Am westlichen Stadtrand von Steyr, auf einer Anhöhe über dem Tal der Steyr, steht die Wallfahrtskirche Christkindl – ein barocker Bau, dessen Name eng mit der Weihnachtszeit verwoben ist. Der Überlieferung nach geht die Wallfahrt auf eine kleine, aus Wachs gefertigte Christkind-Figur zurück, die ein frommer Mann in einem Baumstamm verehrte und der Heilung von seinen Leiden zugeschrieben wurde. Aus diesem schlichten Andachtsort entwickelte sich ein Wallfahrtsziel, das schließlich von einem repräsentativen Kirchenbau gekrönt wurde. Betritt man die Kirche, fällt der Blick zunächst auf den festlich gestalteten Innenraum, in dessen Mittelpunkt jene verehrte Christkind-Figur steht. Die Verbindung von barocker Architektur und der intimen Andachtsgeschichte verleiht dem Raum eine ruhige, fast familiäre Atmosphäre, die sich deutlich von großen Kathedralen unterscheidet. Wer Stille sucht, findet hier einen Ort, an dem das Innehalten leichtfällt. Besonders lebendig wird Christkindl in der Adventszeit. Dann verwandelt sich der Ort in einen Anlaufpunkt für Besucher aus nah und fern, und das berühmte Christkindl-Postamt nimmt seine Arbeit auf: Von hier aus werden Briefe mit dem begehrten Weihnachtsstempel versehen, Kinder schreiben ihre Wunschzettel ans Christkind, und der Sonderpoststempel macht Christkindl weit über Steyr hinaus bekannt. Diese Tradition rund um die Weihnachtspost gehört zu den Eigenheiten, die den Ort einzigartig machen. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Ausflug in die historische Altstadt von Steyr verbinden, die nur wenige Minuten entfernt liegt. So verbindet sich der besinnliche Charakter der Wallfahrtskirche mit dem Erkundungserlebnis einer der schönsten Altstädte Oberösterreichs. Im Advent empfiehlt sich frühes Kommen, denn dann zieht es viele Gäste gleichzeitig hierher.
Ein barocker Kirchenraum von ruhiger, fast familiärer Stimmung, in dessen Mittelpunkt die verehrte Christkind-Figur steht. In der Adventszeit kommt das Christkindl-Postamt mit seinem Sonderpoststempel hinzu – dann ist deutlich mehr los als in den übrigen Monaten.
Der Überlieferung nach geht die Wallfahrt auf eine kleine, aus Wachs gefertigte Christkind-Figur zurück, die ein frommer Mann in einem Baumstamm verehrte und der Linderung seiner Leiden zugeschrieben wurde. Aus diesem Andachtsort entwickelte sich ein Wallfahrtsziel, über dem schließlich die heutige barocke Kirche errichtet wurde.
