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Castelo de São Jorge
Die maurische Hügelburg krönt Alfama und bietet von ihren Mauern den weitesten Rundblick über Lissabon und den Tejo.
◆ STADTVIERTEL · LISSABON
Alfama ist das älteste Viertel Lissabons – ein steiles Labyrinth aus engen Gassen, Treppen und Wäscheleinen, das vom Tejo bis hinauf zum Castelo de São Jorge klettert. Hier wurde der Fado geboren, und zwischen Sardinengeruch, Azulejos und Aussichtsterrassen schlägt bis heute das authentischste Herz der Stadt.
Alfama ist der einzige große Teil Lissabons, der das verheerende Erdbeben von 1755 weitgehend überstand – das Viertel liegt auf solidem Fels und am Hang, während die zerstörte Unterstadt danach im strengen Schachbrettraster neu errichtet wurde. So blieb hier das organisch gewachsene, fast orientalisch verschachtelte Stadtbild erhalten: Der Name leitet sich vom arabischen Al-hamma (Quellen, Bäder) ab und erinnert an die maurische Vergangenheit. Über allem thront seit rund tausend Jahren das Castelo de São Jorge.
Man verirrt sich hier gerne – und genau darin liegt der Reiz. Vom Miradouro de Santa Luzia und dem benachbarten Miradouro das Portas do Sol fällt der Blick über ein Meer aus Ziegeldächern bis zum Fluss. Die quietschgelbe Tram 28 zwängt sich durch Gassen, die viel zu eng für sie wirken. Unten, an der Sé de Lisboa, steht die romanisch-gotische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert, und am Campo de Santa Clara breitet sich dienstags und samstags der Trödelmarkt Feira da Ladra aus.
Vor allem aber ist Alfama die Wiege des Fado. In den ehemaligen Seemannskneipen entstand der melancholische Gesang, der 2011 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde – das Museu do Fado im Viertel erzählt seine Geschichte. Abends klingt aus winzigen Tascas Gitarrenmusik, und im Juni, zum Fest des Stadtheiligen Santo António, hängen Girlanden über den Gassen und überall brutzeln Sardinen auf dem Grill.
01 · Highlights
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Die maurische Hügelburg krönt Alfama und bietet von ihren Mauern den weitesten Rundblick über Lissabon und den Tejo.
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Zwei nebeneinanderliegende Aussichtsterrassen schauen über die roten Dächer Alfamas hinab zum Fluss.
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Das nationale Fado-Museum erklärt Ursprung und Stars dieses Lissaboner Klagegesangs – ideal vor einem Fado-Abend.
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Die wuchtige Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert mischt romanische und gotische Formen und ist das älteste Gotteshaus der Stadt.
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Lissabons traditionsreicher Flohmarkt am Campo de Santa Clara, vor dem weißen Dom des Panteão Nacional, öffnet dienstags und samstags.
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06 · Häufige Fragen
In den kleinen Fado-Tascas der Seitengassen, oft mit Abendessen. Das Museu do Fado liefert die Geschichte dazu. Reservieren lohnt sich, da die besten Häuser klein und schnell voll sind.
Zu Fuß durch die Gassen, mit der historischen Tram 28 oder über die Metro-Stationen Terreiro do Paço und Santa Apolónia am Rand des Viertels. Innerhalb Alfamas geht es nur zu Fuß über Treppen und Kopfsteinpflaster.
Der Flohmarkt am Campo de Santa Clara öffnet dienstags und samstags, am besten am Vormittag. Vom angrenzenden Panteão Nacional hat man zudem einen schönen Blick über das Viertel.
Ja. Schon das Schlendern durch die Gassen, die Aussichtspunkte Portas do Sol und Santa Luzia sowie die Sé-Kathedrale machen den Reiz aus – der Charakter Alfamas liegt im Viertel selbst, nicht nur in der Burg.
07 · In der Nähe
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