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Aqueduto da Água de Prata
Der Renaissance-Aquädukt, in dessen Bögen am Stadtrand Häuser und Läden eingebaut wurden – Wohnen im Aquädukt.
◆ STADTVIERTEL · ÉVORA
Jenseits der Mauern beginnt das weite Alentejo: Hier zieht der Aqueduto da Água de Prata aus dem 16. Jahrhundert heran, dessen Bögen sich am Stadtrand in der Rua do Cano in Wohnhäuser und Läden verwandeln – eines der ungewöhnlichsten Stadtbilder Portugals. Ringsum liegen Klosterhotels, Quintas und Weingüter, und nur eine Viertelstunde entfernt steht der Cromeleque dos Almendres, ein Steinkreis, der älter ist als Stonehenge. Wer Évora ganz verstehen will, fährt hinaus in dieses stille, weite Land.

Der Aqueduto da Água de Prata, das „Silberwasser“, wurde im 16. Jahrhundert unter König João III. erbaut, um Évora aus rund 18 Kilometern Entfernung mit frischem Wasser zu versorgen. Sein eindrucksvollstes Stück liegt am nordwestlichen Stadtrand: In der Rua do Cano sind unter und zwischen die mächtigen Bögen im Lauf der Jahrhunderte Häuser, Läden und kleine Werkstätten gebaut worden, sodass Menschen buchstäblich im Aquädukt wohnen – ein Anblick, den es so kaum ein zweites Mal gibt.
Noch weiter zurück reicht der Cromeleque dos Almendres, rund fünfzehn Autominuten westlich der Stadt: Fast hundert Menhire, die vor sieben Jahrtausenden in zwei großen Ovalen aufgestellt wurden, gehören zu den bedeutendsten Megalithanlagen der Iberischen Halbinsel – älter als die Pyramiden und älter als Stonehenge. In der Nähe steht der einzelne Menhir dos Almendres, mit dem die Anlage auf Sonnenwenden ausgerichtet zu sein scheint.
Dazwischen breitet sich das eigentliche Alentejo aus: sanfte Hügel unter Korkeichen, deren rotbraun geschälte Stämme die Landschaft prägen, Weizenfelder und vor allem Weingüter. Der Alentejo ist Portugals große Rotweinregion, und rund um Évora liegen zahlreiche Quintas, die Verkostungen und Kellerführungen anbieten – viele in restaurierten Klöstern und Herrenhäusern, einige mit eigenen Hotels. Hier draußen, in der Stille der Ebene, zeigt Évora seine zweite, ländliche Seele.
01 · Highlights
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Der Renaissance-Aquädukt, in dessen Bögen am Stadtrand Häuser und Läden eingebaut wurden – Wohnen im Aquädukt.
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Fast hundert Menhire in zwei Ovalen, älter als Stonehenge – einer der größten Steinkreise Europas, westlich der Stadt.
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Quintas mit Verkostungen und Kellerführungen rund um Évora, oft in restaurierten Klöstern und Herrenhäusern.
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Sanfte Hügel unter Korkeichen mit rotbraun geschälten Stämmen – das typische Bild des weiten Alentejo.
02 · Sehenswürdigkeiten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja – am nordwestlichen Stadtrand, in der Rua do Cano, sind im Lauf der Jahrhunderte Häuser und Läden zwischen und unter die Bögen des Aqueduto da Água de Prata gebaut worden. Man kann buchstäblich durch den Aquädukt spazieren.
Die Anlage wurde über mehrere Jahrtausende errichtet; die ältesten Menhire stammen aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. – damit ist der Steinkreis älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden.
Am einfachsten mit dem Auto – der Cromeleque dos Almendres liegt rund fünfzehn Minuten westlich, über eine kurze Schotterpiste. Wer kein Auto hat, bucht eine geführte Tour ab Évora, die oft Megalithen und Weinprobe verbindet.
Sehr – der Alentejo ist Portugals bedeutendste Rotweinregion. Rund um Évora bieten zahlreiche Quintas Verkostungen und Kellerführungen an, viele in restaurierten Klöstern und Herrenhäusern. Eine Voranmeldung ist meist ratsam.
07 · In der Nähe
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