📍 39.60°N · 8.42°W

◆ STADTVIERTEL · TOMAR

Colina do Convento.wo die Templer ihre Burg in den Hügel bauten

Über den weißen Dächern Tomars thront der Klosterhügel – und auf ihm das Convento de Cristo, jenes Geflecht aus Burg, Kloster und Kirche, das die Tempelritter ab 1160 errichteten und der Christusorden über Jahrhunderte weiterbaute. Im Zentrum steht die Charola, eine achteckige Rundkirche, in der die Ritter angeblich zu Pferd der Messe folgten. Ringsum breitet sich die Mata Nacional dos Sete Montes aus, das alte Jagdrevier des Ordens, mit schattigen Pfaden, einem Brunnen-Tempietto und Aussichten über die Stadt. UNESCO-Welterbe und das vollständigste Templer-Erbe Europas.

Colina do Convento.
Lage
Auf dem Hügel westlich über der Altstadt
Charakter
Monumental, ruhig, von Wald umgeben
Gut für
Geschichte, Architektur, Wanderwege
Beste Zeit
Früher Vormittag, bevor die Busse kommen

Acht Jahrhunderte Baugeschichte auf einem Hügel

Der Klosterhügel ist ein begehbares Geschichtsbuch. 1160 begann Großmeister Gualdim Pais hier mit der Templerburg, deren Wehrmauern und der mächtige Bergfried noch heute stehen. In ihrem Schutz entstand die Charola, eine achteckige Rundkirche nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem – ihr bemaltes und vergoldetes Inneres gehört zu den eindrucksvollsten Sakralräumen Portugals.

Nach der Auflösung des Templerordens übernahm der Christusorden den Konvent. Unter Heinrich dem Seefahrer und König Manuel I. wuchs er um sieben Kreuzgänge und prachtvolle manuelinische Bauten. Die berühmte Janela do Capítulo, das Kapitelfenster, ist mit steinernem Tauwerk, Korallen und Schiffsknoten überzogen – ein Sinnbild der portugiesischen Entdeckungen, die der Orden mitfinanzierte.

Rund um den Konvent breitet sich die Mata Nacional dos Sete Montes aus, das einstige Jagd- und Erholungsrevier der Ordensbrüder. Schattige Wege führen vorbei an Brunnen und einem kleinen Tempietto bergauf zum Klostertor. Wer den Aufstieg zu Fuß wagt, betritt das Welterbe so, wie es gedacht war: langsam, durch den Wald, mit der Stadt im Rücken.

02 · Sehenswürdigkeiten

Im Viertel entdecken.

03 · Aktivitäten

Hier erleben.

04 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Zu Fuß durch die Mata dos Sete Montes (steiler Aufstieg) oder per Auto zum Klosterparkplatz
Beste Zeit
Direkt zur Öffnung am Morgen, vor den Reisegruppen
Gut für
Architektur, Geschichte, Fotografie, ruhige Waldwege
Dauer
Für den Konvent mindestens 1,5–2 Stunden einplanen
Insider-Tipp
Den Aufstieg zu Fuß durch den Wald nehmen – der Konvent wirkt aus dem Grün am eindrucksvollsten

05 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Was ist die Charola im Convento de Cristo?

Die Charola ist die achteckige Rundkirche im Zentrum des Konvents, von den Templern nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem errichtet. Der Überlieferung nach folgten die Ritter hier zu Pferd der Messe. Ihr reich bemaltes und vergoldetes Inneres gilt als einer der schönsten Sakralräume Portugals.

Wie kommt man am besten zum Convento de Cristo hinauf?

Zu Fuß führt ein schöner, aber steiler Weg durch die Mata Nacional dos Sete Montes von der Altstadt zum Klostertor – rund 15 bis 20 Minuten bergauf. Wer nicht laufen möchte, fährt mit dem Auto bis zum Parkplatz direkt am Konvent.

Wie viel Zeit sollte man für den Konvent einplanen?

Mindestens anderthalb bis zwei Stunden. Die Anlage ist weitläufig: Charola, sieben Kreuzgänge, das Kapitelfenster, die Wehrmauern und die Aussichten brauchen Zeit. Wer Architektur liebt, bleibt leicht länger.

Ist die Mata dos Sete Montes frei zugänglich?

Ja, der waldige Park rund um den Konvent ist frei begehbar und bietet schattige Wege, einen kleinen Brunnen-Tempietto und Aussichtspunkte über Tomar – ideal als Auf- oder Abstieg zum Welterbe.

06 · In der Nähe

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Zuletzt aktualisiert am 13. Juni 2026