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Melone I & II del Sodo
Monumentale etruskische Grabhügel mit archaischer Altartreppe – Zeugnisse des mächtigen Cortona der Etruskerzeit.
◆ STADTVIERTEL · CORTONA
In der Ebene am Fuß des Stadthügels liegt Camucia, Cortonas moderner Alltagsort mit Bahnhof, Markt und Geschäften – und zugleich das Tor zur etruskischen Vergangenheit: Am Sodo erheben sich die monumentalen Grabhügel Melone I und II, auf halber Höhe leuchtet die Renaissancekirche Santa Maria delle Grazie al Calcinaio. Wer mit dem Zug anreist, kommt hier zuerst an.

Camucia ist das Gegenstück zur Postkarten-Altstadt: ein lebendiger Ort in der Ebene, in dem die Cortonesi einkaufen, zur Schule gehen und auf den Zug warten. Für Reisende ist es vor allem der Ankunftspunkt – der Bahnhof Camucia-Cortona liegt an der Linie Florenz–Rom, und von hier bringen Busse und Taxis Besucher in wenigen Minuten den Hügel hinauf. Wer länger bleibt, schätzt die Supermärkte, den Wochenmarkt und Preise, die spürbar unter denen der Oberstadt liegen.
Der eigentliche Schatz des Tals ist älter: Am Sodo, nordwestlich von Camucia, liegen zwei der bedeutendsten etruskischen Grabhügel Italiens. Melone II überrascht mit einer monumentalen Altartreppe mit Skulpturenschmuck aus archaischer Zeit, Melone I birgt begehbare Grabkammern – zusammen erzählen sie von einer Epoche, in der Cortona zu den mächtigen Städten Etruriens gehörte. Die Funde von hier zeigt das MAEC oben in der Stadt; am Hang Richtung Altstadt versteckt sich zudem die Tanella di Pitagora, ein kleineres Grabmonument zwischen Olivenbäumen.
Auf halber Höhe zwischen Camucia und Cortona steht schließlich einer der klarsten Renaissancebauten der Toskana: Santa Maria delle Grazie al Calcinaio, Ende des 15. Jahrhunderts nach Plänen von Francesco di Giorgio Martini errichtet. Die helle Kuppelkirche über dem ehemaligen Gerberviertel ist ein stiller Zwischenstopp, den die meisten Tagesbesucher verpassen – und genau deshalb lohnt er.
01 · Highlights
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Monumentale etruskische Grabhügel mit archaischer Altartreppe – Zeugnisse des mächtigen Cortona der Etruskerzeit.
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Renaissancekirche von Francesco di Giorgio Martini auf halber Höhe zwischen Tal und Altstadt.
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Kleines etruskisches Grabmonument am Hang, zwischen Olivenbäumen versteckt – ein lohnender Abstecher.
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Der Alltagsmarkt des Tals: Obst, Gemüse, Käse und Haushaltswaren – Cortona ohne Inszenierung.
02 · Sehenswürdigkeiten
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06 · Häufige Fragen
Vom Bahnhof Camucia-Cortona fahren regelmäßig Busse die rund fünf Kilometer hinauf zur Piazza Garibaldi; alternativ stehen Taxis bereit. Zu Fuß ist der Weg steil und entlang der Straße wenig reizvoll – die Auffahrt lieber fahren und die Kräfte für die Gassen oben aufsparen.
Die Grabhügel Melone I und II gehören zum Archäologischen Park von Cortona; Zugang und Führungen sind über das MAEC organisiert, die Öffnungszeiten wechseln saisonal. Am besten vorab im Museum oder online informieren – die Altartreppe von Melone II ist auch von außen eindrucksvoll.
Ja – die Kuppelkirche aus dem späten 15. Jahrhundert gilt als Hauptwerk von Francesco di Giorgio Martini und als einer der harmonischsten Renaissancebauten der Toskana. Sie liegt direkt an der Auffahrt zur Altstadt und kostet nur einen kurzen Stopp.
Wer aufs Budget achtet oder spät mit dem Zug ankommt, findet hier praktische und günstigere Unterkünfte. Die Magie Cortonas spielt allerdings oben in der Altstadt – für die Abendstimmung auf der Piazza nimmt man besser ein Quartier innerhalb der Mauern.
07 · In der Nähe
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