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Santa Maria in Trastevere
Eine der ältesten Marienkirchen Roms – mit Cavallinis Apsismosaiken und goldener Fassade, die abends angestrahlt wird.
◆ STADTVIERTEL · ROM
Jenseits des Tiber schlägt Roms romantischstes Herz: Kopfsteinpflaster, Wäscheleinen zwischen ockerfarbenen Fassaden und die goldenen Mosaiken von Santa Maria in Trastevere. Tagsüber ein Bilderbuch-Dorf, verwandelt sich das Viertel abends in Roms größte Open-Air-Trattoria – mit allem Trubel, der dazugehört.

Der Name sagt alles: trans Tiberim, jenseits des Tiber. Schon in der Antike lebten hier Seeleute, Händler und Zugezogene aus dem ganzen Mittelmeerraum – eine Vorstadt der einfachen Leute, eigensinnig und stolz darauf. Diesen Eigensinn haben die trasteverini nie abgelegt: Noch im 20. Jahrhundert galt das Viertel als Rom der Römer, und im Juli feiert es sich bei der Festa de' Noantri – dem Fest »von uns anderen« – bis heute selbst.
Das Zentrum ist die Piazza di Santa Maria in Trastevere mit ihrer Basilika, einer der ältesten Marienkirchen Roms. Hinter der Fassade mit ihrem goldenen Mosaikfries öffnet sich ein Kirchenraum auf antiken Säulen, dessen Apsismosaiken von Pietro Cavallini zu den Höhepunkten des römischen Mittelalters zählen. Abends, wenn die Fassade angestrahlt wird und der Brunnen davor zur Sitzbank des Viertels wird, ist der Platz einer der schönsten Orte der Stadt – ganz ohne Eintritt.
Kulinarisch ist Trastevere ein Versprechen mit Sternchen: Zwischen Touristenmenüs an den Hauptachsen verstecken sich ernsthafte Häuser wie die winzige Trattoria Da Enzo al 29 in der ruhigeren Osthälfte. Wer den Trubel dosieren will, kommt vormittags, isst früh zu Abend und steigt danach die Treppen zum Gianicolo hinauf: Von der Terrasse oben liegt dir ganz Rom zu Füßen, während unten in den Gassen die Nacht erst beginnt.
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Eine der ältesten Marienkirchen Roms – mit Cavallinis Apsismosaiken und goldener Fassade, die abends angestrahlt wird.
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Der Dorfplatz des Viertels: Brunnenstufen, Straßenmusik und das beste Volkstheater der Stadt – gratis.
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Über Treppenwege erreichbar: das große Rom-Panorama vom Hügel über dem Viertel, mittags mit Kanonenschuss.
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Die beiden schönsten Wege hinüber: über die antike Inselbrücke oder die Fußgängerbrücke mit Blick auf die Kuppel des Petersdoms.
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Carbonara, Carciofi und Hauswein: In der ruhigeren Osthälfte um die Via dei Vascellari kochen die ernsthaften Küchen des Viertels.
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06 · Häufige Fragen
An den Hauptachsen rund um die Piazza di Santa Maria ja – dort reiht sich Lokal an Lokal mit mehrsprachigen Karten. Zwei Gassen weiter, Richtung Santa Cecilia und Via dei Vascellari, sitzt du zwischen Römern. Die Mischung gehört zum Viertel.
In den kleinen, oft winzigen Trattorien abseits der Hauptgassen – Da Enzo al 29 ist das berühmteste Beispiel. Ohne Reservierung heißt es dort anstehen; wer um 19 Uhr kommt, hat die besten Chancen.
Unbedingt: Der Hügel über Trastevere bietet das klassische Rom-Panorama mit allen Kuppeln, mittags um zwölf verbunden mit dem traditionellen Kanonenschuss. Der Spaziergang hinauf dauert etwa 20 Minuten.
Zu Fuß über die Ponte Sisto bist du in zehn Minuten am Campo de' Fiori; die Tram 8 bringt dich zum Largo di Torre Argentina. Eine Metro-Station hat das Viertel nicht – genau das hat es vor dem großen Umbau bewahrt.
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