📍 43.71°N · 10.40°E
Zoom 5 / 5Viertel · in Pisa

◆ STADTVIERTEL · PISA

Quartiere Sant'Antonio.
zwischen Marmorgotik und Keith Haring

Südlich des Arno wird Pisa alltäglich und überraschend zugleich: Der Corso Italia ist die Einkaufsmeile der Stadt, am Ufer glänzt die filigrane Gotik von Santa Maria della Spina, im Palazzo Blu hängen Ausstellungen von Weltformat – und an einer Klosterwand nahe der Piazza Vittorio Emanuele II leuchtet mit Tuttomondo das letzte große Wandbild von Keith Haring.

Quartiere Sant'Antonio.
Südwestufer des Arno, zwischen Hauptbahnhof und Ponte di Mezzo
Lage
Alltags-Pisa: Einkaufsmeile, Gotik am Fluss, Street-Art
Charakter
Street-Art-Fans, Stadtbummler, Reisende mit Zwischenstopp
Gut für
Nachmittags zum Bummel, zur goldenen Stunde ans Flussufer
Beste Zeit

Südlich des Arno beginnt das alltägliche Pisa

Das Südufer – im Mittelalter als Stadtteil Chinzica besiedelt – war immer die Seite der Händler und Handwerker: Hier legten die Flussschiffe an, hier verlief die Straße nach Süden. Diese Bodenständigkeit prägt das Quartiere Sant'Antonio bis heute; zwischen Bahnhof und Fluss zieht der Corso Italia als Einkaufsmeile der Pisaner seine Linie zum Ponte di Mezzo, vorbei an den Logge di Banchi, der offenen Markthalle aus der Medici-Zeit.

Am Wasser wartet die Überraschung: Santa Maria della Spina, ein Schrein aus Marmorfialen und Statuennischen, gebaut für einen Dorn der Dornenkrone Christi und 1871 Stein für Stein vor dem Hochwasser auf das heutige Niveau versetzt. Gleich daneben lädt der kobaltblaue Palazzo Blu zu Ausstellungen, die regelmäßig Namen von Weltrang nach Pisa holen.

Und dann ist da noch das Wandbild, das hier niemand erwartet: 1989 malte Keith Haring auf die Rückwand des Klosters Sant'Antonio Abate sein letztes großes öffentliches Werk – Tuttomondo, eine Hymne auf den Frieden aus dreißig ineinander verschlungenen Figuren. Dass es nur wenige Gehminuten vom Bahnhof leuchtet, macht es zum perfekten ersten oder letzten Bild einer Pisa-Reise.

Lungarno Gambacorti

02 · Sehenswürdigkeiten

Im Viertel entdecken.

03 · Essen & Trinken

Wo es schmeckt.

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Direkt am Hauptbahnhof Pisa Centrale – das Viertel beginnt vor dessen Tür
Beste Zeit
Nachmittags zum Bummel über den Corso Italia, zur goldenen Stunde ans Flussufer
Gut für
Street-Art-Fans, Stadtbummler, Reisende mit wenig Zeit zwischen zwei Zügen
Preisniveau
Alltagspreise – spürbar günstiger als rund um den Turm
Insider-Tipp
Tuttomondo liegt keine fünf Gehminuten vom Bahnhof – ideal als erster oder letzter Stopp

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Was ist Tuttomondo?

Keith Harings letztes großes öffentliches Wandbild, 1989 auf die Rückwand des Klosters Sant'Antonio Abate gemalt: dreißig ineinander verschlungene Figuren als Hymne auf Frieden und Zusammenhalt. Es ist frei zugänglich und liegt wenige Gehminuten vom Bahnhof.

Kann man Santa Maria della Spina von innen besichtigen?

Nur unregelmäßig – die Öffnungszeiten sind begrenzt und wechseln je nach Saison. Das Hauptwerk ist ohnehin das Äußere: die Fialen, Giebel und Statuennischen der pisanischen Gotik, am schönsten im Abendlicht vom gegenüberliegenden Ufer.

Lohnt sich der Palazzo Blu?

Wenn eine der großen Wechselausstellungen läuft, unbedingt – das Haus holt regelmäßig internationale Namen nach Pisa. Dazu gibt es eine ständige Sammlung mit pisanischer Malerei und historischen Interieurs.

Ist die Gegend um den Bahnhof angenehm?

Tagsüber ist das Viertel ein normales, belebtes Stück Alltags-Pisa mit Geschäften und Cafés; nachts gilt wie an vielen italienischen Bahnhöfen: auf den Hauptachsen bleiben. Die Wege zu Corso Italia und Arno sind kurz und gut frequentiert.

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travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026