Wer in Velden am Wörthersee nach einem Ort sucht, der nicht von der Seepromenade und ihrem Sommertrubel vereinnahmt wurde, findet im Gasthof zur Post eine andere Art von Gastlichkeit. Hier geht es nicht um Schaufenstergastronomie, sondern um das, was österreichische Wirtshauskultur in ihrer besten Form ausmacht: ein Teller, der satt macht und Freude bereitet, ein Raum, in dem man sich nicht beobachtet fühlt, und ein Service, der weiß, dass gutes Essen Zeit braucht.
Die Küche des Hauses ist kärntnerisch und österreichisch – zwei Traditionen, die sich in der Region am Wörthersee auf natürliche Weise überschneiden. Kärnten bringt seine eigenen Spezialitäten mit, allen voran die Kasnudeln, jene handgefertigten Teigtaschen mit Topfen-Minze-Füllung, die in keiner ernstzunehmenden Kärntner Küche fehlen dürfen. Dazu kommen klassische Wirtshaus-Gerichte, die auf solider Handwerklichkeit beruhen: Braten, Suppen, Mehlspeisen. Die Speisekarte des Gasthofs zur Post Velden liest sich wie ein Versprechen an alle, die nach einem langen Tag am See oder nach einer Wanderung rund um den Wörthersee wirklich essen wollen – nicht nur speisen.
Das Ambiente folgt der Küche: bodenständig und einladend, ohne den Versuch, etwas anderes zu sein. Holzmöbel, gedämpftes Licht, der Geruch von Bratensoße und frisch gezapftem Bier – wer sich hier niederlässt, spürt, dass Velden mehr ist als das mondäne Seebad, das die Boulevard-Presse gerne zeigt. Der Gasthof zur Post ist das Velden der Einheimischen und der Gäste, die wiederkommen, weil sie wissen, was sie erwartet.
Besonders empfehlenswert ist ein Besuch an ruhigeren Nachmittagen oder an Wochentagen, wenn die Sommersaison am Wörthersee auf Hochtouren läuft und die Seerestaurants überfüllt sind. Hier findet man noch einen Platz, eine Ruhe und eine Küche, die nicht auf Masse ausgelegt ist. Für Familien, Wandergruppen und Paare gleichermaßen geeignet – der Gasthof zur Post Velden ist ein verlässlicher Anker in einem Ort, der im Sommer manchmal vergisst, wer er eigentlich ist.