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Gassen der Mouraria
Das maurische Labyrinth aus engen, kalkweißen Gassen mit Bögen und blumengeschmückten Innenhöfen.
◆ STADTVIERTEL · ÉVORA
Westlich des Zentrums liegt das alte maurische Viertel, in dem unter christlicher Herrschaft die muslimische Bevölkerung Évoras lebte. Die Mouraria ist ein Geflecht enger, kalkweißer Gassen mit niedrigen Bögen, blumengeschmückten Innenhöfen und Wäscheleinen über den Köpfen – das ruhigste und authentischste Quartier der Altstadt. Hier, fernab der großen Achsen, verbergen sich Évoras berühmteste Familien-Tascas, in denen die deftige Alentejo-Küche seit Jahrzehnten gepflegt wird.

Als Gerald der Furchtlose Évora 1165 für die christlichen Könige zurückeroberte, wurden die muslimischen Bewohner der Stadt in dieses westliche Quartier verwiesen – daher der Name Mouraria, „Maurenviertel“. Bis zu ihrer endgültigen Vertreibung lebten und arbeiteten hier die Mauren; ihr Erbe steckt bis heute im Grundriss: enge, gewundene Gassen, niedrige Durchgänge, plötzliche Innenhöfe, eine Architektur des Schattens und der Kühle.
Während das Oberviertel São Mamede die Macht der Stadt zur Schau stellt, ist die Mouraria das alltägliche Évora: weiß getünchte Häuser mit gelb oder blau gerahmten Fenstern, Töpfe mit Geranien, Wäsche im Wind, Katzen auf warmen Schwellen. Touristenströme verlaufen sich hier selten – stattdessen begegnet man dem ruhigen Leben einer Stadt, die ihre Geschichte ohne Aufhebens trägt.
Berühmt ist die Mouraria vor allem für ihre Küche. In den unscheinbaren Tascas des Viertels – allen voran das winzige Botequim da Mouraria mit seiner Handvoll Theken-Plätzen – wird die deftige Alentejo-Küche in höchster Qualität serviert: porco preto, Lammeintopf, Schafskäse, dazu kräftiger Rotwein aus der Region. Wer in der Mouraria isst, isst dort, wo auch die Eévorenser essen.
01 · Highlights
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Das maurische Labyrinth aus engen, kalkweißen Gassen mit Bögen und blumengeschmückten Innenhöfen.
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Die berühmten, oft winzigen Tavernen des Viertels, in denen die deftige Alentejo-Küche seit Jahrzehnten gepflegt wird.
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Weiße Fassaden mit farbigen Rahmen, Geranien, Wäscheleinen – das ruhige, authentische Évora abseits der Hauptachsen.
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Der Grundriss des Viertels erzählt von fünf Jahrhunderten unter muslimischer und mozarabischer Bevölkerung.
02 · Essen & Trinken
03 · Sehenswürdigkeiten
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04 · Hotels
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Weil hier nach der christlichen Rückeroberung 1165 die muslimische („maurische“) Bevölkerung Évoras angesiedelt wurde. Der Name und der verwinkelte Grundriss erinnern bis heute an diese Zeit.
Deutlich weniger als die Hauptachsen rund um Tempel und Kathedrale. Das Viertel ist ruhig und alltäglich – gerade das macht seinen Reiz aus, zumal sich hier einige der besten Tascas der Stadt verbergen.
In den familiengeführten Tascas des Viertels, etwa im winzigen Botequim da Mouraria. Die Plätze sind oft knapp und ohne Reservierung schwer zu bekommen, also lieber früh kommen oder vorab fragen.
Durchaus – das Viertel ist ein bewusst gewachsenes Labyrinth. Das gehört zum Erlebnis; mit der Kathedrale als Orientierungspunkt findet man immer zurück Richtung Zentrum.
07 · In der Nähe
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