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Capela dos Ossos
Die Knochenkapelle in der Igreja de São Francisco – Wände und Säulen aus menschlichen Gebeinen, Évoras berühmtester Ort.
◆ STADTVIERTEL · ÉVORA
Im Süden der Altstadt liegt das Viertel um die mächtige Igreja de São Francisco, in der sich Évoras berühmtester und verstörendster Ort verbirgt: die Capela dos Ossos, deren Wände und Säulen vollständig mit menschlichen Gebeinen verkleidet sind. Über dem Eingang mahnt der Spruch „Wir Gebeine, die hier liegen, warten auf die euren“. Nur wenige Schritte weiter breitet sich der weitläufige Jardim Público aus, mit Palmen, Pavillons und romantischen Scheinruinen – Memento mori und Gartenruhe, dicht beieinander.

Die Igreja de São Francisco aus dem frühen 16. Jahrhundert ist mit ihrem weiten, einschiffigen Gewölbe schon für sich genommen eine der bedeutendsten Kirchen Évoras. Doch berühmt ist sie für ihre Seitenkapelle: die Capela dos Ossos. Im 16. Jahrhundert ließen Franziskanermönche die Gebeine aus überfüllten Friedhöfen hierher überführen und mit ihnen Wände und Säulen verkleiden – als drastische Mahnung an die Vergänglichkeit alles Irdischen. Tausende Schädel und Knochen blicken den Besucher an, über dem Eingang steht der berühmte Satz „Nós ossos que aqui estamos pelos vossos esperamos“.
Unmittelbar an die Kirche schließt der Jardim Público an, Évoras großer Stadtgarten aus dem 19. Jahrhundert. Unter Palmen und alten Bäumen liegen Teiche, ein Musikpavillon und die Ruínas Fingidas – bewusst angelegte „falsche Ruinen“, die aus echten gotischen und manuelinischen Bauteilen zusammengesetzt wurden. Pfauen stolzieren über die Wege, Einheimische treffen sich auf den Bänken im Schatten.
Dieser Kontrast macht das Viertel aus: Erst der schaurig-faszinierende Ernst der Knochenkapelle, dann die Leichtigkeit des Gartens. Es liegt günstig am südlichen Mauerring, nahe dem Rossio mit seinen Bushaltestellen und Parkplätzen – für viele der praktische Einstieg in die Altstadt.
01 · Highlights
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Die Knochenkapelle in der Igreja de São Francisco – Wände und Säulen aus menschlichen Gebeinen, Évoras berühmtester Ort.
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Mächtige Kirche des frühen 16. Jahrhunderts mit weitem Gewölbe, Mutterhaus der Knochenkapelle.
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Évoras großer Stadtgarten mit Palmen, Teichen, Musikpavillon und Pfauen – grüne Ruhe gleich neben der Kapelle.
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Romantische Scheinruinen im Park, aus echten gotischen und manuelinischen Bauteilen kunstvoll zusammengefügt.
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06 · Häufige Fragen
Eine Seitenkapelle der Igreja de São Francisco, deren Wände und Säulen im 16. Jahrhundert von Franziskanermönchen mit menschlichen Gebeinen verkleidet wurden – als Mahnung an die Vergänglichkeit. Über dem Eingang steht der Satz „Wir Gebeine, die hier liegen, warten auf die euren“.
Das hängt vom Kind ab – der Anblick tausender Schädel und Knochen kann sensible Kinder verstören. Viele Familien kombinieren den Besuch mit dem direkt anschließenden Jardim Público, wo Pfauen und Teiche für Ausgleich sorgen.
Ja, für die Kapelle wird Eintritt verlangt; das angeschlossene Museum gehört meist dazu. An Spitzentagen lohnt es sich, früh am Morgen zu kommen, um Warteschlangen zu vermeiden.
Sehr – er ist der größte und schattigste Garten der Altstadt, mit altem Baumbestand, einem Musikpavillon, den romantischen Ruínas Fingidas und Pfauen. Der perfekte Ort für eine Pause zwischen zwei Sehenswürdigkeiten.
07 · In der Nähe
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