Der Formarinsee liegt auf rund 1793 Metern Seehöhe und gehört zu den eindrucksvollsten Hochgebirgszielen rund um Lech am Arlberg. Wer die Wanderung von Lech oder dem Zufahrtsbereich Formarinalpe antritt, begibt sich auf einen Weg, der das gesamte Spektrum alpiner Landschaft in sich vereint: sanfte Almwiesen, die sich im Frühsommer mit Wildblumen bedecken, felsige Wegpassagen, an denen der Untergrund schroffer wird, und schließlich das Becken des Sees selbst, das von den Gipfeln der Lechtaler Alpen gerahmt wird. Der Anstieg führt durch das Zugstal und vorbei an der Formalinalpe, wo Almwirtschaft und Bergpanorama aufeinandertreffen. Der Weg ist gut markiert und führt Wanderer kontinuierlich bergwärts, ohne technisch anspruchsvolle Kletterpassagen zu verlangen. Dennoch sollte man die Höhenmeter nicht unterschätzen: Der Aufstieg fordert Kondition und festes Schuhwerk. Mit jedem Höhenmeter weitet sich der Blick, bis schließlich das Rüfikopfmassiv und die Gipfel rund um den Spullersee im Süden sichtbar werden. Am See angekommen, öffnet sich eine stille Welt, die sich deutlich vom Trubel des Ortes Lech abhebt. Das Wasser schimmert je nach Tageszeit und Lichteinfall in Türkis- und Smaragdtönen. Die Formarinalpe bietet in der Saison eine Einkehrmöglichkeit, wo man nach dem Aufstieg mit regionaler Verpflegung rasten kann. Wer möchte, verlängert die Tour weiter zum Freiburger Hüttengrat oder dreht eine Runde um den See selbst – beide Optionen lohnen sich und schenken nochmals neue Perspektiven auf das Bergpanorama. Der Abstieg auf gleichem Weg lässt die Landschaft ein zweites Mal wirken, nun mit anderen Lichtverhältnissen am Nachmittag, wenn die Sonne tief über den Arlbergkamm fällt und die Almwiesen golden färbt. Wer früh aufbricht, hat den See oft für sich allein – ein Erlebnis, das die Wanderung zum Formarinsee von Lech am Arlberg zu einer der lohnendsten Tagestouren der Region macht.
Hoch über den Dächern von Lech am Arlberg wartet der Formarinsee mit einer Stille, die man in den Orten des Arlbergs kaum findet. Der Weg dorthin führt durch lebendige Almlandschaft, vorbei an der Formarinalpe, und endet an einem Bergsee, dessen Farbe mit dem Himmel zu konkurrieren scheint. Eine Tour, die Kondition verlangt und mit echtem Alpenpanorama belohnt.
