Im Palazzo Casali an der Piazza Signorelli bündelt das MAEC – das Museo dell'Accademia Etrusca e della Città di Cortona – die etruskische Geschichte der Stadt. Cortona war eine der zwölf Städte des etruskischen Bundes, und das Museum macht diese tiefe Vergangenheit auf eindrucksvolle Weise greifbar. Es ist der ideale Auftakt, bevor man die Gräber unten in der Ebene besucht. Zu den Glanzstücken zählt der bronzene Hängeleuchter aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., ein kunsthandwerkliches Meisterwerk von außergewöhnlicher Feinheit. Ebenso bedeutend ist die Tabula Cortonensis, eine der längsten erhaltenen etruskischen Inschriften, die für die Erforschung der etruskischen Sprache von großem Wert ist. Beide Objekte gehören zu den wichtigsten etruskischen Funden überhaupt. Die Sammlung reicht jedoch weit über die Etrusker hinaus. Das MAEC zeigt eine ägyptische Sammlung, Funde aus den Grabhügeln am Sodo und Säle zur Stadtgeschichte, die den Bogen bis in die Moderne spannen – bis zum Futuristen Gino Severini, der aus Cortona stammte. So verbindet das Haus Archäologie, Kunst und Lokalgeschichte unter einem Dach. Wer das MAEC mit den Meloni del Sodo in der Ebene verbindet, erlebt die etruskische Vergangenheit Cortonas vollständig: hier die Funde und ihre Einordnung, dort die monumentalen Grabhügel selbst. Informationen zu Führungen über den Archäologischen Park gibt es ebenfalls im Museum. Für das MAEC ist ein Ticket erforderlich; die Öffnungszeiten können saisonal wechseln.
Der Bronzeleuchter kommt ohne Blitz und mit ruhiger Hand am besten zur Geltung.





























