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Piazza della Madonna dei Monti
Der Dorfplatz des Viertels: abends sitzt halb Rom mit einem Glas Wein auf den Stufen rund um den Brunnen.
◆ STADTVIERTEL · ROM
Roms ältestes Rione liegt fünf Gehminuten vom Kolosseum – und fühlt sich an wie ein Dorf: Vintage-Boutiquen und Weinbars in efeuberankten Gassen, abends trifft sich halb Rom am Brunnen der Piazza della Madonna dei Monti. Wer Antike und Aperitivo verbinden will, wohnt hier richtig.

In der Antike hieß dieses Tal zwischen den Hügeln Suburra – das dicht bevölkerte, berüchtigte Quartier des einfachen Rom, in dem Julius Cäsar aufgewachsen sein soll. Während drüben auf dem Forum Geschichte geschrieben wurde, wurde hier gelebt, gehandelt und gelärmt. Etwas von dieser Bodenständigkeit hat sich Monti über zwei Jahrtausende bewahrt: Es ist das Rione Nummer eins der Stadt, und seine Bewohner nennen sich bis heute stolz monticiani.
Heute ist Monti das, was man andernorts ein Szeneviertel nennen würde – nur eben mit 2.000 Jahren Unterbau. In der Via del Boschetto und der Via Urbana reihen sich Vintage-Läden, Ateliers und Werkstätten, dazwischen Weinbars und kleine Trattorien. Am Abend füllt sich die Piazza della Madonna dei Monti um den Brunnen wie ein Dorfplatz: Studenten, Anwohner und Reisende sitzen mit einem Glas auf den Stufen, bis die Kirchenglocken die letzte Runde einläuten.
Und die große Geschichte bleibt in Sichtweite. Das Kolosseum steht fünf Gehminuten entfernt, das Forum Romanum beginnt an der Viertelgrenze, und in Santa Prassede leuchten byzantinische Mosaiken aus dem 9. Jahrhundert, während San Pietro in Vincoli Michelangelos gehörnten Moses hütet – beides fast ohne Schlangen. Monti ist damit die vielleicht beste Basis der Stadt: antikes Rom am Morgen, Boutiquen am Nachmittag, Aperitivo am Abend, alles ohne ein einziges Verkehrsmittel.
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Der Dorfplatz des Viertels: abends sitzt halb Rom mit einem Glas Wein auf den Stufen rund um den Brunnen.
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Die beiden schönsten Einkaufsgassen: Vintage-Mode, unabhängige Designer und Handwerksateliers statt Ketten.
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Hier hütet die Kirche Michelangelos monumentalen Moses und die Ketten des heiligen Petrus – der Eintritt ist frei.
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Unscheinbar von außen, innen ein Goldgrund-Wunder: byzantinische Mosaiken des 9. Jahrhunderts in der Zenon-Kapelle.
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Vom Frühstückstisch zur Arena in fünf Minuten – Monti ist die kürzeste Verbindung zwischen Aperitivo und Antike.
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Die beste: Kolosseum, Forum Romanum und Palatin liegen fußläufig vor der Tür. Wer das erste Zeitfenster am Morgen bucht, steht vor den Busgruppen in der Arena und sitzt mittags schon wieder beim Espresso auf der Piazza.
Lebendig, aber dörflich: Auf der Piazza della Madonna dei Monti wird bis in die Nacht geredet und getrunken, von Clubszene keine Spur. Leichte Schlafzimmer zur Gasse können an Wochenenden trotzdem etwas hören.
Sehr: San Pietro in Vincoli zeigt Michelangelos Moses, Santa Prassede byzantinische Mosaiken des 9. Jahrhunderts, und die Basilika Santa Maria Maggiore steht am oberen Viertelrand – alle drei kostenlos.
In der Via del Boschetto und der Via Urbana: Vintage-Mode, unabhängige Designer, Schmuckateliers und Plattenläden. Samstags ist am meisten los, werktags vormittags hast du die Gassen fast für dich.
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