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Charola
Die achteckige Templer-Rundkirche im Herzen des Konvents, deren vergoldetes und bemaltes Inneres zu den großartigsten Sakralräumen Portugals zählt.
◆ STADTVIERTEL · TOMAR
Über den weißen Dächern Tomars thront der Klosterhügel – und auf ihm das Convento de Cristo, jenes Geflecht aus Burg, Kloster und Kirche, das die Tempelritter ab 1160 errichteten und der Christusorden über Jahrhunderte weiterbaute. Im Zentrum steht die Charola, eine achteckige Rundkirche, in der die Ritter angeblich zu Pferd der Messe folgten. Ringsum breitet sich die Mata Nacional dos Sete Montes aus, das alte Jagdrevier des Ordens, mit schattigen Pfaden, einem Brunnen-Tempietto und Aussichten über die Stadt. UNESCO-Welterbe und das vollständigste Templer-Erbe Europas.

Der Klosterhügel ist ein begehbares Geschichtsbuch. 1160 begann Großmeister Gualdim Pais hier mit der Templerburg, deren Wehrmauern und der mächtige Bergfried noch heute stehen. In ihrem Schutz entstand die Charola, eine achteckige Rundkirche nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem – ihr bemaltes und vergoldetes Inneres gehört zu den eindrucksvollsten Sakralräumen Portugals.
Nach der Auflösung des Templerordens übernahm der Christusorden den Konvent. Unter Heinrich dem Seefahrer und König Manuel I. wuchs er um sieben Kreuzgänge und prachtvolle manuelinische Bauten. Die berühmte Janela do Capítulo, das Kapitelfenster, ist mit steinernem Tauwerk, Korallen und Schiffsknoten überzogen – ein Sinnbild der portugiesischen Entdeckungen, die der Orden mitfinanzierte.
Rund um den Konvent breitet sich die Mata Nacional dos Sete Montes aus, das einstige Jagd- und Erholungsrevier der Ordensbrüder. Schattige Wege führen vorbei an Brunnen und einem kleinen Tempietto bergauf zum Klostertor. Wer den Aufstieg zu Fuß wagt, betritt das Welterbe so, wie es gedacht war: langsam, durch den Wald, mit der Stadt im Rücken.
01 · Highlights
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Die achteckige Templer-Rundkirche im Herzen des Konvents, deren vergoldetes und bemaltes Inneres zu den großartigsten Sakralräumen Portugals zählt.
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Das berühmte manuelinische Kapitelfenster mit steinernem Tauwerk, Korallen und Schiffsknoten – das Schlüsselwerk der portugiesischen Spätgotik.
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Die Wehrmauern und der Bergfried der Templerburg von 1160 mit weitem Blick über Tomar und das Nabão-Tal.
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Das alte Jagdrevier des Christusordens mit schattigen Wegen, einem Brunnen-Tempietto und Aussichtspunkten – der schönste Aufstieg zum Konvent.
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Die Charola ist die achteckige Rundkirche im Zentrum des Konvents, von den Templern nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem errichtet. Der Überlieferung nach folgten die Ritter hier zu Pferd der Messe. Ihr reich bemaltes und vergoldetes Inneres gilt als einer der schönsten Sakralräume Portugals.
Zu Fuß führt ein schöner, aber steiler Weg durch die Mata Nacional dos Sete Montes von der Altstadt zum Klostertor – rund 15 bis 20 Minuten bergauf. Wer nicht laufen möchte, fährt mit dem Auto bis zum Parkplatz direkt am Konvent.
Mindestens anderthalb bis zwei Stunden. Die Anlage ist weitläufig: Charola, sieben Kreuzgänge, das Kapitelfenster, die Wehrmauern und die Aussichten brauchen Zeit. Wer Architektur liebt, bleibt leicht länger.
Ja, der waldige Park rund um den Konvent ist frei begehbar und bietet schattige Wege, einen kleinen Brunnen-Tempietto und Aussichtspunkte über Tomar – ideal als Auf- oder Abstieg zum Welterbe.
07 · In der Nähe
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