Highlight
Biblioteca Joanina
Die barocke Prunkbibliothek aus dem 18. Jahrhundert mit vergoldeten Regalen, Tropenholz und der berühmten Fledermauskolonie – zeitlich begrenzter Einlass.
◆ STADTVIERTEL · COIMBRA
Die Alta ist Coimbras Krone. Vom Mondego steigt das Pflaster steil hinauf zum Paço das Escolas, dem alten Königspalast, in dem seit fast 500 Jahren studiert wird. Hier blendet die Biblioteca Joanina mit Gold und Tropenholz, hier ruft der Glockenturm zur Vorlesung, hier liegen unter dem Museu Machado de Castro die römischen Galerien des Cryptoporticus. Zwischen Hörsälen, Studentenrepubliken und der strengen Sé Nova verdichtet sich auf engstem Raum ein Jahrtausend Stadtgeschichte – das Viertel ist seit 2013 UNESCO-Welterbe.

Die Alta war über Jahrhunderte die Königsstadt: Hier residierten die ersten Könige Portugals, ehe der Hof nach Lissabon zog und König Johann III. 1537 die Universität dauerhaft in den verlassenen Palast verlegte. Seither ist der Hügel Lehre und Macht in einem. Vom Innenhof des Paço das Escolas, gerahmt von der Via Latina und der prunkvollen Sala dos Capelos, führt der Weg in die Biblioteca Joanina, deren drei vergoldete Säle zu den schönsten Bibliotheken der Welt zählen – bewacht von einer Kolonie Fledermäuse, die nachts die Bücher vor Insekten schützt.
Doch die Alta ist mehr als die Universität. Unter dem Museu Nacional Machado de Castro liegt der Cryptoporticus, eine monumentale römische Galerienkonstruktion aus der Zeit, als die Stadt Aeminium hieß. Gleich daneben erhebt sich die Sé Nova, die strenge spätere Kathedrale aus der Jesuitenzeit. Und in den engen Gassen verstecken sich die Repúblicas, die jahrhundertealten studentischen Wohngemeinschaften mit eigenen Namen, Wappen und Ritualen.
Wer die Alta erlebt, erlebt das studentische Coimbra: schwarze Umhänge auf dem Pflaster, das Echo der guitarra de Coimbra aus einem offenen Fenster, im Mai der Taumel der Queima das Fitas. Am frühen Morgen, bevor die Reisegruppen kommen, gehört der Hügel den Tauben, den Studierenden auf dem Weg zur Vorlesung – und dem Blick, der vom Paço über den Mondego bis zu den Klöstern von Santa Clara reicht.
01 · Highlights
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Die barocke Prunkbibliothek aus dem 18. Jahrhundert mit vergoldeten Regalen, Tropenholz und der berühmten Fledermauskolonie – zeitlich begrenzter Einlass.
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Der alte Königspalast mit der Via Latina, dem Glockenturm und der prunkvollen Sala dos Capelos, in der heute noch Promotionen gefeiert werden.
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Eines der bedeutendsten Kunstmuseen Portugals – über dem römischen Cryptoporticus, der Galerien aus der Antike begehbar macht.
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Die strenge spätere Kathedrale aus der Jesuitenzeit mit manieristischer Fassade, nur wenige Schritte vom Museum entfernt.
02 · Sehenswürdigkeiten
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Sie ist eine barocke Prunkbibliothek des 18. Jahrhunderts mit vergoldeten Regalen aus Tropenholz und einer Kolonie von Fledermäusen, die nachts Insekten fängt und so die alten Bücher schützt. Der Einlass ist zeitlich streng begrenzt – vorab buchen lohnt sich.
Ja, die Oberstadt liegt hoch über dem Fluss, und von der Baixa führen steile Gassen und Treppen hinauf. Wer das vermeiden will, nimmt den Aufzug Elevador do Mercado oder einen Stadtbus bis nahe der Universität.
Die Repúblicas sind jahrhundertealte studentische Wohngemeinschaften mit eigenen Namen, Wappen und Ritualen – eine Coimbra-Besonderheit. Sie verstecken sich in den Gassen der Alta und gehören zur lebendigen Tradition der Universitätsstadt.
Den Innenhof des Paço das Escolas kann man frei betreten; für die Bibliothek, die Sala dos Capelos und die Kapelle braucht man ein Ticket mit Zeitfenster. Ein Kombiticket deckt die wichtigsten Räume ab.
07 · In der Nähe
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