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◆ STADTVIERTEL · FARO

Cidade Velha.Faros ummauerte Seele

Hinter dem mächtigen Arco da Vila beginnt das mittelalterliche Faro: ein Gewirr aus Kopfsteinpflastergassen, orangefarbenen Häusern und alten Stadtmauern rund um den orangenbaumgesäumten Largo da Sé. In diesem Viertel, das die Einheimischen Vila-Adentro nennen, liegen römische, maurische und christliche Schichten dicht übereinander.

Cidade Velha.
Lage
Ummauerter Altstadtkern am Hafen, südlich der Baixa
Charakter
Historisch, ruhig, monumental – mit Storchennestern
Gut für
Kultur, Spaziergänge, Fotografie, Geschichte
Beste Zeit
Früher Morgen oder zur goldenen Stunde

Vila-Adentro –

Man betritt die Cidade Velha durch den Arco da Vila, das prächtige Stadttor aus dem 18. Jahrhundert, das der italienische Architekt Francisco Xavier Fabri entwarf. In einer Nische thront eine weiße Marmorstatue des heiligen Thomas von Aquin, oben nistet im Frühsommer fast immer ein Storchenpaar – und im Durchgang versteckt sich ein hufeisenförmiger Bogen aus maurischer Zeit. Schon dieser eine Torbogen erzählt die ganze Geschichte des Viertels: das römische Ossonoba, das maurische Faro, das christliche Faro nach der Rückeroberung von 1249.

Das Herz ist der Largo da Sé, ein stiller, von Orangenbäumen gesäumter Platz, über dem die Kathedrale (Sé) aufragt. Sie wurde 1251 auf den Resten einer Moschee errichtet, im englischen Überfall von 1596 und beim großen Erdbeben von 1755 schwer beschädigt und in einem Mix aus Gotik, Renaissance und Barock wieder aufgebaut. Wer die Glockenturm-Terrasse erklimmt, blickt über die Dächer der Altstadt bis hinaus in die Ria Formosa.

Gleich gegenüber, an der Praça Dom Afonso III, liegt das frühere Kloster Nossa Senhora da Assunção, das Königin Leonor 1519 errichten ließ – heute das Museu Municipal de Faro mit seinem doppelstöckigen Renaissance-Kreuzgang und römischen Mosaiken. Verlässt man das Viertel durch den Arco do Repouso, steht man dort, wo der Legende nach König Afonso III. nach der Eroberung Faros rastete – ein Name, der bis heute „Tor der Rast“ bedeutet.

02 · Sehenswürdigkeiten

Im Viertel entdecken.

03 · Essen & Trinken

Wo es schmeckt.

04 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Zu Fuß vom Stadtgarten Jardim Manuel Bívar in 5 Minuten; kein eigenes Auto nötig
Beste Zeit
Morgens vor den Ausflugsbussen oder zur Abenddämmerung
Gut für
Kultur, Museen, ruhige Spaziergänge, Fotografie
Preisniveau
Eintritte moderat; einige der teureren Restaurants Faros liegen hier
Insider-Tipp
Den Glockenturm der Sé hinaufsteigen – der Blick über die Ria Formosa ist die kleine Gebühr wert.

05 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Was ist die Cidade Velha in Faro?

Die Cidade Velha (auch Vila-Adentro) ist der mittelalterliche, von Stadtmauern umgebene Altstadtkern Faros mit der Kathedrale, dem Stadtmuseum und den historischen Stadttoren – der älteste Teil der Stadt.

Kann man die Sé-Kathedrale besteigen?

Ja. Gegen eine kleine Gebühr kann man den Glockenturm der Kathedrale hinaufsteigen und von der Terrasse über die Altstadt und die Ria Formosa blicken.

Lohnt sich das Museu Municipal de Faro?

Wenn man Geschichte mag, ja: Das Museum im früheren Kloster Nossa Senhora da Assunção zeigt römische Mosaike und Funde aus Ossonoba in einem schönen Renaissance-Kreuzgang.

Wie kommt man in die Altstadt?

Am einfachsten zu Fuß. Vom Hafen und dem Jardim Manuel Bívar führt der Arco da Vila direkt in die Cidade Velha – Parken in den engen Gassen ist nicht empfehlenswert.

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Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026