◆ STADT · NORDÄGÄISCHE INSELN
Samothraki ist die wildeste Insel der Nordägäis: ein vulkanischer Gebirgsstock, der unvermittelt aus dem Meer aufsteigt, durchzogen von Schluchten, Wasserfällen und smaragdgrünen Naturbecken. Über allem thront der Saos, und an der Nordküste schläft seit der Antike das Heiligtum der Großen Götter.
Wer Samothraki zum ersten Mal vom Fährdeck aus sieht, versteht sofort, warum die Insel anders ist als das übliche Bild der Ägäis. Statt weiß getünchter Kykladen-Kuben erhebt sich ein dunkler, bewaldeter Gebirgsmassiv direkt aus dem Wasser. Der Saos, mit 1.610 Metern einer der höchsten Inselgipfel Griechenlands, sammelt Wolken und Regen und speist ein Netz aus Flüssen, die sich durch enge Schluchten zum Meer stürzen.
Diese Wasser haben die Landschaft geformt, für die Samothraki berühmt ist: die Vathres, kristallklare Felsbecken im Fonias-Tal und in anderen Schluchten, in denen man zwischen Platanen und Wasserfällen schwimmt. An der Nordküste, beim Dorf Therma, sprudeln schwefelhaltige Thermalquellen aus dem Berg, schon in byzantinischer Zeit schriftlich erwähnt.
Über der Küste bei Paleopoli liegt das Heiligtum der Großen Götter, eines der bedeutendsten antiken Mysterien-Heiligtümer der griechischen Welt. Hier wurde die berühmte Nike von Samothrake gefunden, die heute im Louvre steht. Samothraki verbindet so unbändige Natur und tiefe Geschichte zu einem Reiseziel für alle, die das Ursprüngliche suchen.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
02 · Was tun
Wasser & Schluchten
Vom Dorf Therma führt der Weg ins Fonias-Tal zu den bekanntesten Naturbecken der Insel. Die unteren Vathres sind in einem entspannten Spaziergang erreichbar, die oberen Becken und Wasserfälle verlangen Trittsicherheit und Erfahrung.
Berg & Trail
Über den Fernwanderweg E6 geht es von Therma hinauf zum Saos-Gipfel, den die Einheimischen Feggari, Mond, nennen. Eine lange, anspruchsvolle Tour mit großem Höhenunterschied und Kletterpassagen im Schlussstück.
Antike & Kultur
Bei Paleopoli an der Nordküste liegt das antike Mysterien-Heiligtum, über mehr als ein Jahrtausend ein panhellenischer Kultort. Hier wurde die Nike von Samothrake entdeckt; das Gelände lässt sich mit dem nahen Museum erkunden.
03 · Wann
Samothrakis Wetter wird vom Saos bestimmt: Der Berg fängt Wolken und Regen, weshalb die Insel grüner ist als die meisten Ägäis-Ziele. Der Fährfahrplan verdichtet sich im Sommer deutlich, außerhalb der Saison wird die Anreise unregelmäßiger.
04 · Häufige Fragen
Samothraki hat keinen Flughafen. Die einzige Anreise führt per Fähre über den Hafen Alexandroupoli auf dem griechischen Festland zum Inselhafen Kamariotissa; die Überfahrt dauert rund 1 Stunde 45 Minuten. Nach Alexandroupoli gelangt man per Flug, Bus oder Auto.
Die Insel ist berühmt für ihre wilde, bergige Natur mit Schluchten, Wasserfällen und smaragdgrünen Naturbecken (Vathres), für die schwefelhaltigen Thermalquellen bei Therma und für das antike Heiligtum der Großen Götter, in dem die weltberühmte Nike von Samothrake gefunden wurde.
Vathres sind natürliche Felsbecken in den Flussläufen der Insel, gespeist von Quellwasser aus dem Saos-Massiv. Besonders bekannt sind die Becken im Fonias-Tal bei Therma. Die unteren Vathres erreicht man bequem zu Fuß, die oberen erfordern Erfahrung und passende Ausrüstung.
Die beste Reisezeit ist von Juni bis September. Dann ist das Wetter warm, das Baden in Meer und Naturbecken ideal und der Fährfahrplan am dichtesten. Frühling eignet sich für die grünste Landschaft, der frühe Herbst für ruhiges Wandern bei noch warmem Meer.
Der Saos erreicht 1.610 Meter und ist damit einer der höchsten Inselgipfel Griechenlands. Sein Hauptgipfel wird von Einheimischen Feggari (Mond) genannt. Der Aufstieg über den Fernwanderweg E6 ab Therma ist eine lange, anspruchsvolle Ganztagestour.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Samothraki.
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