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Mercato di Testaccio
Die Markthalle des Viertels: morgens Gemüse und Fisch, mittags Street-Food-Boxen mit Sandwiches und Supplì.
◆ STADTVIERTEL · ROM
Testaccio ist Roms Bauch: Um einen Hügel aus antiken Amphorenscherben gruppieren sich Markthalle, Trattorien und die Küchen, in denen Carbonara und Coda alla vaccinara erfunden wurden. Hierher kommt, wer das Rom der Römer schmecken will – samt Clubnächten im ehemaligen Schlachthof.

Der Monte Testaccio, der dem Viertel den Namen gibt, ist kein gewachsener Hügel, sondern eine antike Deponie: Millionen zerschlagener Öl-Amphoren, die über Jahrhunderte am Flusshafen des kaiserlichen Rom aufgeschichtet wurden, formten einen über 30 Meter hohen Berg aus Scherben. Schon das sagt viel über Testaccio – hier wurde immer angeliefert, gelagert, gearbeitet und gegessen, nie repräsentiert.
Ende des 19. Jahrhunderts entstand zwischen Pyramide und Tiber das Arbeiterviertel mit dem großen Schlachthof, und aus dessen Resteverwertung – dem quinto quarto, dem »fünften Viertel« des Tieres – entwickelten die Küchen ringsum die römischen Klassiker: Coda alla vaccinara, Trippa alla romana, dazu die Pasta-Dreifaltigkeit aus Carbonara, Amatriciana und Cacio e Pepe. Institutionen wie Felice (seit 1936) kochen sie bis heute, und in der modernen Markthalle reicht das Spektrum vom Gemüsestand bis zum Street-Food-Sandwich mit geschmortem Rind.
Der alte Schlachthof selbst ist heute Kulturareal, und in die Flanken des Scherbenbergs sind Clubs und Bars gebaut – nachts bekommt das bodenständige Viertel einen Bass. Dazwischen liegen zwei stille Orte von eigentümlicher Schönheit: die 36 Meter hohe Cestius-Pyramide, das Grabmal eines römischen Prätors, und dahinter der Protestantische Friedhof, auf dem Keats und Shelley unter Zypressen ruhen, bewacht von einer Kolonie wohlgenährter Katzen.
01 · Highlights
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Die Markthalle des Viertels: morgens Gemüse und Fisch, mittags Street-Food-Boxen mit Sandwiches und Supplì.
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Der Hügel aus Millionen antiker Amphorenscherben – in seine Flanken sind heute Bars und Clubs gebaut.
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Ein 36 Meter hohes Pyramidengrab von 12 v. Chr., eingebaut in die Aurelianische Stadtmauer – Roms unwahrscheinlichstes Monument.
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Zypressen, Katzen und die Gräber von Keats und Shelley – einer der stillsten und schönsten Orte der Stadt.
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Felice, Trapizzino und Co.: Hier wurde die Cucina Romana erfunden – reservieren lohnt sich fast überall.
02 · Essen & Trinken
03 · Sehenswürdigkeiten
04 · Erleben
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Wenn du gern isst: unbedingt. Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinn gibt es weniger als im Zentrum, dafür die beste Konzentration ehrlicher römischer Küche – und mit Pyramide, Scherbenberg und Protestantischem Friedhof drei Orte, die kaum ein Tourist kennt.
Montag bis Samstag tagsüber, sonntags geschlossen. Vormittags kaufen die Anwohner ein, gegen Mittag haben die Street-Food-Stände Hochbetrieb – ein perfekter günstiger Lunch-Stopp.
Eine Arme-Leute-Küche mit Charakter: Pasta-Klassiker wie Carbonara, Amatriciana und Cacio e Pepe sowie Gerichte aus dem quinto quarto, den einst übrig gebliebenen Teilen vom Schlachthof – etwa Coda alla vaccinara (Ochsenschwanz) und Trippa alla romana. Testaccio ist ihr Geburtsort.
In die Flanken des Monte Testaccio sind Clubs und Bars gebaut, dazu kommen Veranstaltungen im alten Schlachthof. Es ist das bassigste Viertel des inneren Rom – die Trattorien bleiben davon unberührt, die Hotels liegen meist ruhig.
07 · In der Nähe
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