Highlight
Rathausplatz
Der denkmalgeschützte Platz mit seinen Renaissance- und Barockfassaden ist das gute Wohnzimmer der Freistadt – im Sommer mit Storchennestern über den Giebeln.
◆ STADTVIERTEL · RUST
Die Altstadt von Rust ist kaum größer als ein paar Gassen, doch in diesen wenigen Hundert Metern steckt die ganze Geschichte der Freistadt. Renaissance- und Barockgiebel in Ocker, Rosa und gebranntem Gelb säumen Hauptstraße und Rathausplatz, hinter schweren Holztoren öffnen sich Arkadenhöfe, in denen einst die Weinpressen standen. Am Rand erhebt sich die spätgotische Fischerkirche, das älteste Bauwerk der Stadt, und über den Schornsteinen thronen im Sommer die Nester der Störche, die Rust ihren Beinamen geben.

Wer über den Rathausplatz geht, liest den alten Reichtum der Stadt in den Fassaden. Die Bürgerhäuser von Rust gehören zu den schönsten Ensembles des Burgenlands: Renaissancegiebel, Sgraffitoschmuck, schmiedeeiserne Tore und tiefe Arkadenhöfe, hinter denen die Winzerfamilien ihre Pressen und Keller verbargen. Der Wohlstand kam mit dem Ausbruch, dem edelsüßen Wein, der Rust 1681 das Freistadtrecht erkaufen ließ – seither schmückt das Stadtwappen viele Fässer als Brandzeichen.
Mitten im historischen Kern, etwas erhöht, steht die Fischerkirche. Sie ist das älteste Bauwerk der Stadt, im Kern romanisch und gotisch, von einer Wehrmauer umgeben, mit mittelalterlichen Fresken im Inneren. Ihr schlichter Name erinnert daran, dass Rust vor dem Wein vom Fischfang lebte. Heute ist sie ein stiller Gegenpol zum geschäftigen Treiben der Weinstadt – und ein lohnender Aufstieg für alle, die der mittelalterlichen Schicht der Stadt nachspüren wollen.
Das Beste an der Altstadt aber kommt im Sommer von oben. Auf den Schornsteinen sitzen die Horste der Weißstörche, die aus dem Schilfgürtel ihre Nahrung holen; das Klappern ihrer Schnäbel begleitet jeden Spaziergang. Wer am späten Nachmittag in einem der Höfe ein Glas Welschriesling oder Blaufränkisch trinkt, versteht, warum man Rust nicht abhakt, sondern bleibt.
01 · Highlights
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Der denkmalgeschützte Platz mit seinen Renaissance- und Barockfassaden ist das gute Wohnzimmer der Freistadt – im Sommer mit Storchennestern über den Giebeln.
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Das älteste Bauwerk Rusts: romanisch-gotisch, von einer Wehrmauer umgeben, mit mittelalterlichen Fresken und Blick über die Dächer.
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Hinter den schweren Toren der Hauptstraße öffnen sich tiefe Höfe mit Arkaden, in denen einst die Weinpressen standen und heute Heurige und Vinotheken einladen.
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Von Frühling bis Spätsommer brüten die Weißstörche auf den Kaminen der Altstadt – nirgends sonst lässt sich das Schauspiel so nah erleben.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja, die Altstadt von Rust ist klein und verkehrsberuhigt – alles liegt fußläufig beieinander. Das Auto stellt man am besten an einem der Parkplätze am Stadtrand ab und geht zu Fuß weiter.
Die Fischerkirche ist das älteste Bauwerk Rusts, im Kern romanisch und gotisch, von einer Wehrmauer umgeben. Im Inneren sind mittelalterliche Fresken erhalten. Ihr Name erinnert an die Zeit, als Rust noch vom Fischfang am See lebte.
Ja – von Frühling bis Spätsommer nisten die Weißstörche auf den Schornsteinen der Altstadt. Die Stadt hat dafür eigens Nisthilfen angebracht. Das Klappern der Schnäbel gehört in dieser Zeit zum Alltagsgeräusch in den Gassen.
07 · In der Nähe
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