haus holt regelmäßig internationale Namen nach Pisa. Dazu gibt es eine ständige Sammlung mit pisanischer Malerei und historischen Interieurs.
Tagsüber ist das Viertel ein normales, belebtes Stück Alltags-Pisa mit Geschäften und Cafés; nachts gilt wie an vielen italienischen Bahnhöfen: auf den Hauptachsen bleiben. Die Wege zu Corso Italia und Arno sind kurz und gut frequentiert.
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