Wer in Bad Gastein den Gasteiner Heilstollen besucht, taucht buchstäblich in den Berg ein: Auf Loren rollen die Besucher über mehrere Kilometer in das Innere des Radhausbergs hinein, dorthin, wo sich vor Jahrzehnten Bergleute auf der Suche nach Gold durch den Fels arbeiteten und dabei ein ungewöhnliches Klima entdeckten. Genau dieses Mikroklima – die Kombination aus natürlichem Radon, hoher Luftfeuchtigkeit und milder Wärme zwischen den Felswänden – macht den Stollen bis heute zu einem besonderen Ort der Therapie. Der Besuch beginnt nicht im Berg selbst, sondern bei der Anreise mit der Stollenbahn. Während die Lore langsam in den Tunnel rollt, wird es draußen dunkel, die Luft wird wärmer und feuchter, und mit jedem Meter spürt man, wie der Alltag zurückbleibt. In den Behandlungsstationen tief im Inneren liegt man dann ruhig auf Liegen, lässt die Wärme und das feuchte Stollenklima auf sich wirken und gibt dem Körper Zeit, zur Ruhe zu kommen. Anwendungen im Gasteiner Heilstollen werden traditionell zur Linderung von Beschwerden des Bewegungsapparates und entzündlicher Erkrankungen genutzt. Wichtig zu wissen: Der Heilstollen ist in erster Linie eine medizinische Therapieeinrichtung, kein gewöhnliches Ausflugsziel zum Spazieren. Eine Behandlung erfolgt nach ärztlicher Beratung und individueller Eignung. Wer sich für eine Therapie oder eine Schnupperfahrt interessiert, sollte vorab Kontakt aufnehmen und sich zu Tickets, Tarifen und Voraussetzungen informieren, da Angebote und Bedingungen variieren. Gerade die Verbindung aus Bergbaugeschichte und heilklimatischer Nutzung macht den Ort in Bad Gastein so eigen. Hier trifft die raue Welt des einstigen Goldbergbaus auf einen geschützten Raum der Entspannung – ein Erlebnis, das man so kaum ein zweites Mal findet.
Mit der Stollenbahn geht es tief in den Radhausberg hinein. Im warmen, feuchten Stollenklima ruhst du in den Behandlungsstationen auf Liegen. Es ist kein klassischer Sightseeing-Stopp, sondern ein medizinisch geprägtes Erlebnis nach ärztlicher Beratung.
Der Gasteiner Heilstollen geht auf den einstigen Goldbergbau im Radhausberg zurück. Bei den Grabungen entdeckte man im Berginneren ein ungewöhnliches Klima aus Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit und natürlichem Radon. Aus den ehemaligen Bergbaustollen entwickelte sich so eine heilklimatische Einrichtung, die das Mikroklima des Berges therapeutisch nutzbar macht.
