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Die weißen Hofgassen
Schmale, weiß gekalkte Gänge mit Mais und Paprikaschnüren an den Fassaden – das fotogenste Dorfbild des Burgenlands.
◆ STADTVIERTEL · MÖRBISCH AM SEE
Die Hofgassen sind das unverwechselbare Gesicht von Mörbisch. Von der Hauptstraße führen schmale, weiß gekalkte Gänge tief in die langgestreckten Streckhöfe der Weinhauer – an ihren Fassaden hängen Maiskolben, Paprikaschnüre und Weinreben zum Trocknen, ein Bild bäuerlicher Selbstversorgung, das mehr nach Pannonien als nach Wien aussieht. Zwischen den Höfen reihen sich Buschenschanken und Heurigen, in denen die Winzerfamilien ihren eigenen Wein ausschenken. Hier, an der ungarischen Grenze, hat das alte Weindorf seine Form und sein Lebensgefühl bewahrt – das authentischste, atmosphärischste Mörbisch.

Die Hofgassen sind eine bauliche Besonderheit, wie es sie nur in wenigen pannonischen Weinorten gibt. Die langen, schmalen Grundstücke der Streckhöfe reichen von der Straße tief ins Gevierts; die weiß gekalkten Gänge dazwischen verbanden Wohnhaus, Presshaus und Keller. An den Fassaden hängen bis heute Maiskolben, Paprika und Zwiebeln, dazu die Reben, deren Trauben in den Höfen zu Wein werden. Wer durch die Gassen geht, sieht das gewachsene Dorf einer Region, die seit Jahrhunderten vom Weinbau und von der Nähe zu Ungarn geprägt ist.
Heute sind viele dieser Höfe Buschenschanken und Heurigen geworden. Nach altem Recht dürfen die Winzer hier ihren eigenen Wein und kalte, deftige Speisen ausschenken – Brettljause, Aufstriche, Grammelpogatscherl und pannonische Spezialitäten mit ungarischem Einschlag. An lauen Sommerabenden, wenn die Gärten der Höfe sich füllen und über den Gassen die Reben Schatten spenden, zeigt sich Mörbisch von seiner geselligsten Seite. travelperfect empfiehlt, sich Zeit zu nehmen, von Hof zu Hof zu schlendern und den Wein dort zu trinken, wo er gewachsen ist.
01 · Highlights
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Schmale, weiß gekalkte Gänge mit Mais und Paprikaschnüren an den Fassaden – das fotogenste Dorfbild des Burgenlands.
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In den alten Streckhöfen schenken Winzerfamilien ihren eigenen Wein und deftige pannonische Jausen aus.
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Hinter den Gassen liegen Presshäuser und Keller der Weinhauer – Mörbisch lebt seit Jahrhunderten vom Wein.
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06 · Häufige Fragen
Die Hofgassen sind schmale, weiß gekalkte Gänge, die von der Hauptstraße tief in die alten Streckhöfe der Weinhauer führen. An ihren Fassaden hängen traditionell Maiskolben, Paprikaschnüre und Weinreben zum Trocknen. Sie gelten als eines der schönsten und typischsten Dorfbilder des Burgenlands.
Beide Begriffe meinen im Burgenland fast dasselbe: einen Ort, an dem Winzer ihren eigenen Wein und kalte, deftige Speisen ausschenken dürfen. Die Buschenschank ist nur saisonal geöffnet; ein ausgehängter Buschen zeigt traditionell an, dass 'ausg'steckt', also geöffnet ist.
Ja, durch die Gassen kann man frei schlendern – viele führen in die Innenhöfe der Winzerhöfe, in denen Buschenschanken und Heurigen zum Einkehren einladen. Am stimmungsvollsten sind sie an lauen Sommerabenden und während der Weinlese.
07 · In der Nähe
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