Am Sodo, in der Ebene nordwestlich von Cortona, liegen zwei der bedeutendsten etruskischen Grabhügel Italiens: die sogenannten Meloni von Cortona. Sie zeugen von der Bedeutung der Stadt in etruskischer Zeit, als Cortona zu den führenden Zentren der Region gehörte. Wer die Geschichte hinter den Funden im MAEC mit eigenen Augen sehen will, kommt hierher. Melone II überrascht mit einer monumentalen Altartreppe, die mit Skulpturenschmuck aus archaischer Zeit versehen ist – ein außergewöhnliches Zeugnis etruskischer Bildhauerkunst, das in dieser Form selten erhalten ist. Die Anlage gibt einen Eindruck davon, mit welchem Aufwand die etruskische Oberschicht ihre Toten bestattete und ihre Macht im Landschaftsraum sichtbar machte. Melone I birgt begehbare Grabkammern, die einen unmittelbaren Eindruck vom Inneren eines solchen Hügelgrabs vermitteln. Zusammen bilden die beiden Meloni einen archäologischen Park in der Ebene, der die Funde des MAEC räumlich verankert – das Museum oben in der Stadt zeigt, was hier unten geborgen wurde. Für einen Besuch empfiehlt es sich, vorab im MAEC nach Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen über den Archäologischen Park zu fragen, da die Zugänglichkeit saisonal wechselt. Ein Ticket ist erforderlich. Die Kombination aus Museumsbesuch in der Stadt und den Grabhügeln in der Ebene ergibt das vollständige Bild der etruskischen Vergangenheit Cortonas.
Die Altartreppe von Melone II ist das markanteste Motiv der Anlage.





























