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Templo Romano
Der besterhaltene Römertempel der Iberischen Halbinsel, vierzehn korinthische Granitsäulen im Herzen des Oberviertels.
◆ STADTVIERTEL · ÉVORA
Auf dem höchsten Punkt der Altstadt drängen sich Évoras monumentalste Bauten zusammen: der korinthische Säulengang des Templo Romano, gegenüber die wuchtige Kathedrale aus rosa-grauem Granit, daneben die Universität in ihren Renaissance-Höfen und der Convento dos Lóios mit seinen azulejogeschmückten Sälen. Von den Gärten dieses Viertels reicht der Blick weit hinaus über die Korkeichen-Ebene des Alentejo. Wer Évoras Geschichte in einem einzigen Gang verstehen will, beginnt hier oben.

Auf der höchsten Erhebung der Altstadt versammelt São Mamede die Symbole von Évoras Macht. Der Templo Romano, fälschlich Diana-Tempel genannt, ist mit seinen vierzehn korinthischen Granitsäulen der besterhaltene Römertempel der Iberischen Halbinsel – überdauert hat er nur, weil er jahrhundertelang in eine Festung und einen Schlachthof eingemauert war und so vergessen wurde.
Gegenüber erhebt sich die Sé de Évora, die größte mittelalterliche Kathedrale Portugals, ein wehrhafter Bau aus rosa-grauem Granit, dessen ungleiche Türme über die Stadt wachen. Ihre Dachterrasse bietet den schönsten Rundblick Évoras. Gleich nebenan liegen die Renaissance-Höfe der Universidade de Évora, 1559 von den Jesuiten gegründet und damit eine der ältesten Universitäten des Landes, mit azulejoverkleideten Hörsälen, sowie der Convento dos Lóios, dessen Kirche heute zur benachbarten Pousada gehört.
Zwischen diesen Steinriesen liegen schattige Gärten – der Jardim Diana am Tempel mit seinem Kiosk und der Aussicht über die Ebene, der Jardim do Paço unterhalb. São Mamede ist das ruhigere, würdigere Évora: weniger Tascas, mehr Stein, mehr Geschichte. Am eindrucksvollsten ist es am frühen Morgen am Tempel, ehe die Reisegruppen kommen, und am späten Nachmittag, wenn die Sonne den Granit der Kathedrale rosa färbt.
01 · Highlights
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Der besterhaltene Römertempel der Iberischen Halbinsel, vierzehn korinthische Granitsäulen im Herzen des Oberviertels.
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Die größte mittelalterliche Kathedrale Portugals aus rosa Granit, mit begehbarer Dachterrasse und Blick über die Stadt.
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1559 von Jesuiten gegründet, mit Renaissance-Höfen und azulejogeschmückten Hörsälen – eine der ältesten Unis Portugals.
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Der schattige Garten am Römertempel mit Kiosk und weitem Panorama über die Korkeichen-Ebene des Alentejo.
02 · Sehenswürdigkeiten
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Nein, das ist ein populärer Irrtum aus dem 17. Jahrhundert. Wem der Tempel ursprünglich geweiht war, ist nicht sicher belegt – vermutlich dem Kaiserkult. Der Name „Diana“ hat sich nur eingebürgert.
Weil er im Mittelalter zugemauert und in eine Festung und später in einen Schlachthof integriert wurde. So überdauerten die Säulen geschützt im Mauerwerk, bis man sie im 19. Jahrhundert wieder freilegte.
Ja, der Aufstieg auf die Dachterrasse der Sé ist möglich und sehr zu empfehlen – von dort hat man den besten Rundblick über die Altstadt und die Alentejo-Ebene.
Wenn der Lehrbetrieb es zulässt, ja: Die Renaissance-Höfe und die mit Azulejos verkleideten historischen Hörsäle sind sehenswert und vermitteln das gelehrte Évora der Jesuitenzeit.
07 · In der Nähe
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