Bludenz liegt im Tal, eingerahmt von Bergketten, die man von der Altstadt aus jeden Tag sieht – und die man irgendwann einfach betreten muss. Die Muttersbergbahn ist der direkteste Weg dorthin. Die Gondel startet unweit des Stadtzentrums und zieht in wenigen Minuten hinauf auf den Muttersberg, wo sich auf rund 1.400 Metern eine völlig andere Welt öffnet: weite Almwiesen, Blick über das Walgau-Tal und die Silhouetten der Rätikon- und Silvretta-Gruppe im Hintergrund. Oben angekommen, beginnt das eigentliche Erlebnis erst. Ein verzweigtes Wanderwegenetz erschließt die Höhenlagen rund um den Muttersberg. Wer gemächlich unterwegs sein möchte, folgt dem Panoramaweg, der ohne große Höhenunterschiede durch Almgelände führt und dabei immer wieder freie Aussichten auf Bludenz und das Klostertal freigibt. Ambitioniertere Wanderer wählen längere Routen Richtung Nenzinger Himmel oder in die Umgebung des Brandnertals – allesamt Wege, die in dieser Landschaft nicht langweilig werden. Der Ablauf ist unkompliziert: Talstation, Gondel, Bergstation – und von dort aus zu Fuß los. Die Bahn selbst übernimmt den Höhengewinn, das Wandern beginnt auf dem Plateau. Das ist ein entscheidender Vorteil, der die Tour auch für Familien mit Kindern oder für Menschen zugänglich macht, die keine mehrstündigen Aufstiege suchen, aber dennoch echtes Berggelände erleben wollen. Oben gibt es eine Bergstation mit Einkehrmöglichkeit, sodass man sich nach der Tour mit Blick ins Tal stärken kann. Die Muttersbergbahn ist kein reines Sommerprogramm. Im Winter erschließt sie das Skigebiet, im Frühjahr und Herbst bietet der Muttersberg ruhige Wandertage abseits des Hochsommertrubels. Besonders eindrücklich ist der frühe Morgen: Wenn der Nebel noch im Tal liegt und die Sonne die Almhänge trifft, hat man das Gefühl, Bludenz gehöre einem allein.
Eine Gondelfahrt von Bludenz hinauf auf den Muttersberg – und plötzlich liegt das Walgau-Tal tief unter einem, während der Rätikon und die Silvretta am Horizont stehen. Oben beginnt ein Wanderwegenetz, das vom Almspaziergang bis zur mehrstündigen Bergtour reicht.
