Von kantonesischem Dim Sum bis Sichuan – viele Häuser bieten Tabehōdai mit fester Zeit.
Chūkagai isst man nicht in einem Lokal, sondern im ganzen Viertel. In Yokohamas Chinatown stehen die Regionalküchen Chinas nebeneinander: kantonesisches Dim Sum, scharfes Sichuan, Shanghai-Suppendumplings. Google ordnet das Viertel als Dim-Sum-Adresse ein, und kleine Teller, geteilt am Tisch, sind der gemeinsame Nenner vieler Häuser.
Zahlreiche Restaurants arbeiten mit Tabehōdai, also freier Auswahl in neunzig oder hundertzwanzig Minuten, was für Gruppen kalkulierbar ist. Reservierungen werden angenommen, und die Häuser decken die Spanne von Frühstück bis Dessert ab. Mittags wie abends ist es voll; wer allein isst, fällt dabei nicht auf, Familien ebenso wenig.
Wer schneller essen will, kauft an den Ständen: Buta-man, gebratene Teigtaschen, gegrillte Spieße. Bar bezahlen ist dort die Regel, in den Lokalen funktionieren Debitkarte und kontaktloses Bezahlen.
Auffällig ist, worüber Gäste hinterher schreiben: Am häufigsten fällt melon pan, mit Abstand vor Crêpes und Croissants – die süßen Stände bleiben offenbar stärker im Gedächtnis als jedes einzelne Restaurant. Danach folgen Begriffe wie yakimono, chahan, tare und kuromame.
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Das sind die Themen, die in den Rückmeldungen zum Viertel am häufigsten auftauchen – melon pan mit weitem Abstand vor Crêpes und Croissants. Es ist keine Speisekarte, sondern ein Hinweis darauf, dass die süßen Straßenstände im Gedächtnis bleiben, während die Restaurantküche seltener namentlich genannt wird.
Tabehōdai heißt freie Auswahl innerhalb eines festen Zeitfensters, in der Chinatown üblicherweise neunzig oder hundertzwanzig Minuten. Für Gruppen macht das die Rechnung im Voraus kalkulierbar, weil nicht jede einzelne Bestellung zählt. Wer nur eine Kleinigkeit möchte, ist an den Ständen besser aufgehoben.
Beides einpacken. An den Ständen ist Barzahlung die Regel, in den Restaurants werden Debitkarte und kontaktloses Bezahlen per Handy akzeptiert. Für einen Bummel, bei dem man sich von Stand zu Stand durchprobiert, sind kleine Scheine und Münzen deshalb praktischer.
Ja. Das Viertel ist ausdrücklich auch fürs Alleinessen geeignet: kleine Teller, schnelle Happen und Tischservice in den Häusern, dazu die Stände für zwischendurch. Beim Tabehōdai dagegen spielt eine Gruppe die Zeitpauschale eher aus.
Reservierungen werden angenommen, und das ist zu Stoßzeiten sinnvoll: Sowohl mittags als auch abends gilt das Viertel als stark besucht. Wer spontan kommt, weicht auf die Stände aus oder nimmt mit – Takeout ist überall Teil des Angebots.
Kantonesisches Dim Sum, scharfe Sichuan-Küche und Shanghai-Suppendumplings stehen in der Chūkagai direkt nebeneinander. Man kann also innerhalb weniger Straßen zwischen sehr unterschiedlichen Schärfegraden und Garweisen wechseln, statt sich auf eine Küche festzulegen.
Umgebung
Erreichbar zu Fuß ab Essen in der Chinatown.
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